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Polizisten stehen an einer Haltestelle am Bahnhof Hamburg-Rothenburgsort, während Flammen eines Großbrandes im Hintergrund zu sehen sind.
  • Der Großbrand in der Billstraße hielt die Einsatzkräfte über Tage auf Trab. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Jonas Walzberg

XXL-Brand an der Billstraße: Darum stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein

Ein brennendes Auto hat in der Billstraße in Hamburg vor einem Jahr einen Großbrand ausgelöst, der die Feuerwehr tagelang beschäftigte. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb lange ermittelt. Nun die Ernüchterung: Sowohl die genaue Brandursache, als auch der Versursacher sind nicht mehr feststellbar.

Die Ermittlungen zu dem Großbrand an der Billstraße (Rothenburgsort) im Frühjahr 2023 sind beendet worden. „Das Verfahren wurde zwischenzeitlich eingestellt“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen wegen des Brandes waren gegen Unbekannt geführt worden. Die Brandursache konnten die Ermittler letztendlich nicht klären: „Ursächlich für den Gebäudebrand war nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein brennendes Fahrzeug, dessen Brandursache jedoch unbekannt ist.“ Wem das Auto gehört hatte, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

Feuer in der Billstraße: 1000 Feuerwehrleute im Einsatz

Am frühen Ostersonntag vor einem Jahr (9. April 2023) waren auf dem Gelände an der Billstraße in Rothenburgsort zunächst mehrere Fahrzeuge, Waschmaschinen und anderes Lagergut in Flammen aufgegangen. Das Feuer griff auf einen Komplex von Lagerhallen über. Die Rauchwolke zog Richtung Innenstadt. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit insgesamt mehr als 1000 Kräften im Einsatz.

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Wehrführer Marko Florek schilderte den Anblick im Feuerwehr-Magazin „Löschblatt“ später so: „Uns bot sich ein riesiger, pulsierender Feuerball über den Dächern der im Vollbrand stehenden Hallen, der sich über rund 50 bis 60 Meter Breite ausdehnte und in dem es immer wieder zu lauten Verpuffungen kam. Darüber eine Rauchsäule, die sich wie in Zeitlupe nach oben schraubte und anfangs noch bis in den Nachthimmel reichte.“ Erst eine Woche nach Brandausbruch wurden die letzten Glutnester auf dem 17.000 Quadratmeter großen Gelände gelöscht. Mit dem Löschwasser gelangten Schadstoffe in den Billekanal.

Bereits vor dem Ereignis hatte es nach Senatsangaben an der Billstraße 48 Mal seit 2014 gebrannt. Sechsmal musste die Feuerwehr Großbrände löschen. Seit dem Großbrand vom 9. April 2023 gab es an der Billstraße zwölf weitere Brände, darunter sieben kleine und fünf mittelgroße Feuer, wie der Senat Anfang März mitteilte.

Behörden-Taskforce stellte zahlreiche Verstöße fest

An der Straße im Stadtteil Billbrook ist dem Senat zufolge ein „heterogener Handelsmarkt insbesondere mit gebrauchten Elektrogeräten und Kraftfahrzeugen entstanden, der im Vergleich zu anderen Flächen des Einzel- und Großhandels einen eher unstrukturierten Eindruck vermittelt“.

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Nach dem Großbrand gründeten die Behörden eine Taskforce, die bis Dezember 69 Betriebe auf 28 Grundstücken überprüfte. Dabei stellten die Einsatzkräfte von Zoll, Gesundheitsamt, Bauamt, Feuerwehr, Polizei, Bezirksamt und anderen Behörden zahlreiche Verstöße fest, wie Einsatzleiter Joscha Heinrich vor Weihnachten bilanzierte. Die Eigentümer der drei vom Großbrand betroffenen Grundstücke bekamen bereits Ende April vergangenen Jahres die Anordnung, die Trümmer zu beseitigen. Seitdem geschehe dies kontinuierlich, erklärte der Senat. (dpa/mp)

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