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Jürgen Perschon, Bjarne Mädel
  • Schauspieler Bjarne Mädel und Eurist-Gründer Jürgen Perschon auf dem AfricroozE.
  • Foto: epd-bild/StephanxWallocha

E-Bikes aus Hamburg für Uganda – erster Erfolg für Initiative

Sie sollen die Mobilitätsprobleme in Uganda verbessern – und das auf klimafreundliche Weise. Im Oktober erst wurden die E-Bikes des Hamburger Projekts „African Bike“ auf dem ITS-Weltkongress vorgestellt, im März schon sollen die ersten 100 Fahrräder ihren Dienst antreten. Viele hundert weitere sind dabei schon in Produktion.

„Wir verbinden mit diesem Projekt Klimaschutz mit Entwicklungszusammenarbeit und sozialem Ausgleich sowie weiteren Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen auf vielfältige Weise“, erklärte Jürgen Perschon am Freitag in einer Pressemeldung des Projekts „African EBike“.

E-Bikes aus Hamburg sollen Mobilität in Uganda verbessern

Das Projekt ist Teil der Nichtregierungsorganisation European Institute for Sustainable Transport e.V. (EURIST), die Jürgen Perschon im Jahr 2011 in Hamburg gegründet hat. Das Ziel: Sie soll nachhaltige Transport- und Mobilitätskonzepte auf der ganzen Welt unterstützen. Schon von 2017 bis 2019 wurden dafür die ersten E-Bikes der Organisation in Uganda erprobt, welche die dortigen Mobilitätsprobleme nachhaltig lösen sollen.


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Herausgekommen ist das E-Lastenrad „AfricroozE“ mit einer Kapazität von bis zu 100 Kilogramm, das bis zu 50 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h zurücklegen kann. Es kann sowohl zum Transport von Personen wie auch Gütern verwendet werden, ausgestattet mit einem speziellen Anhänger ist auch der Krankentransport in entlegene Gegenden möglich. Es soll so soziale, ökonomische wie auch ökologische Probleme angehen, eine CO₂-Zertifizierung ist in Planung.

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„Die Lasten-E-Bikes wurden zusammen mit verschiedenen Partnerorganisationen in Deutschland, Afrika und Indien entwickelt und sind speziell auf die Gegebenheiten in Afrika angepasst“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Das Projekt ist spendenbasiert, erhält jedoch seit 2020 auch finanzielle Hilfe von der KfW Förderbank. Prominent wird „African EBikes“ dabei etwa vom Schauspieler Bjarne Mädel unterstützt, auch der grüne Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, soll geholfen haben.

Die ersten 100 E-Bikes sollen im März eingeweiht werden

Am 10. März soll es dann so weit sein: Der ugandische Verkehrsminister Katumba Wamala soll zusammen mit deutschen Vertretern, wie etwa Matthias Schauer, dem deutschen Botschafter in Uganda, sowie dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Prof. Kurt Bodewig die ersten 100 E-Bikes in der ugandischen Stadt Jinja einweihen.

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„African EBikes“ schmiedet dabei schon größere Pläne: „Wir starten jetzt in Uganda und haben darüber hinaus bereits Anfragen aus sechs weiteren afrikanischen Ländern“, so Jürgen Perschon in der Pressemitteilung. Jinja soll nicht die einzige E-Bike-City bleiben: Was als Mobilitätsprojekt gestartet wurde, soll bald zusammen mit internationalen Partnern ein Leuchtturmprojekt für Nachhaltigkeit werden. (to)

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