• Fans des Chelsea FC haben erfolgreich gegen die Super League protestiert. Das Ergebnis: Der Verein zog sich aus dem Projekt zurück.
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Fans wollen jetzt mehr: Erfolge gegen Super League „haben gezeigt, was möglich ist“

Fußball gehört den Fans! Das haben sogar Spieler und Trainer gesagt. Und die erfolgreichen Proteste der Fans gegen die Super League unterstreichen das. Und zeigen außerdem, was vielleicht noch alles von den Fans erreicht werden kann. Deshalb haben Fan-Organisationen durch ihre jüngesten Erfolge nun einen klaren Richtungswechsel gefordert.

„Wir rufen alle Fußballfans auf: Die Zeit für einen noch konsequenteren und lauteren Widerstand ist gekommen. Die Ereignisse der letzten Tage haben gezeigt, was möglich ist“, schreiben neun Bündnisse und Initiativen am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme, darunter „ProFans“, „Unser Fußball“, „Unsere Kurve“ und „Zukunft Profifußball“.

Fan-Organisationen: „Zeit für noch lauteren Widerstand“

„Lasst Euch nicht blenden! FIFA, UEFA und die Nationalverbände sind nicht die Heilsbringer des Fußballs, die ihn vor dem Untergang gerettet haben. Vielmehr haben eben diese Verbände die Monopolstellung sogenannter Top-Clubs ermöglicht“, heißt es weiter. Die Organisationen forderten alle Verbände auf, umgehend „auf die großen Worte Taten folgen zu lassen. Dies reicht von der Zurücknahme der beschlossenen Champions-League-Reform hin zu einer gleichmäßigeren Verteilung gemeinsamer Einnahmen“.

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Die geplante Super League mit zwölf Spitzenteams aus England, Italien und Spanien als Gründungsmitglieder kommt nach heftigem Widerstand und massiver Kritik zumindest vorerst nicht zustande. Die Verbände, so warnten die Fan-Organisationen, „werden uns ab sofort alle weiteren faulen Kompromisse mit sogenannten Top-Clubs als Rettung des Fußballs verkaufen. Das Motto wird sein: Schluckt diese Pille, denn sonst gründen sie dieses Mal wirklich eine Super League“.

Sie fordern erneut, das Financial Fairplay-Reglement konsequent anzuwenden, die Einnahmen aus den UEFA-Wettbewerben gleichmäßiger zu verteilen und die Faninteressen bei allen Entscheidungen verbindlich zu berücksichtigen. (dpa/abin)

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