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Der Café-Betrieb im Stavenhagenhaus in Groß Borstel musste nach nur fünf Wochen wieder schließen.
  • Der Café-Betrieb im Stavenhagenhaus in Groß Borstel musste nach nur fünf Wochen wieder beendet werden.
  • Foto: Patrick Sun

Demokratie lebt vom Widerspruch – aber nicht als Deckmäntelchen für den Ego-Trip!

Der Wohnungsneubau im Eimsbüttler Hinterhof, die Obdachlosen-Einrichtung in Niendorf oder die Flüchtlingsunterkunft in Farmsen-Berne – und nun das Café im Stavenhagenhaus in Groß Borstel. Vier Hamburger Schauplätze, die eines gemeinsam haben: Wo immer sich Veränderungen im Umfeld der dort lebenden Menschen anbahnen, gibt es irgendwen, der auf die Barrikaden geht.

Solidarität der Hamburger in ihren Stadtteilen gefragt

Klar, die Demokratie lebt vom Widerspruch – auch um Fehlentscheidungen zu verhindern. Aber oft ist der Protest auch das Deckmäntelchen für den Ego-Trip einzelner, die besonders laut sind und denen das Gemeinwohl irgendwie aus dem Blick geraten ist. Wir brauchen Wohnungen, bezahlbare natürlich viel mehr als Luxusapartments – da können geräumige Hinterhöfe kein Tabu sein. Obdachlosen und Flüchtlingen in der Not ein Dach über dem Kopf zu geben, ist ein Minimum an Menschenwürde. Da ist die Solidarität der Menschen aller Stadtteile gleichermaßen gefragt.

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Dass ein Café zum Feindbild wird, ist mal was neues. Wir reden hier nicht über laute Halligalli-Gastronomie, sondern einen lang ersehnten Nachbarschaftstreff. Es macht Hoffnung, dass sich nun die Befürworter zahlreich zu Wort melden – und nicht den Nörglern und der Ich-bin-dagegen-Fraktion das Feld überlassen.

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