• Hansi Flick (r.) blickt in Mainz mürrisch auf das Geschehen, sein vereinsinterner Kontrahent Hasan Salihamidzic mag gar nicht mehr hinschauen
  • Foto: Patrick Scheiber/Jan Huebner

Keine Meister-Party: Jetzt hat Bayern Zeit für die teure Flick-Scheidung

Vom Erfolg darf sich bei Bayern München grundsätzlich niemand blenden lassen. Weiter, immer weiter lautet die Devise des Vereins, die einst von Oliver Kahn formuliert wurde. 

Doch die Sonne auszublenden, ist selbst dem Kahn-Nachfolger Manuel Neuer nicht immer möglich. Der geblendete Torwart ließ einen Schuss von Jonathan Burkardt passieren und leitete damit das überraschende 1:2 in Mainz ein – die Feiern zur 31. Deutschen Meisterschaft mussten verschoben werden, auch weil Verfolger Leipzig am Sonntag gegen Stuttgart mit 2:0 gewann.

Nach der Pleite in Mainz sprechen die Bayern über die Trennung von Flick

Weiter, immer weiter geht’s für Hansi Flick nicht – jedenfalls nicht in München. Die Pokal-Pause werden die Bayern für ihre wichtigste Personalie nutzen und den bis 2023 laufenden Vertrag des Trainers auf dessen Verlangen auflösen. Noch wird ein wenig gepokert. 

Darf Flick gehen? Rummenigge will „gemeinsam eine Lösung finden“

„Wenn wir Hansis Wunsch entsprechen sollen, müssen alle Parteien gemeinsam eine Lösung finden, mit der auch der FC Bayern zufrieden ist“, betont Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: „Wir sprechen hier immerhin von einem Trainer, der mit uns Historisches erreicht hat und mit dessen Arbeit wir sehr glücklich sind.“

Stippvisite beim Nachfolger? Bundestrainer Löw sah sich die Pleite der Flick-Elf an

Doch zum Ende einer langen, kräftezehrenden Corona-Saison hat in München niemand Interesse an einer Hängepartie. Es soll ja weiter, immer weiter gehen. Die Bayern sind an einer schnellen Lösung interessiert, um ihre eigenen Planungen zügig vorantreiben zu können. 

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Und auch dem DFB käme eine baldige Einigung sehr gelegen, um Flick als Nachfolger für Bundestrainer Joachim Löw zu installieren. Löw, der nach der EM im Sommer seinen Posten räumt, saß am Samstag in Mainz auf der Tribüne und schaute sich den blutleeren Auftritt der Bayern an.

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