Benka Barloschky coachte Kendale McCullum und Co. bereits zwei Spiele als Vertreter des erkrankten Raoul Korner.
Benka Barloschky coachte Kendale McCullum und Co. bereits zwei Spiele als Vertreter des erkrankten Raoul Korner.
  • Benka Barloschky coachte Kendale McCullum (r.) und Co. bereits zwei Spiele als Vertreter des erkrankten Raoul Korner.
  • Foto: WITTERS

Towers: Korner wusste schon im Sommer von Nachfolger Barloschky

Noch am Samstagabend zog Marvin Willoughby (44) die Reißleine. Nach dem morbiden Auftritt der Veolia Towers Hamburg gegen Ulm (60:85) teilte der Sportchef dem im Sommer verpflichteten Raoul Korner (48) mit, dass seine Zeit in Wilhelmsburg vorbei sei. Weitaus einfacher als die Trennung vom sympathischen Österreicher fiel Willoughby dann jene Entscheidung, die unmittelbar folgte. Wobei das Ergebnis eh schon fest stand.

„Es war klar, dass Benka (Barloschky, d. Red.) der nächste Towers-Trainer wird“, sagte Willoughby am Montagnachmittag. „Das wusste auch Raoul Korner.“ Schon im Sommer hatte sich der 35-Jährige, der seit 2015 im Verein ist, Hoffnungen auf den Cheftrainerposten gemacht. Damals entschied sich Willoughby für Korner, nach einem vielversprechenden Start ging seit November wenig bis nichts mehr zwischen Trainer und Mannschaft.

„Er hat da den Kontakt verloren“, bilanzierte Willoughby, der angesichts des dünnen Kaders die Schuld keineswegs nur beim Ex-Trainer suchte: „Ich übernehme die Verantwortung.“


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Die Trennung erfolgte, weil Willoughby das Vertrauen in die Wende mit Korner fehlte. Der Trainer selbst spürte schon in den letzten Wochen, dass der letzte Funke nicht mehr überspringt. Und so war die Trennung, die Willoughby als „einvernehmlich“ bezeichnet, letztlich konsequent: „Darüber ist keiner glücklich.“ Wie es gehen kann, zeigten ausgerechnet die zwei Spiele um den Jahreswechsel, als Barloschky den grippekranken Korner ersetzte. „Diese Spiele haben uns bestärkt“, gestand Willoughby, der morgen Abend im Euro-Cup-Spiel mit Podgorica vor allem die Mannschaft in die Pflicht nimmt. Ausreden gebe es nun keine mehr.

Barloschky bekommt neuen Co-Trainer

Der logische Nachfolger Barloschky wird zunächst von Fabian Villmeter (42) im Trainerteam unterstützt. Keine Dauerlösung, wie Willoughby betont. Im Gegensatz zu Barloschky. „Zwischen Benka und mich passt kein Blatt Papier“, erklärt der Sportchef. Er bedauere einzig, dass der gebürtige Bremer unter diesen Rahmenbedingungen als Chef einsteigt. Der Plan war ursprünglich ein anderer.

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Aber, wie hinlänglich bekannt: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Barloschky leitete am Montag direkt seine erste Einheit, viel Zeit bleibt nicht vor der Feuertaufe.

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