Nationalspieler Karim Jallow (l.) drehte gegen die Veolia Towers Hamburg in der zweiten Halbzeit auf.
Nationalspieler Karim Jallow (l.) drehte gegen die Veolia Towers Hamburg in der zweiten Halbzeit auf.
  • Nationalspieler Karim Jallow (l.) drehte gegen die Veolia Towers Hamburg in der zweiten Halbzeit auf.
  • Foto: imago images/Eibner Europa

Ganz schwaches Viertel: „Massiver Rückschlag“ für die Towers gegen Ulm

Die kleine Siegesserie ist wieder beendet. Nach dem 96:73-Sieg gegen Würzburg und dem 87:83-Erfolg in Heidelberg unter der Woche haben die Veolia Towers Hamburg einen neuerlichen Rückschlag kassiert. Die Türme verloren am Samstagabend im Inselpark deutlich mit 65:80 (22:18, 42:40, 51:59) gegen Ratiopharm Ulm – auch und vor allem wegen eines Horror-Viertels.

Gegen Ulm soll es einfach nicht sein. Keines der fünf Partien gegen Ratiopharm bis zu diesem Abend konnten die Türme gewinnen. Und daran sollte sich auch diesmal nichts ändern – wenngleich es zunächst knapp zuging. Im ersten Viertel, aus dem das Team von Coach Raoul Corner mit einer 22:18-Führung ging, hatte sich noch ein spannendes Spiel abgezeichnet.

BBL: Veolia Towers Hamburg verlieren mit 65:80 gegen Ratiopharm Ulm

Dass die Türme das zweite Viertel nach Körben verloren, lag am sehr fehlerbehafteten Spiel. Zwar trafen Lukas Meisner und Co. erst besser aus dem Feld, leisteten sich aber zu viele Turnovers, von denen Ulm immer wieder profitierte. Dennoch reichte es zur 42:40-Halbzeitführung und Ratiopharm-Sportdirektor Thorsten Leibenath musste in der Pause bei MagentaTV bilanzieren: „Wir machen keine gute Partie bislang. Wir sind zu ungeduldig im Angriff, schließen zu früh ab – und auch nicht gerade gut. Insgesamt haben wir noch nicht den Zugriff aufs Spiel.“


MOPO

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Das änderte sich in Durchgang zwei. Schlagartig. Hamburg verschlief den Start komplett, aus dem Zwei-Punkte-Vorsprung wurde binnen sechs Minuten ein Elf-Punkte-Rückstand. Die Türme wirkten angesichts zahlreicher Fehlwürfe fast ein wenig ratlos. Ein Punkt innerhalb von sechseinhalb Minuten – mehr gelang nicht. Ein 51:59-Rückstand nach 30 Minuten war die logische Folge. Ein Horror-Viertel.

Towers-Coach Raoul Corner sieht „Rückfall in alte Muster“

Es sollte kein besseres folgen. Spätestens, als Nationalspieler Karim Jallow (14 Punkte) spektakulär traf und es 51:66 stand, schien die Messe gelesen. Und sie war es auch. 21 Turnover standen am Ende zu Buche. Und ein 65:80 auf der Anzeige-Tafel. Ein Statement-Sieg für Ulm, das bis dato Tabellen-13. war. Und ein erneuter Rückschlag für die Towers, bei denen Kendale McCullum mit 16 Punkten bester Werfer war.

„Es war ein Rückfall in alte Muster, wir haben den Ball leichtfertig hergegeben“, monierte Corner nach dem Spiel. „Es ist ein Muster, mit dem wir nicht gut aussehen und mit dem wir auch keine Spiele gewinnen.“ Nach dem jüngsten Eindruck, die Türme seien nach der Horror-Serie von sechs Niederlagen in Serie wieder in der Spur, habe man nun wieder „einen massiven Rückschlag erlitten“. Denn in der Tabelle zog nicht nur Ulm vorbei an den Hamburgern, die vorerst auf den elften Rang zurückfallen. Auf die Frage, wie frustriert er sei, antwortete Corner kurz und eindeutig mit: „sehr“.

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