Max Kruse
  • Max Kruse im Bundesliga-Spiel gegen Greuther Fürth.
  • Foto: imago/Christian Schroedter

Klartext von Kruse: „Mir Latte, ob man mich Geldgeier nennt“

Gewohnt offen gab sich Max Kruse bei einer Frage-Antwort-Runde am Dienstagabend auf dem Live-Streaming-Portal „Twitch“. Zuletzt hatte Kruse mit seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg für Aufsehen gesorgt. Sportliche Gründe dürfte es für den Wechsel wohl kaum gegeben haben. Denn der 33-Jährige verließ mit Union Berlin einen Anwärter auf die internationalen Plätze und stieg dafür zum VfL Wolfsburg in den Bundesliga-Keller hinab.

Auf „Twitch“ ließ Kruse nun tief blicken und erklärte seine Beweggründe für den Wolfsburg-Wechsel. Für Kruse stand schon länger fest, dass er seinen Vertrag bei Union nicht verlängern würde: „Jeder wusste eigentlich schon Bescheid, dass ich im Sommer keinen neuen Vertrag unterschreiben werde. Das hat seine Gründe, das war unabhängig vom Angebot von Wolfsburg.“

Kruse über Wolfsburg-Wechsel: „Offenes Kapitel“

Kruse hat bei den Wölfen noch eine offene Rechnung aus der Saison 2015/16: „Damals hatte ich nicht meine beste Zeit, sowohl auf als auch neben dem Platz.“ Weiter sagt er: „Es lief aufgrund vieler Dinge nicht gut. Bestimmt auch mein Verschulden, bestimmt auch das Verschulden der damaligen Befehlshaber in Wolfsburg.“

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Die „Befehlshaber“ dürften Vereins-Boss Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking sein, mit denen Kruse in seiner ersten VfL-Zeit dank regelmäßiger Eskapaden oft aneinander gerieht. Doch der Ex-Berliner möchte dies nun ausbügeln: „Alles, was ich gut angefangen habe, will ich gut beenden. Das ist das offene Kapitel, das ich in Wolfsburg noch habe.“

Kruse über Wolfsburg-Gehalt: „Es ist mir Latte, ob man mich Söldner oder Geldgeier nennt“

Kruse macht kein Geheimnis daraus, dass das Finanzielle eine große Rolle bei seinem Wechsel gespielt hat: „Es ist mir Latte, ob man mich Söldner oder Geldgeier nennt“, so der 33-Jährige. „Jeder würde wahrscheinlich dasselbe machen“, setzt er fort.

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„Das Geld spielt eine Rolle, ich bin jetzt keine 20 mehr. So viele Jahre habe ich nicht mehr. Ich spiele Fußball bis 35. Normale Arbeitnehmer arbeiten wahrscheinlich bis 65. Natürlich komme ich mit meinem Geld aus, gar keine Frage. Aber im Endeffekt ist es so, dass man nur noch zwei, drei Jahre hat. Und da versucht man, das Bestmögliche herauszuholen.“


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Kruse bleibt auch bei Fragen zu seiner geliebten Rückennummer 10 gewohnt ehrlich: „Die 9 ist für mich ein klassischer Stoßstürmer, das bin ich nicht“, so Kruse. „Ich hätte die 10 gerne, das ist meine Nummer. Aber sie ist vergeben. Was im Sommer passiert, keine Ahnung. Ich werde ihn bestimmt fragen. Aber wenn Lukas die 10 behalten will, dann bleibt er bei der 10. Er entscheidet – ich bin halt nicht Cristiano Ronaldo.“

Angebote von Bayern und Dortmund?

Kruse bestätigt desweiteren bei seinem „Twitch“-Talk, dass es in der Vergangenheit durchaus Kontakt zum FC Bayern hätte: „Ein Angebot war es nicht wirklich, aber es gab Kontakt.“

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Gleiches gilt für den BVB: „Da habe ich auch schon mal Gespräche gehabt, das ist aber schon ein bisschen länger her.“ (fe)

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