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Immanuel Pherai hält beim Torjubel die Faust in die Luft und schreit
  • In der regulären Spielzeit traf Immanuel Pherai zum zwischenzeitlichen Ausgleich – am Ende verlor der HSV im DFB-Pokal-Achtelfinale bei der Hertha im Dezember aber im Elfmeterschießen.
  • Foto: WITTERS

Stadtderby in der ersten Runde möglich: Was der HSV im DFB-Pokal verdienen kann

2020/21 war für den HSV im DFB-Pokal schon in der ersten Runde Schluss, 2021/22 ging es dann sensationell ins Halbfinale, ehe die Hamburger 2022/33 bereits in Runde zwei ausschieden und in der vergangenen Saison dann immerhin erst im Achtelfinale. Vier Spielzeiten, vier verschiedene Endstationen, vier ganz unterschiedlich hohe Cup-Prämien. Von denen will der HSV in der kommenden Runde erneut möglichst viele einsacken. Doch das ist im Volkspark nicht die einzige Hoffnung im Vorfeld der Auslosung von Runde eins an diesem Samstag.

Egal, wen Ex-Nationalspieler und Losfee Nils Petersen dem HSV ab 18 Uhr im Rahmen der ARD-Sportschau zulosen wird: Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart muss zunächst auswärts antreten. Und der HSV wird diesen Gegner in der ersten Runde, die vom 16. bis 19. August ausgetragen wird, schlagen müssen, um sich die Chance zu erhalten, anders als in der Vorsaison endlich mal wieder das gewünschte Heimspiel im DFB-Pokal zu haben.

DFB-Pokal: HSV sicherte sich 1,5 Millionen Euro in 2023/24

2023/24 besiegte der HSV jeweils in der Fremde Rot-Weiß Essen (Erste Runde/ 4:3 n.V.) und Arminia Bielefeld (Zweite Runde/ 4:3 i.E.), ehe er im Achtelfinale wieder auswärts ranmusste – und im Elfmeterschießen mit 3:5 bei der Hertha aus Berlin verlor. Durch das Verpassen des Viertelfinals verpasste der Klub eine Zusatzeinnahme von 1,724 Millionen Euro und es blieb bei den reinen, erwirtschafteten DFB-Pokal-Prämien von 1,509 Millionen Euro.


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Zum Vergleich: Weil der HSV 2022/23 bereits in Runde zwei gegen RB Leipzig unterlag (0:4), hatte sich der Prämien-Gewinn auf nur 627.741 Euro belaufen. 2021/22 allerdings, als das noch von Tim Walter trainierte Team bis ins Halbfinale marschierte, gab‘s sogar knapp vier Millionen Euro reiner Prämien, die der HSV seinerzeit auch dafür nutzte, um Mario Vuskovic (damals noch Leihspieler) für rund drei Millionen Euro von Hajduk Split loszueisen.

Pokal-Prämien stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich

Der DFB-Pokal erwies sich für den HSV in jüngerer Vergangenheit schon mehrfach zum Kohle-Cup. Und die Höhe der Prämien wuchs in den letzten Jahren kontinuierlich; ein Ausschüttungsrekord folgte dem nächsten. Schon im Sommer 2022 erhielten alle Erstrundenteilnehmer 209.247 Euro und damit 30.000 Euro mehr als vor der Corona-Pandemie. Die Prämie für die Teilnahme an der ersten Runde stieg in der Vorsaison dann auf 215.600 Euro pro Klub – und sie dürfte in der kommenden Spielzeit wie üblich noch einmal um ein paar Tausend Euro höher liegen.

Bei jedem Weiterkommen in die nächste Runde verdoppeln sich die reinen Prämien. Zudem können sich die Vereine, je weiter sie kommen, auf mehr Zusatzeinnahmen freuen. Denn: Die Zuschauereinnahmen werden im DFB-Pokal stets zwischen den jeweiligen Gegnern zur Hälfte geteilt, ob Heim- oder Auswärtsspiel ist finanziell gesehen somit grundsätzlich egal. Aber: Größere Arenen wie das Volksparkstadion oder das Olympiastadion bieten (teils deutlich) mehr Plätze als die Heimspielstätten zahlreicher anderer Erstliga-, Zweitliga-, Drittliga- und natürlich Amateurklubs.

Auch Teutonia: Viele Nordklubs als mögliche HSV-Gegner

Auch deshalb hofft der HSV in der kommenden Pokal-Saison auf möglichst viele Heimspiele vor 57.000 Fans in Hamburg. Ein solches könnte es aber frühestens in der zweiten Runde geben, denn zunächst haben die Teams aus dem Amateurtopf Heimrecht. 32 Teams kommen als Erstrunden-Gegner für den HSV infrage; das sind neben den Kellerklubs der abgelaufenen Zweitliga-Saison (Eintracht Braunschweig sowie die Absteiger SV Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock, VfL Osnabrück) auch die jüngsten Drittliga-Topteams (Dynamo Dresden sowie die Aufsteiger SSV Ulm 1846, Preußen Münster und Jahn Regensburg), außerdem der Meister der Regionalliga Bayern (Würzburger Kickers), der Meister der Oberliga Westfalen (Sportfreunde Lotte) sowie alle Landespokalsieger.

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Der HSV könnte in der ersten Runde also auf die Nordklubs Eintracht Braunschweig, FC Hansa Rostock oder VfL Osnabrück treffen. Möglich sind aber auch Duelle mit dem Bremer SV (Sieger des Bremer Lotto-Pokals), mit dem SV Meppen (Sieger des Niedersachsenpokals für Dritt- und Viertligisten), mit dem VfV Hildesheim (Sieger des Niedersachsenpokals für Oberligisten und Bezirkspokalsieger), mit dem 1. FC Phönix Lübeck (Sieger Landespokal Schleswig-Holstein), mit dem Greifswalder FC (Sieger Landespokal Mecklenburg-Vorpommern) – oder sogar mit Regionalligist Teutonia 05 Ottensen, dem Sieger des Hamburger Lotto-Pokals. Ein Stadtderby ist also möglich.

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