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Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht vor der Kamera.
  • Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht vor der Kamera.
  • Foto: Viola Dengler

Hamburger (52) prügelt Frau ins Koma: Urteil gefallen

Das Landgericht Hamburg hat einen 52-Jährigen wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.

Das Gericht ordnete die Unterbringung des Alkoholsüchtigen in einer Entziehungsanstalt an, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Zuvor müsse der Mann allerdings ein Jahr und sechs Monate der Freiheitsstrafe vollziehen.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach Gerichtsangaben sieben Jahre und zehn Monate gefordert und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Die Verteidigung hatte auf eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als drei Jahren und eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt plädiert.

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Nach Überzeugung des Landgerichts hat der einschlägig vorbestrafte Mann seine Lebensgefährtin im Februar in stark betrunkenem Zustand mehrere Tage lang wiederholt heftig geschlagen und misshandelt. Anders als es in der Anklage hieß, habe ein rechtsmedizinisches Gutachten jedoch nicht bestätigt, dass der Angeklagte das Opfer würgte, erklärte eine Gerichtssprecherin. Es sei aber davon auszugehen, dass der Angeklagte stattdessen auf der Frau gesessen habe.

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Aufgrund der Gewalteinwirkungen habe das Opfer einen Hirninfarkt erlitten, hieß es weiter. Der Angeklagte hat demnach selbst den Notarzt gerufen – die Frau befindet sich früheren Angaben zufolge seitdem im Wachkoma. Am Donnerstag erklärte die Gerichtssprecherin, dass die Frau wahrscheinlich nicht wieder aufwachen werde.

Laut Gericht hatten der Angeklagte und sein Opfer seit 2010 eine Beziehung. Diese sei von Alkohol und toxischem Verhalten geprägt gewesen – „mit durchaus viel Streit und vielen Schwierigkeiten“.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Revision ist möglich.

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