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  • Unterricht an einer Schule. (Archivfoto)
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Verschärfte Corona-Regeln: Das gilt ab Montag in Hamburgs Schulen

Aktuelle Inzidenzwerte, Fallzahlen, Corona-Regeln und Lockerungen: In unserem Newsticker halten wir Sie über die aktuelle Corona-Entwicklung in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden.

  • 894 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz 942,5 (Stand Sonntag)
  • 6298 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – Inzidenz 417,1 (Stand Sonntag)
  • 396 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – Inzidenz 467,2 (Stand Sonntag)
  • 1701 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenz 681,1 (Stand Sonntag)
  • Alle Corona-News aus Deutschland und der Welt finden Sie hier

Inzidenz im Norden steigt weiter – deutlich mehr Klinik-Patienten

20.57 Uhr: Schleswig-Holstein meldet heute 1701 neue Corona-Fälle – mehr als am Samstag (1551 Neuinfektionen) und deutlich mehr als am vergangenen Sonntag (764 Neuinfektionen). Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 681,1. Am Samstag lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen bei 665,5, am vergangenen Sonntag bei 529,5.

263 Menschen mit Covid19-Erkrankung liegen derzeit in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern, 58 davon auf einer Intensivstation. 44 Patient:innen müssen beatmet werden. Zum Vergleich: Am vergangenen Sonntag lagen 212 Corona-Patienten in Kliniken, 53 auf Intensiv, 39 unter Beatmung.

Die höchsten Corona-Inzidenzen in Schleswig-Holstein gibt es in Lübeck (1047,5), Kiel (1032,8), im Kreis Schleswig-Flensburg (958,8) sowie im Kreis Segeberg (877,0). Am niedrigsten ist der Wert in den Kreisen Steinburg (430,0), Plön (405,9) und Stormarn (348,6).

Verschärfte Corona-Regeln: Das gilt ab Montag in Hamburgs Schulen

18.53 Uhr: Angesichts der sich noch schneller verbreitenden Omikron-Variante gelten an Hamburgs Schulen von Montag an strengere Corona-Regeln. Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich nun regelhaft drei Mal pro Woche unter Aufsicht in der Schule auf Corona testen lassen – statt wie bislang zweimal pro Woche. Getestet werde jeweils montags, mittwochs und freitags, teilte die Schulbehörde mit. Teilnehmen müssen ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler, sofern sie nicht einen negativen Corona-Test aus einem anerkannten Testzentrum nachweisen. Bislang waren Geimpfte und Genesene von der Pflicht ausgenommen, konnten sich aber freiwillig testen lassen. Beim Sportunterricht in der Turnhalle muss zudem nun wieder eine medizinische Maske getragen werden.

396 neue Coronafälle in MeckPomm

17.21 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag weiter gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg gegenüber Samstag um 2,3 auf 467,2, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Der Wert der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner ging um 0,7 auf 4,9 zurück. Am Samstag wurden 396 neue Infektionen gezählt, nach 392 eine Woche zuvor.

Nach Lagus-Angaben befanden sich am Sonntag 242 Covid-19-Patienten in Kliniken, 6 mehr als am Vortag. Ihre Zahl auf Intensivstationen lag bei 78, einer weniger als am Samstag. Es wurden 2 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, womit sich die Gesamtzahl im Land auf 1572 erhöhte.

Krankenhäuser im Norden spüren Omikron-Welle – Verdopplung der Patienten seit Jahreswechsel in Hamburg

14.15 Uhr: Die Krankenhäuser spüren der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zufolge bereits erste Auswirkungen der Omikron-Welle durch mehr Patientenaufnahmen mit Covid-Erkrankungen. „Wir sehen diesen Anstieg auf den Normalstationen bereits in manchen Regionen, so zum Beispiel in Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein“, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der „Augsburger Allgemeinen“ (Montagausgabe).

„Im Unterschied zu vorangegangenen Wellen werden Patienten in den kommenden Wochen aber wohl vermehrt in den Normalstationen ankommen, da die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Verlauf zu haben, bei Omikron geringer ist“, erklärte er.

Ein Blick auf die Daten der Hamburger Gesundheitsbehörde bestätigt dies: In der vergangenen Woche lagen im Schnitt pro Tag 319 Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser. In der Woche zuvor waren es nur 231, in der letzten Woche des Jahres 2021 sogar nur 161. Seitdem hat sich die durchschnittliche Zahl der Krankenhauspatienten auf Normalstation in Hamburg also fast verdoppelt.

Zu beachten ist dabei allerdings, dass in der Statistik auch jene Fälle mitgezählt werden, bei denen Menschen zwar mit einem positiven Corona-Befund, aber wegen einer anderen Krankheit ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Durch die derzeit hohe Inzidenz steigt auch die Zahl der „Zufallstreffer“ in den Krankenhäusern an.

Erneuter Höchstwert: Inzidenz in Hamburg weiter gestiegen

11.51 Uhr: Den siebten Tag in Folge erzielt Hamburg einen neuen Höchstwert bei der Corona-Inzidenz. Am Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf 942,5 (Samstag: 932,5). Die Gesundheitsbehörde meldete 894 weitere Fälle, 194 mehr als am Sonntag vor einer Woche.

Die Behörde wies zuletzt jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Fälle und damit auch die tatsächliche Inzidenz bereits höher sein dürften als angegeben. Gründe seien der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, Labore und Ämter sind überlastet. Bereits Anfang der Woche dürfte der Sieben-Tage-Wert auf mehr als 1000 steigen. Ab einer Inzidenz von 1000 könnte es in den Hamburger Kliniken kritisch werden, hatte UKE-Intensiv-Chef Stefan Kluge zuletzt gesagt (M+).

Vier weitere Todesfälle meldete das RKI im Zusammenhang mit dem Virus (Stand: 15. Januar) Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg stieg damit auf 2049.

Für die Krankenhäuser werden erst am Dienstag wieder neue Zahlen gemeldet. 388 Menschen wurden mit Stand Freitag in den Kliniken behandelt, 42 weniger als noch am Donnerstag. 73 Patienten liegen auf Intensivstation (Donnerstag: 77). Vor einer Woche wurden 328 Menschen in den Krankenhäusern behandelt, 73 davon waren Intensivpatienten.

Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt auf 417,1

11.39 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Niedersachsen weiter gestiegen. Die Inzidenz lag am Sonntag nach Angaben der Landesregierung bei 417,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche – am Vortag betrug dieser Wert 402,5. Landesweit wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) 4449 neue Covid-19-Fälle gezählt, 4 weitere Todesfälle kamen hinzu.

Zentraler Indikator zur Bewertung der Lage im Land ist die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Dieser Wert stieg im Vergleich zum Vortag leicht um 0,1 Punkte auf nun 4,8. Die landesweite Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten blieb unverändert bei 6,3 Prozent.

Überarbeitete Corona-Verordnung in Niedersachsen tritt in Kraft

10.28 Uhr: In Niedersachsen gelten die Corona-Kontaktbeschränkungen künftig schon für 14-Jährige. Laut Staatskanzlei werden seit Samstag Kinder dieser Altersgruppe bei der Berechnung der erlaubten Teilnehmerzahl mitgezählt. Hintergrund ist eine überarbeitete Corona-Verordnung – bislang galt die Ausnahme für Kinder bis 14 Jahre.

In der neuen Verordnung ist ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht bei Demonstrationen enthalten. Grund sei, dass bei solchen Versammlungen regelmäßig eine große Anzahl von Menschen für einen längeren Zeitraum so dicht gedrängt zusammentreffe, dass das Abstandsgebot unterlaufen werde.

Die Landesregierung verlängert die vor Weihnachten verhängten verschärften Maßnahmen nun zunächst bis zum 2. Februar. Clubs und Diskotheken müssen weiterhin schließen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern sind nicht erlaubt, und nicht gegen das Coronavirus geimpfte Schülerinnen und Schüler müssen sich jeden Tag vor dem Schulbesuch testen. Die Regelung für Schüler gilt zunächst bis zum Ende des Schulhalbjahres, also bis Ende Januar.

Produktionsausfälle drohen: Was die Wirtschaft jetzt fordert

8.20 Uhr: Die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen verursachen in der norddeutschen Wirtschaft immer größere Probleme. „In einigen Fällen dauert es nur noch wenige Tage, bis die Produktion erheblich beeinträchtigt ist oder vollständig ausfällt“, sagte ein Sprecher der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein) (UV Nord). Viele Unternehmen planten bereits Schichten um, da Mitarbeiter infiziert oder in Quarantäne seien.

Man sei alarmiert, sagte der Sprecher. Insbesondere bei Unternehmen der kritischen Infrastruktur oder bei der Nahrungsmittelherstellung gebe es große Anstrengungen, die Produktion aufrechtzuerhalten. Die Betriebe benötigen zur Bewältigung der Krise den Angaben nach aber eine Anpassung der Arbeitszeitregelungen. Das habe man auch bereits bei der Politik angeregt. „Nur so haben wir im Fall der Fälle die Flexibilität, die wir benötigen“, sagte der Sprecher.

Die erneuten Probleme treffen die norddeutsche Wirtschaft in einer Situation, die wegen des herrschenden Materialmangels ohnehin sehr angespannt ist. Rund 82 Prozent der vom Münchner Ifo-Institut im Dezember befragten Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen – so viele wie noch nie. Zugleich sah sich laut Ifo im Dezember jedes siebte Unternehmen in Deutschland durch die Corona-Pandemie in seiner Existenz bedroht.

Der Spitzenverband UV Nord vertritt nach eigenen Angaben 107 Verbände aus allen Bereichen der Wirtschaft. Diese Verbände vertreten in beiden Bundesländern wiederum die Interessen von mehr als 66 .00 Unternehmen mit rund 1,75 Millionen Beschäftigten.

Über 1500 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

8.14 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Samstag 1551 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – am Tag zuvor waren es 3409 und vor einer Woche 1200. Die Angaben am Wochenende sind meist niedriger als unter der Woche, da weniger getestet wird. Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner betrug 659,6 nach 658,4 am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen, betrug wie am Vortag 4,26. In den Krankenhäusern lagen 263 an Covid-19 erkrankte Patienten und damit genauso viele wie am Freitag. Auch die Zahl der Patienten auf Intensivstationen blieb mit 58 gleich, 44 von ihnen wurden beatmet (+0). Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Pandemie-Beginn betrug 1915.

Lübeck hat nun die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Land – sie liegt bei 940,6. Danach folgen Kiel mit 924,2 und Segeberg mit 901,1. Die niedrigste Inzidenz in Schleswig-Holstein hat weiter der Kreis Stormarn mit 348,6.

Das waren die News am 15. Januar

Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern steigt weiter

17.42 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag weiter gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg gegenüber Freitag um 34,4 auf 464,9, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Der Wert der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner ging um 0,3 auf 5,6 zurück. Am Samstag wurden 1205 neue Infektionen gezählt, nach 652 eine Woche zuvor.

Nach Lagus-Angaben befanden sich am Samstag 236 Covid-19-Patienten in Kliniken, 27 weniger als am Vortag. Ihre Zahl auf Intensivstationen lag bei 79, das waren 4 weniger als am Freitag. Es wurde 1 weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, womit sich die Gesamtzahl im Land auf 1570 erhöhte.

Hamburg: Tausende demonstrieren gegen „Querdenker“

14.43 Uhr: Unter dem Motto „Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien“ findet in der Hamburger Innenstadt aktuell eine Demonstration gegen „Querdenker“, Corona-Leugner und Imfgegner statt. Die Polizei zählte vor wenigen Minuten 2900 Teilnehmer. Hier halten wir Sie aktuell über die Demo auf dem Laufenden.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther nicht mehr in Quarantäne

12.51 Uhr: Nach mehr als einer Woche Quarantäne hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Samstag das Hotel verlassen. Auf seinem Programm hätten eine Runde Joggen und die Sitzung eines Parteigremiums gestanden, sagte ein Regierungssprecher. Günther hatte sich aufgrund der damals noch geltenden Quarantäneregeln am 6. Januar wegen eines positiven Corona-Tests in seinem Arbeitsumfeld in Isolation begeben.

In den vergangenen Tagen führte der 48-Jährige seine Amtsgeschäfte deshalb aus einem Kieler Hotel. „Was in der Quarantäne echt schwierig ist, so diszipliniert ich mir auch einbilde zu sein: Man kann den Tag allein im Hotelzimmer nicht gut strukturieren“, sagte Günther am Freitag im Telefonat dem Onlineportal shz.de. Das Wochenende gehöre der Familie.

Am Samstag traten in Schleswig-Holstein angesichts der drohenden Gefahr für die kritische Infrastruktur durch die immense Zahl an Corona-Neuinfektionen gelockerte Quarantäneregeln in Kraft.

Wieder fast 3000 neue Fälle – Inzidenz in Hamburg steigt über 900

11.56 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz ist am Samstag erneut gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete 2915 weitere Infektionen mit dem Virus, in den vergangenen sieben Tagen wurden also 932,5 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert – wieder ein Höchstwert. Am Freitag hatte die Inzidenz noch bei 897,8; am Samstag vor einer Woche bei 629,1 gelegen.

Die Behörde wies zuletzt jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Fälle und damit auch die tatsächliche Inzidenz bereits höher sein dürften als angegeben. Gründe seien der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, Labore und Ämter sind überlastet.

Sieben weitere Todesfälle meldete das RKI im Zusammenhang mit dem Virus (Stand: 14. Januar) Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg stieg damit auf 2045.

Immerhin: Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern der Stadt ging deutlich zurück. 388 Menschen wurden mit Stand Freitag in den Kliniken behandelt, 42 weniger als noch am Donnerstag. 73 Patienten liegen auf Intensivstation (Donnerstag: 77). Vor einer Woche wurden 328 Menschen in den Krankenhäusern behandelt, 73 davon waren Intensivpatienten.

Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

11.04 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus steigt in Niedersachsen weiter. Die Inzidenz lag am Samstag nach Angaben der Landesregierung bei 402,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche – am Vortag betrug dieser Wert 380,8. Landesweit wurden laut Robert Koch-Institut 6298 neue Covid-19-Fälle gezählt, 11 weitere Todesfälle kamen hinzu.

Zentraler Indikator zur Bewertung der Lage im Land ist die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden – er blieb wie am Vortag bei 4,7. Auch die landesweite Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten blieb bei 6,3 Prozent.

Drese: Schutzwirkung der Impfungen in Pflegeeinrichtungen zu sehen

10.25 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) mahnt zu weiter großer Sorgfalt und Vorsicht während der Corona-Pandemie in Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe. „Die hohe Ansteckungsgefahr durch die Omikron-Variante stellt auch die Pflegeeinrichtungen zukünftig vor große Herausforderungen“, teilte Drese am Samstag mit. Dies zeigten Ausbrüche wie jüngst in Zingst. Die sehr hohe Impfquote im dortigen Pflegeheim habe verhindert, dass Bewohnende oder Beschäftigte schwer erkrankt seien.

„Wohl in keinem anderen Bereich ist die Schutzwirkung der Impfungen so gut ablesbar, wie in der Pflege“, sagte Drese. Dennoch müsse an den Schutzmaßnahmen weitgehend festgehalten werden. „Vieles, wie die verpflichtenden Testungen für Besucherinnen und Besucher, hat sich bewährt.“

Nach Ministeriumsangaben waren im Nordosten mit Stand Freitag 16 Corona-Ausbrüche in vollstationären, teilstationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen zu verzeichnen.

Warnstufe Orange: Diese Corona-Regeln gelten ab heute in Meck-Pomm

9.11 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gelten ab Samstag die Corona-Regeln der Warnstufe Orange. Laut den Bestimmungen der Corona-Landesverordnung können also unter anderem Kinos, Theater, Freizeitparks, Museen und Tierparks wieder öffnen. Dort dürfen dann wieder Besucher empfangen werden, die geimpft oder genesen sind und einen aktuellen negativen Schnelltest vorweisen können (2G Plus). Wer schon eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, ist von dieser Testpflicht ausgenommen.

Nachdem die Hospitalisierungs-Inzidenz der Krankenhauseinweisungen am Donnerstag den fünften Tag in Folge unter der Schwelle von 9 gelegen hatte, greifen laut dem Gesundheitsministerium am Samstag die neuen Regeln.Es dürfen nun auch Sportveranstaltungen wieder mit Zuschauern stattfinden. Das Gesundheitsministerium wies jedoch darauf hin, dass die Kapazität nur maximal bis zur Hälfte ausgelastet werden darf, zudem dürfen in Innenräumen nicht mehr wie 200 und draußen nicht mehr als 1000 Personen anwesend sein. 

Quarantäne-Regeln und FFP2-Pflicht: Was sich ab heute in Hamburg ändert

8.22 Uhr: Angesichts der drohenden Gefahr für die kritische Infrastruktur durch die immense Zahl an Corona-Neuinfektionen gelten von Samstag an in Hamburg lockerere Quarantäneregeln. Gemäß der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz und des Bundesrats müssen sich Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, nicht mehr in Quarantäne begeben. Das gilt auch für frisch doppelt Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt. Alle anderen Kontaktpersonen müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich aber nach sieben Tagen freitesten.

Bislang musste sich jeder bei einem Corona-Verdacht oder einer tatsächlichen Infektion auch ohne Anordnung eines Gesundheitsamts in Isolierung oder Quarantäne begeben. Bei einem positiven PCR-Test galt die Isolierung grundsätzlich 14 Tage und konnte bei Ungeimpften auch nicht verkürzt werden. Haushaltsangehörige, die nicht geimpft oder genesen sind, mussten für zehn Tage in Quarantäne, konnten sich aber nach fünf beziehungsweise sieben Tagen freitesten.

Ebenfalls von Samstag an gilt im öffentlichen Nahverkehr eine verschärfte Maskenpflicht. In Hamburg müssen dann alle ab 14 Jahren in Bussen und Bahnen, auf Fähren, in Taxen und in MOIA-Fahrzeugen eine FFP2-Maske tragen. Medizinische Masken sind dann nur noch bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren zulässig. Kleinere Kinder sind ganz von der Maskenpflicht befreit. Bisher gab es in Hamburg nur eine Empfehlung zum Tragen der FFP2-Masken im ÖPNV, der aber nach Angaben der Verkehrsbehörde bereits 70 Prozent der Fahrgäste gefolgt seien.

Das waren die News am 14. Januar

Corona: Gute und schlechte Nachrichten aus Schleswig-Holstein

19.58 Uhr: Während die Sieben-Tages-Inzidenz in Schleswig-Holstein am Freitag leicht gesunken ist, gibt es in den Krankenhäusern mehr Corona-Patienten. Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ging am Freitag auf 658,4 zurück – von 664,3 am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen, stieg von 3,78 auf 4,26. In den Krankenhäusern lagen 263 an Covid-19 erkrankte Patienten, 13 mehr als am Vortag.

Binnen eines Tages wurden 3409 Corona-Neuinfektionen gemeldet – das waren weniger als am Vortag und auch als genau eine Woche zuvor. Am Freitag vergangener Woche hatte die Zahl bei 3463 gelegen. Im Vergleich mit den übrigen Bundesländern liegt Schleswig-Holstein bei der Sieben-Tage-Inzidenz laut dem Robert Koch-Institut nun an vierter Stelle hinter Bremen, Berlin und Hamburg.

58 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt (+1) und 44 von ihnen beatmet (+3). Sechs weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion – deutlich mehr als an den vergangenen Tagen. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg auf 1915.

Kiel hat nun die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Land – sie liegt bei 909,6. Danach folgen Lübeck mit 896,0 und Segeberg mit 892,8. Die niedrigste Inzidenz in Schleswig-Holstein hat weiter der Kreis Stormarn mit 348,6.

Mehr als 2000 Menschen bei Mahnwache in Niedersachsen

19.02 Uhr: Zahlreiche Menschen sind in der Innenstadt von Hannover zu einer Mahnwache für Zusammenhalt in der Corona-Pandemie zusammenkommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren am Freitagnachmittag mehr als 2000 Menschen vor Ort. Mehrere Organisationen hatten zu der Mahnwache aufgerufen. Besondere Vorkommnisse oder Gegendemonstrationen habe es zunächst nicht gegeben.

Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Hannover, Lars Kelich, hatte vor der Versammlung in einer Mitteilung gesagt: „Mit der Mahnwache stellt Hannover sich nicht nur gegen Faschismus und Rechtsextremismus, es stellt sich vor allem an die Seite der Betroffenen, der Angehörigen und an die Seite aller Beschäftigten im Gesundheitswesen, die für unsere Gesundheit ihre eigene riskieren.“

1138 neue Coronafälle in MV – Hospitalisierungsinzidenz steigt wieder

18.45 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern steigt weiter – und auch die Hospitalisierungsinzidenz hat zugelegt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg um 5,2 Punkte auf 430,6, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Freitag mitteilte. Die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner ging seit längerem erstmals nicht zurück, sondern stieg um 0,3 Punkte auf 5,9. Am Freitag wurden 1138 neue Infektionen gezählt, nach 1053 eine Woche zuvor.

Trotz der gestiegenen Hospitalisierungsinzidenz gelten ab Samstag Lockerungen, da der Wert am Donnerstag den fünften Tag in Folge unter der Schwelle von 9 gelegen hatte. Auch am Freitag lag die Zahl wie schon am Vortag unter der Marke von 6, weshalb die Stufenkarte des Lagus schon den zweiten Tag in Folge landesweit gelb eingefärbt ist. Bliebe das so, würde am nächsten Donnerstag weiter gelockert.

Im Bundesvergleich hat Mecklenburg-Vorpommern bei der Sieben-Tage-Inzidenz den zehnthöchsten Wert. Im Bundesschnitt liegt diese bei 470,6. Sowohl im benachbarten Hamburg und in Schleswig-Holstein als auch in Brandenburg liegen die Inzidenzen jedoch mit bis zu 665 deutlich höher (Robert Koch-Institut/Freitagmorgen).

Mehr als die Hälfte in Schleswig-Holstein mit Auffrischungsimpfung

17.10 Uhr: In Schleswig-Holstein hat inzwischen mehr als jeder Zweite eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Quote lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag (8 Uhr) bei 50,7 Prozent. Dabei beträgt die Quote in der Altersgruppe 60 und älter 76,5 Prozent. Bei den 18- bis 59-Jährigen haben 50,4 Prozent eine Auffrischungsimpfung erhalten und bei den zwölf- bis- 17-Jährigen sind es 10,5 Prozent.

Schleswig-Holstein verzeichnet aktuell den zweithöchsten Wert bei Auffrischungsimpfungen in Deutschland nach dem Saarland mit 54,8 Prozent. Bundesweit gibt das RKI einen Wert von 45,9 Prozent an.
Vollständig geimpft sind nach RKI-Angaben im nördlichsten Bundesland 77,0 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine Impfung haben 78,6 Prozent erhalten.

Sozialsenatorin Leonhard: Wer eine Booster-Impfung möchte, kann sie bekommen

16.12 Uhr: „Wer eine Auffrischungsimpfung erhalten möchte, kann sie bekommen“, sagte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag in einem Pressegespräch. Sowohl bei Ärzten als auch bei städtischen Angeboten seien die Kapazitäten nicht ausgelastet. Wer heute einen Termin brauche, könne ihn sofort online buchen oder in einem städtischen Impfangebote je nach Auslastung mit entsprechender Wartezeit bekommen. Bisher hätten mehr als zwei Drittel, der über 60-Jährigen eine Booster-Impfung bekommen sowie auch die Hälfte der Erwachsenen. Die Sozialbehörde gehe aber von einer höheren Quote in Hamburg aus, da mit Nachmeldungen zu rechnen sei.

Eilantrag abgelehnt! Hamburger Querdenken-Demo darf nicht stattfinden

15.25 Uhr: Nachdem die Stadt Hamburg eine für Samstag geplante Querdenker-Demo aus Infektionsschutzgründen verboten hatte, stellte die Anmelderin der Demo einen Eilantrag gegen das Versammlungsverbot beim Verwaltungsgericht. Das Gericht teilte am Freitagnachmittag mit, dass der Eilantrag abgelehnt wurde.

„Angesichts einer angemeldeten Teilnehmeranzahl von 11.000 und einer prognostizierten Anzahl von 10.000 bis 15.000 besteht im Hinblick auf die derzeitige hohe Infektionszahl in Hamburg ein hohes Risiko für ein großes Ausbruchsgeschehen innerhalb einer solch großen Personenansammlung“, hieß es in der Begründung. Weiterhin bestünden „hinreichend konkrete und belastbare“ Anhaltspunkte, dass eine Vielzahl der Teilnehmenden die Maskenpflicht und Abstände nicht einhalten würde. Ein gezieltes Vorgehen der Polizei sei in diesem Rahmen kaum möglich.

Eine Aufteilung der Demo, eine stationäre Versammlung oder Verringerung der Teilnehmerzahl sei nicht möglich, da die Antragstellerin im Vorfeld ihre Kooperationsbereitschaft eingestellt habe.

Hamburgs Sozialsenatorin: „Lockdown ist nicht das, was wir brauchen“

13.15 Uhr: Trotz neuer Höchstwerte in Hamburg plant der Senat keine deutliche Verschärfung der Maßnahmen. „Ich glaube im Moment nicht, dass der Lockdown das ist, was wir brauchen“, sagte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag in einem Pressegespräch. In den Niederlanden habe man mit einem Lockdown gegen Omikron nicht den durchschlagenden Erfolg gehabt. „Ich glaube wir müssen mit der Lage so zurechtkommen, wie es jetzt ist“, so Leonhard. Ein Lockdown sei aufgrund fehlender bundesrechtlicher Grundlagen auch derzeit gar nicht möglich.

Leonhard sprach von einer „extrem dynamischen Phase“ in der Pandemie. Durch Omikron hätten sich die Vorstellungen von den Infektionszahlen noch einmal „dramatisch verschoben“. „Alles was wir wissen über Omikron ist, dass es sich sehr erfolgreich verbreitet (…), sodass die explodierenden Fallzahlen damit zu tun haben, dass das Virus sich bei uns schon durchgesetzt hat.“ Das Gute an der Variante sei, „dass wir bei Geimpften nur relativ wenig symptomatische Verläufe sehen“.

Neue Quarantäneregeln gelten in Hamburg ab Samstag

13.03 Uhr: Die neuen Quarantäneregeln, die der Bundesrat am Freitagvormittag verabschiedet hat, sollen auch in Hamburg voraussichtlich ab Samstag gelten. „Es ist rechtlich auf den Weg gebracht, dass es ab dem Kalendertag morgen gelten kann“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag in einem Pressegespräch „Wir werden es eins zu eins so umsetzen wie der Bund es jetzt auf den Weg gebracht hat.“

Hier sei man sich auch mit den Nachbarbundesländern einig. Die geänderten Regeln gelten dann für alle – auch jene, die schon in Quarantäne sind. Die MOPO hat die aktuellen und neuen Regeln hier aufgelistet. Mit der neuen Verordnung wird auch die FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr in Kraft gesetzt.

Neue Höchstwerte: Hamburgs Inzidenz steigt auf fast 900

12.06 Uhr: Das sind erneut Höchstwerte: Hamburgs Gesundheitsbehörde meldete am Freitag 3841 weitere Corona-Fälle. Mehr hatte es binnen 24 Stunden noch nie in der Hansestadt gegeben. Erst gestern waren mit 3764 Infektionen erstmals mehr als 3000 Fälle an einem Tag verzeichnet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit nochmals auf nun 897,8; ebenfalls ein neuer (Negativ-)Rekord. Am Donnerstag hatte sie noch bei 801,8; am Freitag vor einer Woche bei 556,5 gelegen. Ab einer Inzidenz von 1000 könnte es in den Hamburger Kliniken kritisch werden, hatte UKE-Intensiv-Chef Stefan Kluge zuletzt gesagt (M+). Womöglich wurde der Wert auch längst überschritten: Die Behörde weist seit einer Woche darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Fälle und damit auch die tatsächliche Inzidenz bereits höher sein dürften als angegeben. Gründe seien der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, Labore und Ämter sind überlastet.

Laut RKI gab es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona (Stand: 13. Januar). Die Gesamtzahl der Todesfälle in Hamburg liegt bei 2038.

430 Menschen mit Covid19-Erkrankung liegen derzeit in Hamburgs Krankenhäusern (+19 im Vergleich zum Vortag), 77 davon auf einer Intensivstation (-1; Stand: 13. Januar). Vor einer Woche wurden 316 Menschen in den Krankenhäusern behandelt, 71 davon waren Intensivpatienten.

Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

11.02 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus legt in Niedersachsen weiter deutlich zu. Die Inzidenz lag am Freitag nach Angaben der Landesregierung bei 380,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche – am Vortag betrug dieser Wert noch 362,6. Landesweit wurden laut Robert-Koch-Institut 6457 neue Covid-19-Fälle gezählt, 22 weitere Todesfälle kamen hinzu.

Zentraler Indikator zur Bewertung der Lage im Land ist die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden – er blieb wie am Vortag bei 4,7. Die landesweite Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten sank von 6,5 auf 6,3 Prozent.

Bremer Inzidenz jetzt bei mehr als 1400

10.23 Uhr: Die Ansteckungsrate im Bundesland Bremen steigt wegen der Omikron-Welle des Coronavirus immer weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies für Freitag (Stand 3.20 Uhr) eine Inzidenz von 1427,2 für das kleinste Bundesland aus. Am Vortag hatte der Wert bei 1349,2 gelegen. Berechnet wird, wie viele gemeldete Neuinfektionen es auf 100.000 Menschen in einer Woche gibt. Die Bremer Inzidenz lag weit vor dem zweithöchsten Wert in Berlin (949,8). Deutschlandweit betrug die Sieben-Tages-Inzidenz am Freitag. 470,6.

Nach RKI-Angaben gab es im Bundesland Bremen 1741 bestätigte neue Ansteckungen. Mit 4 weiteren Todesfällen stieg die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 618 Tote.

In dem Zwei-Städte-Staat ist die Stadt Bremen besonders betroffen. Dem Bremer Gesundheitsressort zufolge lag die Sieben-Tages-Inzidenz der Infektionen in der Stadt bei 1533,6 (Stand Donnerstag 16.00 Uhr). Die Hospitalisierungsinzidenz sank leicht auf 15,18 (Vortag 15,7) – so viele von 100.000 Einwohnern sind binnen einer Woche mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Auch Hamburg boostert Jugendliche

9.41 Uhr: Auch Hamburg setzt die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) um und möchte Auffrischimpfungen für Kinder von 12 bis 17 Jahren anbieten. Ab heute könnten sich Jugendliche in den offenen Impfangeboten der Stadt ihren Booster abholen, teilte Staatsrat und Chef der Senatskanzlei Jan Pörksen (SPD) im Verfassungsausschuss mit. Das berichtete Hansjörg Schmidt (SPD) auf Twitter.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Stiko empfehle eine sogenannte Boosterimpfung für diese Altersgruppe mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer „in der altersentsprechenden Dosierung“ und mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung.

Nachfrage nach Corona-Impfungen für Kinder wächst

7.43 Uhr: Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren in Niedersachsen ist jüngst gestiegen. Wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover sagte, stieg die Quote der geimpften Kinder in dieser Altersgruppe von 10,7 Prozent am Montag auf 12,1 Prozent am Donnerstag. Das Angebot für Impfungen ist demnach ausreichend, aber regional unterschiedlich groß.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung derzeit für Fünf- bis Elfjährige, die wegen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Außerdem wird die Impfung empfohlen, wenn Angehörige oder andere Kontaktpersonen der Kinder ein hohes Risiko haben, etwa weil sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Auch wenn es keine allgemeine Impfempfehlung für die Altersgruppe fünf bis elf Jahre gibt, weist die Stiko darauf hin, dass die Impfung auf Wunsch der Kinder, der Eltern oder Sorgeberechtigten nach ärztlicher Aufklärung erfolgen kann.

Aus Sicht des Gesundheitsressorts in Hannover würde eine allgemeine Impfempfehlung für Fünf- bis Elfjährige dazu führen, dass mehr Ärztinnen und Ärzte als bisher Kinder dieser Altersgruppe impfen und sich mehr Eltern für eine Impfung ihrer Kinder entscheiden würden. Ob es eine solche Empfehlung geben wird, ist allerdings unklar.

Hier können sich 12- bis 17-Jährige ab heute boostern lassen

6.57 Uhr: Die Auffrischungsimpfung für die 12- bis 17-Jährigen ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese nach der vorläufigen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) bereits ab Freitag möglich. „Das ist eine wichtige, auf wissenschaftlicher Grundlage basierende Entscheidungshilfe für Eltern und Jugendliche”, sagte Drese am Donnerstag in Schwerin. Auch bei Jugendlichen lasse der Impfschutz besonders für die Omikron-Variante nach einigen Monaten nach. Eltern können demnach sowohl per Telefon als auch ab Freitag über das Online-Tool Impftermine für ihre Kinder vereinbaren.

Zuvor hatte das Robert Koch-Institut (RKI) mitgeteilt, die Stiko empfehle eine sogenannte Boosterimpfung für diese Altersgruppe mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer „in der altersentsprechenden Dosierung” und mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen – ist also noch keine endgültige Empfehlung.

Das waren die News am 13. Januar

4317 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein – Inzidenz: 664,3

21 Uhr: Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen war am Donnerstag in Schleswig-Holstein so hoch wie noch nie: Sie lag bei 4317 – nach 3739 am Mittwoch und 3470 am Donnerstag vor einer Woche, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel auf ihrer Internetseite hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auch weiter. Sie erreichte am Donnerstag den Wert von 664,3. Am Vortag hatte die Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 655,4 betragen, am Donnerstag vor einer Woche 458,0. Im Vergleich mit den übrigen Bundesländern liegt Schleswig-Holstein bei der Sieben-Tage-Inzidenz laut dem Robert Koch-Institut weiter an dritter Stelle hinter Bremen und Berlin.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen, stieg von 3,54 auf 3,78. In den Krankenhäusern lagen 250 an Covid-19 erkrankte Patienten, 5 weniger als am Vortag. 57 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt (-1) und unverändert 41 von ihnen beatmet. Ein weiterer Mensch starb im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion, so dass die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 1909 stieg.

Nachdem lange Lübeck an der Spitze stand, hat nun der Kreis Segeberg die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Land – sie lag bei 959,7. In Lübeck sank sie binnen eines Tages von 1009,5 auf 876,7. Beim bundesweiten Vergleich der Inzidenzwerte der Landkreise vom Mittwoch, der am Donnerstagmorgen vom Robert Koch-Institut veröffentlicht wurde, lag Lübeck auf Platz 6 – hinter der Stadt Bremen sowie mehreren Berliner Bezirken. Die niedrigste Inzidenz in Schleswig-Holstein hatte weiter der Kreis Stormarn mit 392,7.

Meck-Pomm: Inzidenz steigt – dennoch gelockerte Regeln ab Samstag

19.20 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg um 5,7 Punkte auf 426,2, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Donnerstag mitteilte. Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner – ging hingegen weiter zurück; um 0,5 Punkte auf 5,6. Am Donnerstag wurden 1291 neue Infektionen gezählt, nach 1191 eine Woche zuvor.

Die Hospitalisierungsinzidenz befindet sich nun schon den fünften Tag in Folge unter der Schwelle von 9, damit ist auch die gewichtete Stufenkarte des Lagus landesweit entsprechend nicht mehr rot gefärbt. War sie in den letzten vier Tagen Orange, wechselte sie am Donnerstag sogar auf Gelb. Laut der Corona-Landesverordnung gelten damit ab Samstag die gelockerten Regeln der Ampelstufe orange. Am Wochenende können also unter anderem Kinos, Theater, Freizeitparks, Museen und die Innenbereiche von Zoos wieder öffnen. Dort dürfen dann erneut Gäste empfangen werden, die geimpft oder genesen sind und einen aktuellen negativen Schnelltest vorweisen können (2G plus).

Wer schon eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, ist von dieser Testpflicht ausgenommen. Im bundesweiten Vergleich hatte Mecklenburg-Vorpommern bei der Sieben-Tage-Inzidenz den siebthöchsten Wert nach Bremen, Berlin, Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg und Hessen (Robert Koch-Institut/Donnerstagmorgen). Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte zeigte die Ampel am Mittwoch für Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim Gelb, für Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Schwerin Orange; der Landkreis und die Hansestadt Rostock sowie die Mecklenburgische Seenplatte waren Rot eingefärbt.

Nach Lagus-Angaben befanden sich am Donnerstag 284 Covid-Patienten in Kliniken, 14 weniger als am Vortag. Ihre Zahl auf Intensivstationen lag bei 91, das waren 2 mehr als am Mittwoch. Es wurden 7 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, womit sich die Gesamtzahl im Land auf 1557 erhöhte. Bei den Impfungen geht es nach wie vor nur langsam voran: Laut Robert Koch-Institut sind 72,7 Prozent der Menschen im Nordosten mindestens einmal geimpft. Über eine Grundimmunisierung nach zwei Impfungen verfügen 70,9 Prozent. 42,4 Prozent der Bevölkerung haben demnach auch eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Zahl der Corona-Fälle an den Schulen im Nordosten steigt

17.40 Uhr: Nach der Verdoppelung am Vortag haben die aktiven Infektionsfälle in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns weiter zugenommen. Am Donnerstag habe es 341 davon unter Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften gegeben, teilte das Bildungsministerium in Schwerin auf Basis von Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) mit. Am Vortag waren es 314 aktive Infektionen.

Insgesamt seien weiterhin fast ein Viertel der Schulen im Nordosten von Corona-Infektionen betroffen. Die Zahl der von Quarantänemaßnahmen betroffenen Schüler hat sich mit 0,91 Prozent der Gesamtschülerzahlen im Vergleich zum Vortag auf niedrigem Niveau verdoppelt.

Unter den Schülern mit einer aktiven Corona-Infektion am Donnerstag waren dem Lagus zufolge 262 sogenannte Indexfälle – also Infektionen, die in die Schulen getragen wurden – und 66 daraus resultierende Folgefälle. Bei den Lehrkräften waren es am Mittwoch 10 Index- und drei Folgefälle. Während die Indexfälle den Daten zufolge im Vergleich zu Mittwoch nahezu unverändert blieben, ist die Zahl der Folgeinfektionen zuletzt prozentual deutlich gestiegen.

Restaurants schließen wegen Corona – Dehoga spricht von „Lockdown“

15.34 Uhr: Angesichts vieler coronabedingter Restaurantschließungen in Hamburg spricht der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) von einem „Lockdown“ für die Branche. Die Schließungen seien vor dem Hintergrund der seit Montag geltenden schärferen 2G-Plus-Regel und der „ständigen negativen Aussagen der Politik zu Restaurantbesuchen“ zu sehen, sagte der Vizepräsident des Dehoga Hamburg, Niklaus Kaiser von Rosenburg, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Tatsächlich führe die Verlagerung von Kontakten in den privaten Bereich aber zu mehr Infektionen. Die Branche werde von der Politik „als Hebelarm zu Durchsetzung der Impf- und Booster-Kampagne missbraucht“, sagte er.

Die wirtschaftlichen Folgen seien dramatisch. „Buchungen in Hotels und Gastronomien brechen massiv weg. Im Grunde ein Lockdown für unsere Branche.“ Wer sein Lokal offen halte, tue dies oft, „um die Mitarbeiter zu halten und nicht, weil er betriebswirtschaftlich sinnvoll arbeiten kann“.

Kaiser von Rosenburg forderte schnell Rechtssicherheit bezüglich der Überbrückungshilfe IV und des Kurzarbeitergeldes bei freiwilliger Schließung auch über den Januar hinaus. „Hier darf es für unsere Branche nicht zu zeitaufwendigen Einzelprüfungen kommen, die die Auszahlung von Geldern über Monate verzögert.“

Zudem forderte er für die niedrigeren Lohnsegmente eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, um den Fachkräftemangel nicht durch weitere Abwanderung zu verstärken. Die wiederholten Sonderopfer von Kultur und Tourismus für die Allgemeinwirtschaft und Gesellschaft müssten auch durch besondere Hilfen für diese Bereiche beantwortet werden.

Hamburg: Demo gegen Corona-Maßnahmen wird verboten

13.29 Uhr: Die für Samstag geplante Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen durch die Hamburger Innenstadt wird nach MOPO-Informationen aus Infektionsschutzgründen von der Stadt verboten. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage solle eine Demonstration in dieser Größenordnung nicht stattfinden.

Am vergangenen Wochenende hatten in Hamburg fast 14.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Theoretisch hätte die Stadt eine kleinere oder stationäre Demonstration wohl erlaubt, aber die Anmelderin habe die Kooperation zuletzt verweigert. Die geplanten Gegendemonstrationen können aber wie geplant stattfinden, da sie weitaus kleiner wären.

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Zahl der Neuinfektionen in Hamburg erreicht dramatischen Höchststand

11.54 Uhr: Hamburgs Corona-Lage verschärft sich weiter, die Zahl der neuen Corona-Fälle hat einen neuen, dramatischen Höchststand erreicht: 3764 neue Fälle wurden heute gemeldet. Gestern waren es 2590 neue Fälle, am vergangenen Donnerstag 2264.

Auch die Inzidenz klettert weiter: Heute liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bei 801,8. Zum Vergleich: Gestern lag der Wert bei 723,0, am vergangenen Donnerstag bei 533,1.

Laut RKI gab es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona (Stand: 12. Januar). Die Gesamtzahl der Todesfälle in Hamburg liegt bei 2036.

411  Menschen mit Covid19-Erkrankung liegen derzeit in Hamburgs Krankenhäusern, 78 davon auf einer Intensivstation (Stand: 12. Januar). Vor einer Woche wurden 288 Menschen in den Krankenhäusern behandelt, 68 davon waren Intensivpatienten.

Starker Anstieg der Corona-Inzidenz in Niedersachsen auf 362,6

10.47 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen steigt weiter rasant an. 7120 neue Ansteckungen wurden am Dienstag gemeldet, die Inzidenz lag am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung bei 362,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 337,1. Auch die Werte zur Messung schwerer Verläufe, die eine Krankenhausbehandlung nötig machen, stiegen.

Der Indikator für die Hospitalisierung, der angibt, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden, legte von 4,6 auf 4,7 leicht zu. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten stieg von 6,4 auf 6,5 Prozent, lag damit aber noch deutlich unter den Werten zum Jahreswechsel.

Das Robert Koch-Institut wies rund 77.800 weitere Impfungen im Vergleich zum Vortag aus. Davon entfielen 78 Prozent auf die Booster genannten Auffrischungsimpfungen. Insgesamt ist damit rund jeder zweite Niedersachse mittlerweile geboostert (49,6 Prozent) – eine höhere Booster-Impfquote weist nur das Saarland aus.

Kultusminister: Keine Prüfungsnachteile wegen Corona

7.44 Uhr: Schüler:innen sollen sich auch in diesem Corona-Schuljahr keine Sorgen um ihre Abschlüsse machen müssen. Die Abschlüsse und Abschlussprüfungen 2022 seien denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig und würden gegenseitig anerkannt, erklären die Kultusminister:innen in einem gemeinsamen Beschluss. Diese Vereinbarung hatten sie auch in den beiden Vorjahren bereits getroffen.

„Dies schafft Planungssicherheit für alle, die in diesem Jahr Prüfungen ablegen werden und für die Lehrkräfte, die auf die Prüfungen vorbereiten“, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und schleswig-holsteinische Bildungsministerin, Karin Prien (CDU). „Wir gehen davon aus, dass die Abiturprüfungen sowie die Abschlussprüfungen der beruflichen Schulen auch im Jahr 2022 unter Beachtung der dann möglicherweise geltenden Hygieneregelungen wie geplant stattfinden werden.“ In Rheinland-Pfalz haben die Abiturprüfungen bereits begonnen.

Auch in diesem Jahr können die Länder laut KMK-Beschluss wieder verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Schülern angesichts der anhaltenden Ausnahmesituation entgegenzukommen: Das können nach hinten geschobene Prüfungstermine sein oder weniger Klassenarbeiten und Klausuren, um Lernzeit zu gewinnen. Auch die Dauer von Prüfungen kann verlängert werden, damit Schülerinnen und Schüler mehr Zeit zum Lösen der Aufgaben haben. Prien hatte für ihr Bundesland Schleswig-Holstein beispielsweise angekündigt, dass beim Mittleren Abschluss eine von drei schriftlichen Prüfungen abgewählt und stattdessen eine mündliche Prüfung absolviert werden kann.

Mehr Personalausfälle bei Universitätskliniken im Nordosten

6.51 Uhr: Nach Angaben einiger Kliniken im Nordosten ist zuletzt die Zahl der Personalausfälle etwa wegen angeordneter Corona-Quarantänen gewachsen. Die Zahl derer, die wegen Quarantänen ihrer Kinder ausfallen, steige derzeit wieder, erklärte ein Sprecher der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) der Deutschen Presse-Agentur. Man nehme aktuell vermehrte Personalausfälle wahr, hieß es auch von der Universitätsmedizin Rostock (UMR).

Aber nicht nur die Universitätskliniken sind betroffen. „Es sind bereits die ersten Ausfälle beim Personal zu verzeichnen, meist aufgrund infizierter Kita- und Schulkinder, die zu Hause betreut werden müssen“, teilte auch Melanie Jäckel mit, Pandemiebeauftragte und Leitende Krankenhaushygienikerin am Klinikum Südstadt Rostock. Man müsse inzwischen mehrfach in der Woche die Personalsituation überprüfen und gegebenenfalls umstrukturieren. „Angesichts der Omikron-Welle ist eher mit einer Zuspitzung der Versorgungslage zu rechnen.“ Nach zwei Jahren Pandemie sei man aber bestens vorbereitet.

Der Krisenstab der UMR rechnet in den kommenden zwei Wochen für den Nordosten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner von über 1000. Man hoffe aber auf keinen oder nur einen geringen Anstieg der Covid-Patienten wegen deutlich milderer Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante des Coronavirus. Derzeit sei die Lage einigermaßen stabil. „Aber das sind natürlich immer nur Momentaufnahmen“, hieß es.

Die UMR kann nach eigenen Angaben erste Bereiche von Normalstationen, die zwischenzeitlich für Covid-Patienten genutzt wurden, wieder in einen Normalbetrieb nehmen. Die internistische Intensivstation sei aber regelmäßig zu 100 oder mehr Prozent ausgelastet. Sechs von zehn dortigen Covid-Patienten wurden den Angaben zufolge Mitte der Woche aufwendig mit einer externen Herz-Lungen-Maschine beatmet. „Wir gehen auch in den kommenden Wochen von hohen Patientenzahlen aus.“

Das waren die News am 13. Januar 2022:

Wegen Corona: Hamburger Kult-Lokal im Stadtpark droht das Aus

20.55 Uhr: Ob für Partys, Hochzeitsfeiern oder Public-Viewing: Das Landhaus Walter mit seinem riesigen Biergarten ist seit Jahrzehnten eine sehr gern gebuchte Location und gilt als wahre Institution im Hamburger Stadtpark. Doch seit Corona steckt das beliebte Ausflugslokal in Schwierigkeiten: Der Umsatz brach durch den Lockdown im vergangenen Jahr um 75 Prozent ein, deshalb läuft zurzeit ein Schutzschirmverfahren bei der Betreibergesellschaft, der Landhaus Walter oHG. Dies berichtet der NDR.

So ein Verfahren wird auch als Insolvenzverfahren in Eigenregie bezeichnet. Damit soll versucht werden, das Kult-Lokal zu sanieren und wieder auf wirtschaftlich tragfähige Beine zu stellen, bevor es eine tatsächliche Insolvenz gibt. Die Eigentümer und ein zusätzlich beauftragter Rechtsanwalt seien laut Bericht auf der Suche nach Investoren, die sich am Landhaus Walter beteiligen wollen. Das Lokal selbst ist zurzeit geschlossen.

3739 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein – Inzidenz bei 655,4

20.18 Uhr: In Schleswig-Holstein sind Mittwoch 3739 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – und damit deutlich weniger als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf 655,4 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Am Vortag hatte sie bei 633,9 gelegen; am Mittwoch vergangener Woche noch bei 405,4. Im Bundesländervergleich hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut weiter den dritthöchsten Wert – nach Bremen und Berlin.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen – stieg von 3,37 auf 3,54. In den Krankenhäusern lagen 255 an Covid-19 erkrankte Patienten – also 4 mehr als am Vortag. 58 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt (-2), 41 von ihnen wurden beatmet (-3). Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion, so dass die Gesamtzahl der Toten auf 1908 stieg.

In Lübeck sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 1009,5, die Stadt hat aber weiterhin den höchsten Wert im Land. Beim bundesweiten Vergleich der Inzidenzwerte der Landkreise vom Dienstag, der am Mittwochmorgen vom Robert Koch-Institut veröffentlicht wurde, lag Lübeck auf Platz 4 – hinter der Stadt Bremen sowie den Berliner Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln.

Bei der von der Landesmeldestelle veröffentlichten Rangfolge für Schleswig-Holstein folgen auf Lübeck nun Segeberg (905,7) und Dithmarschen (836,8). Die niedrigste Inzidenz hatte weiter Stormarn mit 386,5.

Inzidenzen sinken in Mecklenburg-Vorpommern – 1355 Neuinfektionen

18.20 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sinken die wichtigen Corona-Inzidenzzahlen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Mittwoch mitteilte, sank die Sieben-Tage-Inzidenz um 4,6 Punkte auf 421,0. Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner – ging um 1,2 Punkte auf nunmehr 6,1 zurück. Am Mittwoch wurden 1355 neue Infektionen registriert.

Trotzdem bleibt die Corona-Ampelwarnstufe weiter auf Rot, nachdem am Samstag die Hospitalisierungsinzidenz drei Tage bei Werten über 9 lag. Seit Montag sind deshalb Clubs, Kinos oder Schwimm- und Spaßbädern geschlossen. Diese strenge Regelung gilt für fünf Tage. Wenn der Wert wieder 9 unterschreitet, werden die Beschränkungen aufgehoben. Nach Lagus-Angaben befanden sich am Mittwoch 298 Covid-Patienten in Kliniken, 16 weniger als am Vortag. Ihre Zahl auf Intensivstationen lag bei 89, das waren 3 weniger als am Vortag. Es wurden 6 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, womit sich die Gesamtzahl im Land auf 1530 erhöhte.

Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte zeigte die Ampel am Mittwoch für Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim Gelb, für Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Schwerin Orange; der Landkreis und die Hansestadt Rostock sowie die Mecklenburgische Seenplatte waren Rot eingefärbt.

Wenig Fortschritte gibt es weiterhin bei den Impfzahlen: Es sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts weiter 72,6 Prozent der Menschen im Nordosten mindestens einmal geimpft. Über eine Grundimmunisierung nach zwei Impfungen verfügen 70,8 Prozent, was eine Zunahme gegenüber Dienstag um 0,1 Prozentpunkte bedeutet. 41,5 Prozent der Bevölkerung haben demnach auch eine Auffrischungsimpfung erhalten – entsprechend einer Zunahme um 0,9 Punkte. Mit diesen Werten liegt der Nordosten weiter unter dem Bundesdurchschnitt.

Meck-Pomm: Zahl der Corona-Fälle in Schulen ist sprunghaft gestiegen

17.22 Uhr: Die aktiven Infektionsfälle in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns haben sich binnen 24 Stunden mehr als verdoppelt. Am Mittwoch habe es 314 davon unter Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften gegeben, teilte das Bildungsministerium in Schwerin auf Basis von Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) mit. Am Vortag waren es nur 139 aktive Infektionen. Insgesamt seien nun fast ein Viertel der Schulen im Nordosten von Corona-Infektionen betroffen, von Quarantänemaßnahmen hingegen nur 0,45 Prozent der Schülerschaft.

Unter den Schülern mit einer aktiven Corona-Infektion am Mittwoch waren dem Lagus zufolge 263 sogenannte Indexfälle, also Infektionen die in die Schulen getragen wurden und 40 daraus resultierende Folgefälle. Bei den Lehrkräften waren es am Mittwoch 10 Indexfälle und ein Folgefall.

Schleswig-Holstein lässt Luca-Lizenz auslaufen

16.45 Uhr: In Schleswig-Holstein wird die Lizenz für die Luca-App nicht verlängert. Die Entscheidung zur Kündigung mit Wirkung zum März sei vor allem deshalb gefallen, weil die Corona-Landesverordnung seit September 2021 keine Pflicht mehr zur Erhebung der Kontaktdaten beinhaltet, wie eine Sprecherin des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Da sich dies – entgegen anderslautender Anregungen von unserer Seite, zum Beispiel mit Blick auf Veranstaltungen und Gastronomie – nicht geändert hat, besteht kein Grund, an Luca festzuhalten.“ Über die Entscheidung berichtet auch die „Neue Osnabrücker Zeitung“.

Die Luca-App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen. Die Anwendung ist seit Monaten Gegenstand einer öffentlichen Kontroverse. Zuletzt entzündete sich die Kritik an einem Vorfall in Mainz. Dort hatte die Polizei gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei der Suche nach Zeugen eines tödlichen Sturzes in einer Gaststätte auf Daten aus der Luca-App zurückgegriffen. Danach hatten einzelne Politiker öffentlich dazu aufgerufen, die Luca-App von den mobilen Telefonen zu löschen, und die Bundesländer aufgefordert, auslaufende Verträge mit dem Anbieter nicht zu verlängern.

Der Rapper Smudo hat die Luca-App gegen Vorwürfe von Netzpolitikern der Grünen und der FDP verteidigt. Für deren Aufruf, die App zu deinstallieren, habe er kein Verständnis, sagte der Künstler der „Bild“. Smudo hat die App mitentwickelt, um seiner Band und anderen Künstlern in der Corona-Pandemie wieder Auftritte zu ermöglichen. Der Sänger ist an der Betreibergesellschaft der Luca-App wirtschaftlich beteiligt.

Kassenärztliche Vereinigung: Debatte um schleppendes Impftempo fernab der Realität

14.55 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg hat den Vorwurf einer „angeblich schleppenden Impfkampagne in der Hansestadt“ zurückgewiesen, der gerade in Politik und Medien verbreitet werde. „Die Debatten koppeln sich von der Realität ab“, sagte der KV-Vorsitzende Walter Plassmann. Die niedergelassenen Ärzte und die Teams der Behörde würden „in demselben hohen Tempo wie vor den Feiertagen“ weiterimpfen.

Den Angaben zufolge wurden in der vergangenen Woche knapp 67.000 Impfungen in Arztpraxen verabreicht. In den ersten beiden Tagen dieser Woche seien über 25.000 hinzugekommen. Jeweils rund zehn Prozent davon seien Erst- und Zweitimpfungen. Mehr als 62 Prozent der über 60-Jährigen hätten schon ihren Booster erhalten.

Plassmann wies auch darauf hin, dass das aktuelle Impftempo den Praxen massive Mehrbelastungen abfordere. Impfaktionen durchzuführen, bringe einen immensen Aufwand mit sich. Dies treffe die Praxen auch noch im Winter, in dem regelhaft der größte Patientenandrang im Jahr herrsche. Die Belastung vor allem der Medizinischen Fachangestellten stünde denen ihre Kolleginnen in den Krankenhäusern in nichts nach.

Vor diesem Hintergrund sei das nach wie vor hohe Tempo der Impfkampagne in Hamburg besonders bemerkenswert. Ergänzend teilte Plassmann mit, dass die KV Hamburg in direktem Austausch mit dem Robert Koch-Institut eine mögliche Datenlücke zwischen den gemeldeten und den tatsächlichen Impfungen schließen wolle. Hochrechnungen der KV hatten ergeben, dass die Hamburger Impfquote um etwa zwei bis drei Prozentpunkte höher sein müsste als die ausgewiesenen Zahlen. „Das tatsächliche Ergebnis werden wir in den nächsten Wochen sehen“, so Plassmann.

2590 Neuinfektionen in Hamburg – Rekordinzidenz: 723

12.03 Uhr Hamburg meldet am Mittwoch 2590 Neuinfektionen (das sind rund 550 mehr als gestern), die Inzidenz klettert auf den neuen Rekordwert von 723 (gestern: 690,2). Möglicherweise ist die Inzidenz noch viel höher: Durch die explodierenden Fallzahlen kommen die Behörden mit den Meldungen kaum hinterher. „Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlichen Fälle und damit auch die tatsächliche Inzidenz höher sind als angegeben“, erklärte der Sprecher der Gesundheitsbehörde vor wenigen Tagen gegenüber der MOPO.

In den Krankenhäusern werden 397 Menschen mit Covid behandelt, davon nach Angaben der Gesundheitsbehörde 86 auf Intensivstationen, diese Zahl bleibt seit Tagen relativ stabil. Das stündlich aktualisierte Intensivbetten-Register Divi meldet für Mittwochmittag 81 Intensivpatienten, davon 44 beatmet. Die Zahl der Todesopfer: 2034 (Stand Dienstag).

Neue Corona-Verordnung: Das gilt ab heute im Nordosten

11.54 Uhr Mecklenburg-Vorpommern hält an seinen vergleichsweise strengen Corona-Schutzmaßnahmen fest, gewährt aber Lockerungen für Menschen mit einer Auffrischungsimpfung. Von Mittwoch an entfällt für diese Personen beim Besuch von Gaststätten, Fitnessstudios oder anderen Einrichtungen, für die die 2G-plus-Regel gilt, die Testpflicht generell. „Das ist eine Erleichterung für alle, die geboostert sind“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin.

Bislang galt in Mecklenburg-Vorpommern eine Frist von 14 Tagen nach der dritten Impfung. Die 2G-plus-Regel besagt, dass Zugang nur Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test haben oder eben mit der Auffrischungsimpfung.

Schwesig erneuerte angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante ihren Appell, sich gegen Corona impfen zu lassen: „Umso mehr geimpft und geboostert sind, umso mehr Lockerungsmöglichkeiten gibt es eben auch”, betonte sie.

Nach Angaben Schwesigs wurden in der Corona-Landesverordnung, die ab Mittwoch gilt, auch die Quarantänevorschriften neu gefasst. Für Infizierte wurde die Quarantänezeit von 14 auf zehn Tage verkürzt. Die Absonderungsfristen für Kontaktpersonen werden vom Bund geregelt. Die Isolierungszeiten sollen verkürzt werden, damit wichtige Infrastrukturen bei einer rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante nicht zusammenbrechen. Als gefährdet gelten neben Krankenhäusern auch Energie- und Wasserversorgung.

Niedersachsen mit Inzidenz von 337,1

10 Uhr: In Niedersachsen bleibt die Infektionsdynamik in der Corona-Pandemie hoch. Nach Angaben der Landesregierung stieg die Sieben-Tage-Inzidenz bis Mittwochmorgen auf 337,1. Tags zuvor hatte der Wert noch bei 322,4 gelegen. Er gibt an, wie viele Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gerechnet im Verlauf der vergangenen Woche hinzukamen. Laut Robert Koch-Institut wurden in Niedersachsen zuletzt 5871 zusätzliche Ansteckungen mit dem Covid-19-Erreger sowie 21 Todesfälle registriert – auch dies ist noch einmal eine deutliche Steigerung gegenüber dem Stand vom Dienstag.

Zentraler politischer Indikator zur Bewertung der Lage im Land ist die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Sie misst die Neuaufnahmen von Corona-Patienten in Kliniken über die Spanne der zurückliegenden sieben Tage, ebenfalls bezogen auf 100.000 Menschen. Auch hier zeigte sich am Mittwoch keine Entspannung, zumindest jedoch stieg der Wert von 4,6 gegenüber dem Vortag nicht weiter an. Leicht zurück ging der Anteil der mit Covid-19-Kranken belegten Intensivbetten: Er sank von landesweit 6,5 Prozent auf nunmehr 6,4 Prozent.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Ausnahmen gelten für Menschen mit einer Auffrischungsimpfung und unter 18-Jährige.

So viele Covid-Patienten kommen nicht aus Hamburg

9.36 Uhr: Die Auslastung der Hamburger Krankenhäuser steigt im Rahmen der vierten Corona-Welle. In 21 Hamburger Kliniken werden laut Angaben der Sozialbehörde aktuell 366 Patienten mit einer Coronavirus-Infektion stationär behandelt. 84 von ihnen befinden sich auf der Intensivstation. Nicht alle der in den Krankenhäusern liegenden Patienten kommen auch aus Hamburg: Wie die Behörde weiter mitteilt, haben 17 Prozent der aktuell in Behandlung befindlichen Corona-Patienten ihren Wohnsitz nicht in der Hansestadt (Stand 5. Januar). Außerdem stammen 10 Prozent der Intensivpatienten nicht aus Hamburg.

Fast jeder vierte PCR-Test ist mittlerweile positiv

7.36 Uhr In Hamburg lassen sich immer mehr Menschen per PCR auf das Corona-Virus testen – und der Anteil der positiven Testergebnisse ist inzwischen erschreckend hoch. In der vergangenen Woche wurden täglich 23.800 PCR-Tests durchgeführt und im Labor ausgewertet. Fast ein Viertel davon (24 Prozent) war positiv. Das teilte die Sozialbehörde mit.

Das waren die Meldungen am Dienstag, den 11. Januar 2022:

Mehr als 4000 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein – Inzidenz von 633

21.10 Uhr: Die Omikron-Welle nimmt an Fahrt auf: In Schleswig-Holstein sind am Dienstag mehr als 4000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – so viele wie noch nie. Die Zahl stieg von 3440 am Montag auf 4113, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf 633 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Zum Vergleich: Am Dienstag vor vier Wochen (14. Dezember) lag sie noch bei knapp 161 – und die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 955.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen – stieg deutlich: von 2,89 auf 3,37. In den Krankenhäusern lagen 251 an Covid-19 erkrankte Patienten – also 14 mehr als am Vortag. 60 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt (+3), 44 (+6) von ihnen wurden beatmet. Drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion, so dass die Gesamtzahl der Toten auf 1906 stieg.

In Lübeck stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 1071,6. Beim bundesweiten Vergleich der Inzidenzwerte der Landkreise vom Montag, der am Dienstagmorgen vom Robert Koch-Institut veröffentlicht wurde, lag Lübeck weiter auf Platz 3 hinter der Stadt Bremen und dem Bezirk Berlin-Neukölln. Im Bundesländervergleich ist Schleswig-Holstein auf Platz 3 hinter Bremen und Berlin. Bei der von der Landesmeldestelle veröffentlichten Rangfolge für Schleswig-Holstein folgen auf Lübeck weiterhin Kiel (844,3) und Dithmarschen (796,2). Die niedrigste Inzidenz hatte Stormarn mit 391,4.

So viele Omikron-Fälle gibt es mittlerweile in Hamburg

19.10 Uhr: Seit dem gestrigen Tag sind laut RKI insgesamt 232 Omikron-Fälle in Hamburg dazugekommen. Die Gesamtzahl liegt damit bei 5905. 5355 (plus 226) der Fälle wurden mittels variantenspezifischer PCR erkannt (sog. „Verdachtsfälle“), bei 550 (plus 6) wurde Omikron bereits durch eine Sequenzierung bestätigt.

Die Sozialbehörde in Hamburg geht davon aus, dass Omikron in Hamburg dominiert. „Es ist davon auszugehen, dass die Omikron-Variante B.1.1.529 in Hamburg mittlerweile bei mehr als 90 Prozent aller Infektionsfälle zugrunde liegt und damit die dominante Variante darstellt“, so Sprecher Martin Helfrich.

Bundesweit werden seit der 46. Kalenderwoche, in der die Variante erstmals in Deutschland auftrat, 101.009 Infektionen Omikron zugeordnet.

An diesen Orten wird in Hamburg am meisten geimpft

18.15 Uhr: Laut Angaben der Sozialbehörde haben bis zum 11. Januar rund 1.479.500 Personen in Hamburg wenigstens eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Momentan läuft die Booster-Kampagne: So hätten insgesamt 39,2 Prozent der Hamburger den Impfschutz bisher aufgefrischt. Bei den über 18-Jährigen liegt die Quote etwas höher: Bei 46,8 Prozent.

Insgesamt wurden in der vergangenen Woche den Angaben zufolge 113.205 Impfungen durchgeführt – 85 Prozent davon waren Booster-Impfungen. Das Gros der Menschen holte sich den Piks in Arztpraxen ab (63 Prozent). 34 Prozent der Impfungen fand über die städtischen Impfangebote statt, 3 Prozent über betriebsmedizinische Angebote

Hohe Zahl von Neuinfektionenen in Meck-Pomm – Inzidenz steigt

17.55 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag 1746 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren gut drei Mal so viele wie am Montag und 141 mehr als am Dienstag der Vorwoche, wie aus den Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hervorging. Der Dienstag ist in aller Regel der Wochentag mit den höchsten Fallzahlen, weil zu Wochenbeginn mehr getestet wird und oft noch Nachmeldungen eingehen. Die Sieben-Tage-Inzidenz nahm leicht zu und erreichte 426 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In der Vorwoche hatte sie bei knapp 318 gelegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die Werte aber nur bedingt vergleichbar, da während und kurz nach den Feiertagen die Test- und Meldeaktivitäten geringer waren.

Nach Angaben des Landesamtes befanden sich am Dienstag 314 Covid-Patienten in Kliniken – 5 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen lag bei 92. Das waren 4 mehr als am Vortag. Es wurden 9 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit die Gesamtzahl im Land auf 1544 stieg.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde mit 7,3 angegeben. Sie unterschritt damit erneut die kritische Marke von 9,0, die maßgeblich dafür ist, dass die Corona-Ampel in diesem Bereich auf Rot springt und zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich macht. Bleibt der Wert fünf Tage in Folge auf der niedrigeren Stufe Orange, können Lockerungen gewährt werden. Erst am Montag waren landesweit wieder schärfere Regeln wirksam geworden. Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte zeigte die Ampel am Donnerstag für Nordwestmecklenburg Gelb, für Ludwigslust-Parchim, Schwerin und Rostock Orange.

72,6 Prozent der Menschen im Nordosten sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mindestens einmal geimpft. Über eine Grundimmunisierung nach zwei Impfungen verfügen 70,7 Prozent. 40,6 Prozent der Bevölkerung haben demnach auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Mit diesen Werten liegt der Nordosten weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt.

Inzidenz von Geimpften und Ungeimpften: Tschentscher äußert sich zu Daten-Chaos

16.10 Uhr: Hamburg hatte im vergangenen Jahr die Inzidenzen der Geimpften und Ungeimpften erfasst, wobei als „ungeimpft“ auch Personen eingeordnet worden waren, deren Impfstatus unbekannt war. Diese „Datenpanne“ habe man im Nachgang analysiert, so Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag im Rathaus.
Tschentscher erklärte, die Stadt habe feststellen wollen, wo es zu Impfdurchbrüchen kam. Daher wurden alle Neuinfektionen mit Impfung abgehakt und alle anderen zunächst automatisch als „Nicht-Geimpft“ erfasst. Plötzlich sei die Lage eskaliert und man habe die Fälle nicht mehr korrekt aufarbeiten können.

„Am Ende war die Auswertung grob falsch“, so Tschentscher. Dies beruhte auf einem Großteil an nicht ausgewerteten Fällen. „Wir haben erst im Nachhinein erkannt, dass dieses Detail grob falsch war und das rückwirkend aufgearbeitet“, so Tschentscher. „Was bleibt, ist, dass es aus dem Ablauf der Eskalation der Fälle entstanden ist.“ Dies könne aber nicht genutzt werden, um zu sagen, dass alle Entscheidungen falsch waren. Auf Grundlage dieser Daten seien keine Entscheidungen gefallen.

Tschentscher äußert sich zu Corona-Demos

14.40 Uhr: „Ich freue mich über jeden, der nicht protestiert und versteht, warum wir das tun müssen, was wir tun“, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstag im Rathaus. Es sei allerdings nicht zu erwarten, dass alle derselben Meinung sind. „Was wir erleben, ist normal für eine demokratische Gesellschaft“, so Tschentscher weiter. Man müsse ermöglichen, dass man diese Meinung in geordneten Bahnen kundtut.
Trotzdem sei es eine Sorge, dass „der Konflikt härter wird“. Ebenfalls müsse man aufpassen, dass die Demos nicht von Rechtsradikalen instrumentalisiert werden. Der Großteil der Menschen in Deutschland sei jedoch für die Impfung, betonte der Bürgermeister. „Über 90 Prozent der Erwachsenen sind geimpft, das ist eine Volksabstimmung über die Impfung, die sehr überzeugend ist.“

Tschentscher spricht von „letzter Welle“: Lockdown soll vermieden werden

12.45 Uhr: „Wir sehen eine anstrengende Situation in den Krankenhäusern, aber eine mäßige Belastung“, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag im Rathaus. Dies sei nicht wie bei vorherigen Wellen. Deshalb werde man auch „keinen Lockdown“ veranlassen. In den nächsten Wochen und wahrscheinlich bis ins Frühjahr werde Hamburg mit vielen Neuinfektionen zu kämpfen haben, aber bei einem entsprechenden Impfschutz sei die hohe Inzidenz händelbar. „Ich hoffe, dass wir im Frühjahr bei besseren saisonalen Bedingungen und zunehmender Impfquote diese hoffentlich letzte Welle überstehen und nach einer entsprechenden Beratung im Bundestag voraussichtlich eine Impfpflicht bekommen“, so Tschentscher.

Keine Wende: Inzidenz in Hamburg steigt weiter stark an

11.57 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz klettert weiter und weiter: Am heutigen Dienstag liegt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen bei 690,2. Zum Vergleich: Gestern lag die Inzidenz bei 659,7 am vergangenen Dienstag bei 463,3. Insgesamt wurden 2048 neue Fälle gemeldet. Gestern waren es 1898, am vergangenen Dienstag 1468.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona steigt laut Robert-Koch-Institut um zwei und liegt jetzt bei insgesamt 2032 (Stand: 10. Januar).

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Dienstagmittag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 86 Covid-19-Patienten behandelt, 46 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden (Stand 11.1.). Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt Stand Montag mit 366 an, davon 84 auf Intensivstationen.

Theater in Hamburg mit 2G+: Ticketverkäufe brechen drastisch ein

11.05 Uhr: Nach Einführung der 2G+-Regeln sind die Ticketverkäufe in einigen Hamburger Theatern dramatisch zurückgegangen. Deshalb werde beispielsweise das St. Pauli Theater ab der kommenden Woche den Betrieb bis Februar teilweise runterfahren, sagte Theaterchef Thomas Collien dem Radiosender NDR 90,3. „Es wird immer schwieriger, das ist klar. Irgendwann muss man auch einsehen: Wenn die Darsteller und die Mitwirkenden mehr sind als die Zuschauer, muss man auch mal sagen, es macht so keinen Sinn“, sagte Collien. Auch andere private Bühnen überlegten, ob sie weitermachen und wenn ja wie. Staatliche Theater und Privat-Theater mit großem Abonnenten-Stamm sähen die Lage etwas gelassener.

Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

10.35 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen bleibt angespannt: Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 322,4 nach 308,6 am Vortag, wie die Landesregierung auf ihrer Internet-Seite zur Pandemie-Lage mitteilte. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag wurden in Niedersachsen 3267 Neuinfektionen sowie 10 weitere Covid-19-Todesfälle innerhalb eines Tages registriert.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen veränderte sich nicht und blieb bei 4,6. Dieser Wert beschreibt, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Ausnahmen gelten für Menschen mit einer Auffrischungsimpfung und unter 18-Jährige.

Corona-Ausbruch nach Party auf Sylt – Gäste mit falschen Impfpässen?

7.40 Uhr: Im Fall eines Corona-Ausbruchs nach einer Party auf Sylt ermittelt die Polizei, ob mehrere Besucher gefälschte Impfpässe hatten. „Die Ermittlungen zum Fall laufen“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Flensburg, Christian Kartheus, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es geht demnach um den Verdacht, dass bis zu drei Besucher einer Weihnachtsparty in Kampen sich mit gefälschten Corona-Impfpässen Zutritt verschafft haben.

Seit der Party an Heiligabend gibt es auf der Nordseeinsel zahlreiche Corona-Infektionen, mehr als 570 Sylterinnen und Sylter befinden sich nach diesem Bericht in Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf Sylt mittlerweile über 1500. Der Landkreis Nordfriesland geht nach eigenen Angaben davon aus, dass viele der Erkrankungen auf die Weihnachtsfeier zurückzuführen sind.

Das waren die Corona-News vom 10. Januar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 587,3 – 3440 Neuinfektionen

22.05 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Montag auf 587,3 gestiegen – von 529,5 am Vortag. In Lübeck kletterte sie über den Wert 1000. Binnen 24 Stunden wurden in Schleswig-Holstein weitere 3440 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, sank von 3,13 auf 2,89.

Allerdings wurden seit Sonntag fünf weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1903.

Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, lag bei 237. Von Freitag bis Sonntag waren je 212 Patienten gemeldet worden. Auf Intensivstationen wurden 57 Covid-19-Schwerkranke betreut (+4), 43 von ihnen werden beatmet.

Nach Schulstart: Behörde kann keine Infektionszahlen von Schülern nennen

20.47 Uhr: Zum Schulstart mussten sich Hamburger Schüler:innen in der vergangenen Woche an allen drei Schultagen testen. Wie die Ergebnisse ausgefallen sind, weiß die zuständige Schulbehörde aber nicht.

Auf Nachfrage der MOPO bei der Behörde, wie die aktuellen Infektionszahlen an den Schulen aussehen, gab es folgende Antwort: „Aufgrund der Weihnachtsferien und des späten Schulbeginns liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine auswertbaren Daten vor“, sagte Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde am Montag. Eine eher vage Aussage, konkret ist wohl gemeint: Es dauert aktuell in Hamburg einfach zu lange, bis bestätigte PCR-Ergebnisse vorliegen. Es gelingt derzeit kaum noch, alle Corona-Fälle in der Stadt zu erfassen.

Genannt wurden lediglich die allgemeinen Zahlen für Hamburg: In der Woche vom 27. Dezember 2021 bis zum 2. Januar 2022 wurden vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) bei den 5–9-Jährigen 445 Infektionen und in der Altersgruppe von 10–19 Jahren 1.058 Infektionen gemeldet.

Landtag beschließt epidemische Lage in Schleswig-Holstein

18.20 Uhr: Der Landtag in Kiel hat am Montag weitere Schritte gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das Parlament stellte in einer Sondersitzung die epidemische Lage im Land fest, um etwa rechtssicher Diskotheken schließen zu können. Gaststätten sollen von 23.00 bis 5.00 Uhr dichtmachen. Dies ist ab Mittwoch vorgesehen. Die Koalitionsfraktionen von CDU, Grüne und FDP hatten sich mit SPD und SSW auf einen Antrag verständigt. Um den Plenarsaal nicht zu sehr zu füllen, tagte das Parlament geteilt in drei Sälen.

Das Infektionsgeschehen sei wegen der Dominanz der ansteckenderen Omikron-Variante sehr dynamisch, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) in einer Regierungserklärung. „Wir müssen uns auch in den kommenden Tagen – möglicherweise Wochen – auf weiter steigende Zahlen einstellen.“ Die Lage sei ernst. „Uns allen stehen erneut schwierige und herausfordernde Wochen bevor.“ Garg befürwortete klar die zügige Einführung einer zumindest temporären allgemeinen Impfpflicht.

Garg vertrat Regierungschef Daniel Günther (CDU), der wegen Kontakts zu einer infizierten Person aus seinem Arbeitsumfeld im Hotel in Quarantäne ist. Der Norden gehört jetzt zu den Bundesländern mit den höchsten Corona-Zahlen, nachdem er lange die niedrigsten hatte. Weihnachtspartys in Diskotheken und Clubs trugen wesentlich zur Verbreitung des Virus bei. Inzwischen nannte Günther den Verzicht auf Schließungen schon zu Weihnachten einen Fehler. Erst ab 28. Dezember galt in Discos Maskenpflicht. Außerdem wurde die Kapazität begrenzt.

20 weitere Corona-Todesfälle in Meck-Pomm registriert

18.03 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat am Montag deutlich mehr Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet als in den Tagen zuvor. Den Angaben zufolge wurden 20 neue Fälle für Mecklenburg-Vorpommern registriert. Der bisherige Höchststand der binnen eines Tages neu gemeldeten Todesfälle liegt laut Lagus bei 27 am 8. Februar des vergangenen Jahres. Bei den täglich veröffentlichten Zahlen können Nachmeldungen eine Rolle spielen. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurde mit 1535 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen sank zum Wochenanfang minimal um 0,2 auf 419,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 284,3. Das Lagus meldete 486 Neuinfektionen; am Montag vor einer Woche waren es den Angaben zufolge 464.

Hamburger Schulbehörde: „Aufhebung der Präsenzpflicht kann sinnvoll sein“

17.30 Uhr: Die Hamburger Schulbehörde schließt eine Aufhebung der Präsenzpflicht offensichtlich nicht aus. „Wenn sich Inzidenz, R-Wert & Hospitalisierungsrate besorgniserregend verändern, kann die erneute Aufhebung der Präsenzpflicht sinnvoll sein“, heißt es in einem aktuellen Tweet der Behörde.

Nur, was gilt als „besorgniserregend“? Auf MOPO-Nachfrage sagt Behördensprecher Peter Albrecht: „Die Schulbehörde beobachtet die Lage an Hamburgs Schulen fortlaufend, bewertet die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen und prüft, ob weitere Maßnahmen sinnvoll erscheinen.“

Wann dies genau passieren soll, bleibt vage. An bestimmte Inzidenzen, R-Werte oder Hospitalisierungsraten sei die Entscheidung nicht gebunden. Falls es zu Anpassungen komme, werde man unmittelbar informieren.

Auswertung von Corona-Tests verzögert Beginn der Landtagssitzung

16.33 Uhr: Die Sondersitzung des Landtags in Kiel zur Corona-Lage ist am Montagnachmittag um eine Stunde verschoben worden. Als Grund gab eine Sprecherin an, die Auswertung der PCR-Tests durch ein Labor dauere noch an. Vor Parlamentssitzungen können sich im Landeshaus Politiker, Mitarbeiter und auch Journalisten auf das Virus testen lassen. Als neue Startzeit wurde 15 Uhr angegeben. Der Landtag will die epidemische Lage für das Land feststellen, um zum Beispiel Clubs und Diskotheken schließen zu können. Gaststätten sollen von 23 bis 5 Uhr dichtmachen.

Uni Hamburg stellt wieder von 2G auf 3G um

15.40 Uhr: Die Universität Hamburg stellt ab sofort wieder auf das „3G“-Modell um. Wer gegen Corona geimpft, vom Virus genesen oder negativ getestet ist, kann an Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Am 6. Dezember hatte die Uni eigentlich auf 2G umgestellt, den Campus also nur für Geimpfte und Genesene ermöglicht. Jetzt kehre man zu 3G zurück, erklärte Uni-Präsident Dieter Lenzen in einem Rundschreiben.

Grund sei die neue Eindämmungsverordnung des Hamburger Senats. „Auf diese Weise werden die Hochschulen gezwungen, sich zwischen dem 3G-Modell für den Zugang sowie künftig nur noch dem 2G+-Zugangsmodell zu entscheiden“, heißt es in dem Schreiben. „Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die meisten Studierenden bereits eine Boosterimpfung erhalten haben, hat sich die erweiterte Hochschulleitung vorerst gegen das 2G+-Zugangsmodell entschieden.“

Kontrolliert werden die jeweiligen Nachweise mit Hilfe des „Campus Pass“, alle Informationen dazu finden Studierende auch hier.

1898 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 659,7

11.55 Uhr: Nach einem Rückgang am Sonntag sind die Corona-Zahlen in Hamburg zu Beginn der neuen Woche wieder kräftig gestiegen: Am Montag sind 1898 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 1196 mehr als am Sonntag, und 916 mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg dadurch wieder deutlich: Der Wert lag bei nun 659,7 (Vortag: 611,6; Vorwoche: 440,3) – das ist ein neuer Negativ-Rekord.

Die Behörde hatte darauf hingewiesen, dass die gemeldeten Fälle der bislang verarbeiteten Fallanzahl entsprechen. Dementsprechend müsse weiter von einer höheren Fallzahl ausgegangen werden. „Der Grund hierfür ist der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, welches zu einer teilweise späteren Meldung von Befunden durch die Labore sowie zu einer teilweise verzögerten Bearbeitung an den übermittelnden Stellen führt“, hieß es.

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Montag mit 5,34 (+1,62) an. Bundesweit stieg sie von 3,15 auf 3,37. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 7. Januar 328 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 73 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Montag 85 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 2030 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 9. Januar). Binnen eines Tages wurde ein weiterer Todesfall erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 156.906 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 126.900 als genesen.

1.478.811 Menschen (79,8 Prozent) haben in Hamburg bis einschließlich Sonntag eine Impfung erhalten, 1.436.320 auch eine zweite (77,5 Prozent) und 712.480 eine Auffrischimpfung (38,5 Prozent).

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen weiter

10.52 Uhr: Nach wie vor gibt es keine Entspannung bei der Corona-Lage in Niedersachsen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 308,6. Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Am Sonntag lag der Wert bei 296,0. Die Zahl der registrierten neuen Ansteckungen stieg um 1552. Weitere Todesfälle mit oder an einer Corona-Infektion gab es aber nicht.

Auch der Indikator für die Krankenhausaufnahmen stieg weiter an – er kletterte nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums von 4,5 am Wochenende auf 4,6 am Montag. Dieser Wert zeigt, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten nahm ebenfalls von 6,8 auf 6,9 Prozent zu.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Bei privaten Treffen dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Im Bundesland Bremen ging die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Montag auf 1028,0 zurück, nachdem sie am Sonntag den Wert von 1032,6 erreicht hatte. Nach wie vor ist Bremen damit Spitzenreiter bei den Inzidenzen unter den Bundesländern. Im Vergleich zum Vortag wurden dort 465 neue Ansteckungen gemeldet. Weitere Todesfälle gab es nicht.

Verband: Corona-Einschränkungen sorgen für mehr Mieter-Konflikte

9.45 Uhr: Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie führen inzwischen zu mehr und schärferen Konflikten unter Mietern. Das hat eine Umfrage des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) unter seinen Wohnungsgesellschaften ergeben, wie der Verband am Montag mitteilte. Wurden früher vor allem kleine Alltagsprobleme gemeldet, so spielten inzwischen Lärmprobleme mit Nachbarn eine deutlich größere Rolle. Vermieter sähen unter anderem das „deutlich häufigere Zuhause sein“ als einen Grund dafür an.

„Die Menschen haben genug von Lockdown, Quarantäne und Einschränkungen und fühlen sich frustriert“, erläuterte VNW-Direktor Andreas Breitner. Den Mietern scheine die Decke auf den Kopf zu fallen. Die Unzufriedenheit bekämen zuerst Nachbarn und dann Vermieter zu spüren. Der VNW vertritt nach eigenen Angaben rund 400 Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie verwalten laut Verband mehr als 680.000 Wohnungen, in denen rund 1,5 Millionen Menschen leben. An der Umfrage waren mehr als 60 Firmen beteiligt.

Einige berichteten von „zunehmend verhärteten Fronten“ zwischen Nachbarn oder Mietern. Die Pandemie verschärfe bestehende Konflikte und steigere Unzufriedenheit und Ungeduld bei den Bewohnern. Hinzu komme, dass wegen der Beschränkungen auch Schlichtungsgespräche schwieriger möglich sind.

In Hamburg gilt bei den Corona-Regeln nun weitgehend 2G-Plus

7.55 Uhr: Weite Teile des gesellschaftlichen Lebens in Hamburg unterliegen angesichts weiter rasant steigender Corona-Zahlen jetzt den 2G-Plus-Regeln. Damit dürfen seit Montag Menschen mit einer Grundimmunisierung sowie Genesene zahlreiche Bereiche nur noch dann betreten, wenn sie zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen. Davon ausgenommen sind nur Hamburger, die bereits eine Auffrischungsimpfung oder einen gleichwertigen Schutz vor der Pandemie haben. Ungeimpfte sind schon seit dem 20. November 2021 fast vollständig vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.

Die 2G-Plus-Regeln gelten laut einem Senatsbeschluss vom 4. Januar unter anderem in der Gastronomie, in Freizeiteinrichtungen, bei allgemeinen Veranstaltungen, touristischen Stadt- und Hafenrundfahrten sowie in kulturellen Einrichtungen wie Theatern, Konzerthäusern, Kinos und der Oper. Ebenfalls betroffen sind Messen, Volksfeste, Spielhallen, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Seniorentreffs sowie körpernahe Dienstleistungen. Ausgenommen sind Friseure, Angebote der Fußpflege, Museen, Bücherhallen, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten sowie der gesamte Einzelhandel.

Einschnitte gibt es auch im Sport. So müssen im Profisport die Begegnungen etwa in der Fußballbundesliga wieder als Geisterspiele ohne Publikum abgehalten werden. Bislang hatte es eine vom Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz abweichende Ausnahmeregelung gegeben. Im Amateurbereich dürfen Sportveranstaltungen im Freien künftig wie alle anderen Großveranstaltungen nur noch vor maximal 1000 Zuschauern stattfinden. In Sporthallen gilt – wie bei anderen Indoor-Veranstaltungen auch – eine Obergrenze von 200 Zuschauern.

Die Gesundheitsbehörde hatte Ende vergangener Woche noch einmal präzisiert, wer von der Testpflicht befreit ist.

Im Nordosten gilt jetzt Corona-Ampelstufe Rot

7.30 Uhr: Von Montag gilt in ganz Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Ampelstufe Rot. Laut Gesundheitsministerium müssen dann unter anderem Clubs, Discos, Kinos, Schwimm- und Spaßbäder sowie Innenbereiche von Zoos und botanischen Gärten geschlossen bleiben. Es dürfen auch keine Veranstaltungen mehr mit Zuschauern stattfinden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen je 100.000 Einwohner und Woche hatte am Samstag den dritten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 9 gelegen. Da spielt es laut Corona-Verordnung auch keine Rolle, dass am Sonntag wieder ein Wert von 8,9 ermittelt wurde. Erst wenn der Wert fünf Tage unter die Marke 9 rutscht, werden die Beschränkungen wieder aufgehoben.

Wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sagte, sie gehe davon aus, dass spätestens am Dienstag, wenn die Testroutine und die Auswertung nach dem Wochenende einsetze, der Wert voraussichtlich wieder stark ansteigen werde.

Weiterhin bleiben Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene nur mit maximal zehn Personen erlaubt. Das gelte für innen und außen. Dabei zählen Kinder bis 14 Jahre nicht mit. Auch die Beschränkung für Zusammenkünfte, an denen Ungeimpfte beteiligt sind, bleibt bestehen. Es dürfen sich nur ein Haushalt und zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen, maximal jedoch 10 Personen.

Das waren die Corona-News am 9. Januar:

Binnen einer Woche: Inzidenz im Norden hat sich mehr als verdoppelt

21.28 Uhr: Schleswig-Holstein hat heute 764 neue Corona-Fälle gemeldet – weniger als am Samstag (1200 neue Fälle), aber mehr als am vergangenen Sonntag (633 Neuinfektionen). Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zum Vortag leicht auf 529,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen (Samstag: 536,8). Im Vergleich zur Vorwoche (Inzidenz: 244,3) hat sich der Wert allerdings mehr als verdoppelt.

212 Menschen mit Covid19-Erkrankung liegen derzeit in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern, 53 davon auf einer Intensivstation. 39 Patient:innen müssen beatmet werden.

Noch eine Million Euro für den Hamburger Sport?

19.44 Uhr: SPD und Grüne wollen gemeinnützigen Sportvereine und bestimmte Lizenzspielerabteilungen mit einer weiteren Million Euro dabei fördern, Schutz- und Hygienemaßnahmen gegen das Coronavirus umzusetzen. Seit November 2020 hatte die Regierung den Hamburger Sport bereits mit einer Million Euro für die Corona-Maßnahmen unterstützt. Diese Mittel sind den Angaben zufolge seit Dezember 2021 aufgebraucht.

„Corona breitet sich jedoch nach wie vor rasant aus, durch die neue Omikron-Variante sogar in bisher unbekanntem Ausmaß“, sagte dazu Maryam Blumenthal (Grüne). „Dadurch hat sich der Bedarf an Schutz- und Hygienemaßnahmen ebenso erhöht wie der Aufwand für ihre Einhaltung.“ Die Lage im Sport sei weiterhin angespannt. „Unser Ziel ist es, den Sport auch künftig so zu unterstützen, dass er den Betrieb unter Einhaltung aller notwendiger Regeln aufrechterhalten kann.“ Auch Juliane Timmermann (SPD) erklärte, die Hilfen für Hygiene- und Schutzbedarf seien passgenau und werden gebraucht.

Seit Pandemiebeginn sei der Sport in Hamburg mit zusätzlichen 30 Millionen Euro unterstützt worden, so Timmermann. Über zehn Millionen Euro wurden explizit für direkte Pandemie-Hilfen bereitgestellt. „Dieses Geld ist gut investiert, denn es trägt dazu bei, dass wir gemeinsam aus der Krise kommen und der Sport in Hamburg leistungsfähig und attraktiv bleibt“, sagt sie. Am 19. Januar wird die Bürgerschaft über den Antrag der Regierungsfraktionen abstimmen.

MeckPomm: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 420

17.53 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock gab die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 420,0 an, am Freitag lag der Wert noch bei 389,4, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Sonntag mitteilte. Am Samstag waren 655 und am Sonntag 392 Neuinfektionen hinzugekommen.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – sank auf 8,9 und damit wieder unter die kritische 9,0-Marke. Diese Marke ist maßgeblich dafür, dass die Corona-Ampelstufe auf rot springt. Da am Samstag der Schwellenwert den dritten Tag in Folge über 9 gelegen hatte, wird das im gesamten Land Auswirkungen haben. Clubs, Discos, Kinos, Schwimm- und Spaßbäder oder Innenbereiche von Zoos und botanischen Gärten müssen schließen.

Den Angaben zufolge befanden sich am Sonntag 317 Covid-Patienten in Kliniken. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sank auf 88. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorbenen Menschen wurde unverändert mit 1515 angegeben.

Omikron: Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

16.01 Uhr: Aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante bereiten sich die Krankenhäuser sicherheitshalber auf einen Anstieg von Corona-Erkrankten vor. „Vorrangiges Ziel ist es, während der bevorstehenden Omikron-Welle jederzeit ausreichende Kapazitäten und Personal zur Patientenversorgung vorhalten zu können”, teilte der Sprecher der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft mit. „Es ist aktuell schwer einzuschätzen, welche konkreten Auswirkungen die Ausbreitung der Omikron-Variante in den kommenden Wochen auf die Belastung der Krankenhäuser haben wird.”

Demnach sind verschiedene Szenarien möglich: So könnte die hohe Verbreitungsgeschwindigkeit von Omikron zu einer steigenden Zahl von Corona-Patienten in den Kliniken führen und den Druck auf das Gesundheitssystem deutlich erhöhen. Bestenfalls könnte die neue Variante aber auch dazu führen, dass die Belastung der Intensivstationen sinkt – etwa, wenn die neue Variante insgesamt zu milderen Krankheitsverläufen als bei der Delta-Variante führt.

Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten in den Kliniken ist dem Sprecher zufolge derzeit hoch. Das Personal müsse schnellstmöglich von bürokratischen Aufgaben entlastet werden, so der Sprecher.

Corona-Lage in Niedersachsen weiter angespannt – Höchstwert in Bremen

13.30 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen in Niedersachsen weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen lag am Sonntag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 296 – so viele Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wurden gemeldet. Am Samstag hatte der Wert bei 269,3 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen erhöhte sich um 3115. Ein weiterer Mensch starb mit oder an einer Corona-Infektion.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen lag wie am Samstag bei 4,5. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten und -Patientinnen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg in Niedersachsen von 6,6 Prozent auf 6,8 Prozent, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite mitteilte.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Bei privaten Treffen dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Im Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Sonntag bei 1032,6 – nach RKI-Angaben hat kein anderes Bundesland solch einen hohen Wert. Im Vergleich zum Vortag wurden dort 746 neue Ansteckungen gemeldet, weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden nicht registriert.

Behörde: Corona-Inzidenz in Hamburg wohl höher als angegeben

12.10 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag nach Angaben der Gesundheitsbehörde 702 neu nachgewiesene Corona-Infektionen hinzugekommen. Erstmals versah die Behörde die Angabe aber mit dem Hinweis, dass von einer höheren Fallzahl ausgegangen werden müsse. „Der Grund hierfür ist der schnelle Anstieg und das hohe Fallaufkommen, welches zu einer teilweise späteren Meldung von Befunden durch die Labore sowie zu einer teilweise verzögerten Bearbeitung an den übermittelnden Stellen führt.“ Deshalb sei auch von einer höheren Sieben-Tage-Inzidenz auszugehen als angegeben.

Die Zahl neu registrierter Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank am Sonntag auf 611,6. Am Samstag lag sie bei 629,1, vor einer Woche noch bei 406,9. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen in der Hansestadt stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) um 4 auf 2029. Insgesamt haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 155.008 Menschen infiziert; 126.200 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Sonntag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 575,2 an, für ganz Deutschland einen Wert von 362,7.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Sonntagvormittag (Stand 11.45 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 80 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag; 45 von ihnen mussten invasiv beatmet werden, 2 mehr als am Samstag. Die Gesundheitsbehörde hatte die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt zuletzt mit Stand Freitag mit 328 angegeben.

Zahlen zur Hospitalisierungsinzidenz werden vom RKI an Wochenenden nicht gemeldet. Am Freitag lag die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche in Hamburg bei 3,40, bundesweit bei 3,15. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

Ärzte-Chef mit dringendem Appell an Hamburger

10.08 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie zögern viele Menschen nach Worten der Ärztekammer Hamburg Untersuchungen möglichst lange hinaus. Das sei beunruhigend, sagte Kammerpräsident Pedram Emami der Deutschen Presse-Agentur. „Erstsymptome werden von manchen Patientinnen oder Patienten länger toleriert. Kollegen sind häufiger mit Fällen konfrontiert, die in einem fortgeschrittenen Stadium sind.” Auch Vorsorgeuntersuchungen würden oft verschoben. Werde beispielsweise eine Krebserkrankung später erkannt, sei die Prognose schlechter.

Konkrete Zahlen, wie viele Untersuchungen in der Hansestadt wegen der Pandemie nicht wahrgenommen werden, liegen der Ärztekammer Hamburg zwar nicht vor, sagte der 51-Jährige. Untersuchungen verschiedener Krankenkassen scheinen seinen Worten zufolge diese Beobachtung aber zu bestätigen.

Emami appellierte an die Hamburgerinnen und Hamburger, nicht aus Angst vor einer Corona-Infektion auf wichtige Untersuchungen zu verzichten. „Immer wenn man unsicher ist, ob man eine Untersuchung dringend machen muss oder nicht, sollte man lieber eine Ärztin oder einen Arzt fragen, bevor man für sich entscheidet, das nicht zu machen”, sagte der Neurochirurg im Universitätsklinikum-Eppendorf (UKE). „Alle Praxen und alle Krankenhäuser halten hygienische Regeln ein. Man muss nicht die Sorge haben, dass man am Ende mit einer Covid-Erkrankung nach Hause kommt.”

Die Ärztekammer Hamburg hat den Angaben zufolge mehr als 18.000 Mitglieder.

Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 536,8 – 1200 Neuinfektionen

9.45 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Samstag auf 536,8 geklettert – nach 526,5 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden weitere 1200 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also 2263 weniger als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, wurde unverändert mit 3,13 angegeben. Auch die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, lag weiterhin bei 212. Auf Intensivstationen wurden 53 Covid-19-Schwerkranke betreut, 39 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie lag laut Robert Koch-Institut unverändert bei 1898.

Im Vergleich der Städte und Kreise wurde bei der Sieben-Tage-Inzidenz für Lübeck der Spitzenwert mit 891,8 angegeben. In Dithmarschen sank er leicht von 796,2 am Vortag auf 722,7, danach folgt Kiel mit 695,9. Den niedrigsten Wert gibt es weiter in Schleswig-Flensburg (237,4).

Das waren die Corona-News am 8. Januar:

Zweite Bürgermeisterin Fegebank meldet sich aus der Corona-Quarantäne

21.51 Uhr: Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) befindet sich wegen ihrer Corona-Infektion derzeit in häuslicher Quarantäne. Am Samstag meldete sich Fegebank via Twitter und bedankte sich für die vielen Genesungswünsche, die sie seit Bekanntwerden ihrer Erkrankung am Mittwoch erreicht haben.

Fegebank schrieb auf Twitter: „Wir schlagen uns bisher ganz wacker, auch wenn Quarantäne mit quietschfidelen 3-jährigen Zwillingen nicht nur ein Vergnügen ist.“

Poletto über Mitarbeiter: „Impfung ist Grundvoraussetzung”

20.21 Uhr: Für Starköchin Cornelia Poletto ist klar: Die Corona-Impfung ist ein Muss. „Impfung ist für uns schon eine Grundvoraussetzung“, sagt sie im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). „Ich kann das anders nicht gegenüber meinen Mitarbeitern verantworten und auch nicht gegenüber meinen Gästen.“

Es sei ein großes Thema in ihrem Restaurant gewesen. Doch zum Glück war nur ein Mitarbeiter gegen die Impfung – aus Glaubensgründen. Der habe sich jedoch mit dem Coronavirus infiziert und gehöre nun zu den Genesenen.

Am Freitag wurde auf dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern 2G-Plus für die Gastronomie beschlossen. „Eine Katastrophe“, findet Poletto. Testen sei extrem wichtig, geboosterte Personen davon auszunehmen, sei nicht die richtige Entscheidung. In ihrem Laden gab es ebenfalls einen Corona-Ausbruch – obwohl alle Kollegen geboostert waren.

Generell müsste man in der Gastronomie schauen, wie die Sicherheit am besten gewährleistet werden könne. „Wir tragen zwar eine medizinische Maske, aber die Gäste müssen am Platz ja keine tragen – also bleibt da einfach schon ein gewisses Risiko.“ Derzeit ist ihr Restaurant geschlossen. Am 17. Januar soll der Betrieb jedoch wieder aufgenommen werden. „Ich bin gerade sehr froh, dass wir noch etwas Zeit haben, uns zu überlegen, wie wir mit Omikron umgehen“, sagt die Hamburgerin dem „RND“.

Demo in Hamburg beendet: 13.700 Teilnehmer

18.44 Uhr: Unter dem Motto „Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern“ zogen am Samstag Tausende Gegner der Corona-Politik durch die Innenstadt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Nach abschließender Zählung sprach die Hamburger Polizei von 13.700 Teilnehmern. Zwischenzeitlich war die Zahl auf 16.000 geschätzt worden, wurde aber am Abend nach unten korrigiert. Erwartet worden waren 11.000 Menschen.

Die MOPO begleitete die Demonstration: Die ersten Teilnehmer versammelten sich um kurz nach 14 Uhr bei der Ernst-Merck-Brücke vor der Hamburger Kunsthalle. Um 15 Uhr setzte sich der Protestzug in Bewegung. Der Zug führte vom Glockengießerwall über die Lombardsbrücke zur Esplanade und von dort über Stephansplatz und Jungfernstieg. „Das Freiheitsvirus hat Hamburg erreicht“, hieß es unter anderem in einer Durchsage.

Unter den Demonstrierenden waren erneut einige Schwurbler und Holocaust-Verharmloser: Gegen eine Person mit „Ungeimpft“-Stern wurde nach Polizei-Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Zu Versammlungsbeginn kam auch Heiko Schönling von „Ärzte für Aufklärung“ zu Wort, sprach von einer „kriminellen Plandemie“. Auch gegen Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wurden Parolen skandiert.

Vereinzelt gab es Gegendemonstranten, vor allem aus dem linken und antifaschistischen Spektrum. Sie zeigten Schilder wie „Impfen = Solidarität“. Als der Demonstrationszug am Gängeviertel vorbeikam, ertönten „Nazis raus“-Rufe. Eine Gruppe von Gegendemonstranten stellte sich auf die Straße, zeigte ein Banner mit „Zero Covid“. Die Gruppe wurde von Polizisten beiseitegeschoben, um den Zug passieren zu lassen.

Polizisten schieben eine Gruppe Demonstrierender beiseite
Gegendemonstranten versperren am Gängeviertel mit einem Banner den Weg, Polizisten räumen die Straße frei.

Zu größeren Zwischenfällen kam es laut Polizei nicht. Obwohl der Veranstalter die Teilnehmer über Lautsprecher aufforderte, die Masken- und Abstandspflicht einzuhalten, waren in der Menge viele Menschen ohne Masken und Abstand unterwegs. Es wurden laut Polizei mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Die genaue Zahl war zunächst unklar. Die Versammlung wurde um 18.40 Uhr von den Veranstaltern beendet.

Wegen der Demonstration kam es in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen. Bereits an mehreren Samstagen im Dezember waren Tausende Impfgegner in der Hansestadt auf die Straße gegangen. Bei Versammlungen unter freiem Himmel ist der aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung zufolge das Tragen einer Maske verpflichtend. Ab 100 Teilnehmern müssen die Verantwortlichen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.

Pflegekräfte zeigen den Schriftzug „Impfpflicht? Nein Danke“
Pflegekräfte zeigen den Schriftzug „Impfpflicht? Nein Danke“

Inzidenz in Meck-Pomm steigt auf 413,3

17.39 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern erneut gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstag mit 413,3 an. Am Freitag hatte der Wert 389,4 betragen, vor einer Woche 263,9. 655 Neuinfektionen kamen laut Landesamt am Samstag hinzu, 398 weniger als am Freitag, aber 373 mehr als vor einer Woche.

Den Angaben zufolge befanden sich am Samstag 314 Covid-Patienten in Kliniken – 17 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen stieg um einen auf 91. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorbenen Menschen wurde unverändert mit 1515 angegeben.

2256 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 629,1

11.50 Uhr: In Hamburg sind am Samstag 2256 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 245 mehr als am Freitag, und 1383 mehr als am Samstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dadurch den elften Tag in Folge steil gestiegen: Der Wert lag bei nun 629,1 (Vortag: 556,5; Vorwoche: 389,9).

Die Hospitalisierungsquote, die angibt, wie viele Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden, gab das RKI am Freitag mit 3,4 (-0,11) an. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 7. Januar 328 (+12) Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 73 (+2) angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Samstag 79 Patienten intensiv behandelt.

Laut RKI sind in Hamburg bislang 2025 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 7. Januar). Binnen eines Tages wurde drei weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 154.306 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 125.700 als genesen.

1.475.449 Menschen haben in Hamburg bis einschließlich Donnerstag eine Impfung erhalten, 1.432.983 auch eine zweite und 672.773 eine Auffrischimpfung.

Coronavirus breitet sich weiter aus – Bremen mit Höchstwert

11.34 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stieg am Samstag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 269,3 – so viele Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wurden gemeldet. Am Freitag hatte der Wert bei 239,8 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen stieg um 4605. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona starben, erhöhte sich um 25.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen stieg von Freitag auf Samstag von 4,3 auf 4,5. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten und -Patientinnen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten sank in Niedersachsen von 6,9 Prozent auf 6,6 Prozent, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite mitteilte.

Derzeit gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-Plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Bei privaten Treffen dürfen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Im Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Samstag bei 983,3 – im Vergleich der Länder war das der höchste Wert. Im Vergleich zum Vortag wurden dort 1859 neue Ansteckungen gemeldet, ein weiterer Mensch starb an oder mit einer Corona-Infektion.

Darum ist bei einem Besuch bei Hagenbeck kein Corona-Test nötig

9.45 Uhr: Dank einer Sonderregelung in der neuen Hamburger Corona-Verordnung brauchen geimpfte und genesene Besucher im Tierpark Hagenbeck weiterhin keinen zusätzlichen Corona-Test oder eine Booster-Impfung. „Damit können die Besucher den Tierpark und das Tropen-Aquarium weiterhin ohne den Aufwand eines zusätzlichen Schnelltests besuchen und gerade zum kalten Jahresauftakt die wohlige Wärme in Hagenbecks Tropen-Aquarium genießen“, teilte der Zoo am Freitag mit.

Die Gesundheitsbehörde bestätigte, dass für die geschlossenen Räume von zoologischen und botanischen Gärten sowie Museen, Gedenkstätten, Archiven, Ausstellungshäusern und die Bücherhallen weiterhin nur 2G gilt. Wer allerdings in ein Theater, einen Konzertsaal, ein Kino oder einen Musikclub gehen wolle, müsse sich ab Montag an die 2G-Plus-Regel halten. Den Angaben zufolge muss laut Verordnung in den Innenräumen bei Hagenbeck und im Botanischen Garten eine medizinische Maske getragen werden. Tierpark-Geschäftsführer Dirk Albrecht sprach allerdings von „freiwillig getroffenen Sicherheitsmaßnahmen“ Die neue Verordnung ist noch nicht veröffentlicht worden.

Mehrere Corona-Impfaktionen am Wochenende in Hamburg 

8.25 Uhr: Die Menschen in Hamburg können sich am Wochenende auch an besonderen Orten in der Stadt gegen Corona impfen lassen. Am Samstag wird etwa in „Susis Show Bar“ geimpft. Auch der Kiez wolle einen Beitrag leisten, sagte Geschäftsführer Christian Schnell. In dem Striplokal auf der Reeperbahn können bis zu 250 Menschen geimpft werden. Außerdem gibt es am Samstag eine Impfaktion der Deutschen Seemannsmission für die Besatzung des Kreuzfahrtschiffes „Aidaprima“.

Am verkaufsoffenen Sonntag können sich Impfwillige zudem in einem Zelt auf dem Gänsemarkt in der Innenstadt eine Spritze geben lassen. Ein weiteres Angebot gib es am Sonntag im Maritimen Museum. Meist werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfung angeboten. Anmeldungen sind nicht nötig.

79,6 Prozent der Hamburger sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77,4 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 36,3 Prozent der Menschen in der Hansestadt

Das waren die Corona-News am 7. Januar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein deutlich gestiegen

21.26 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag auf 526,5 geklettert – nach 458,0 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden weitere 3463 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also etwas weniger als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Auch die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, sank von 3,30 auf 3,13.

Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, sank binnen eines Tages um 5 auf 212. Auf Intensivstationen wurden 53 Covid-19-Schwerkranke betreut (+3), 39 von ihnen werden beatmet (+4). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg erneut um 2 auf 1898.

Im Vergleich der Städte und Kreise steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz nicht mehr Dithmarschen an der Spitze, sondern Lübeck mit einem Wert von 839,0. In Dithmarschen sank er auf 796,2, danach folgt Kiel mit 693,0. Den niedrigsten Wert gibt es weiter in Schleswig-Flensburg (220,1). 

Hamburg weiterhin größter Omikron-Hotspot

19.55 Uhr: Es bleibt dabei: In keinem Bundesland ist die Omikron-Variante so verbreitet wie in Hamburg. 243 Infektionen mit der Virusvariante pro 100.000 Einwohner verzeichnet die Hansestadt bislang, das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Das sind fast genauso viele wie Schleswig-Holstein (123 Omikron-Fälle pro 100.000 Einwohner) und Bremen (122) zusammen.

Seit gestern sind laut RKI in Hamburg 405 Omikron-Infektionen hinzugekommen, die Gesamtzahl liegt damit bei 4631. 4132 Fälle wurden mittels variantenspezifischer PCR erkannt (sog. „Verdachtsfälle“), bei 499 wurde Omikron bereits durch eine Sequenzierung bestätigt.

Bundesweit werden seit der 46. Kalenderwoche, in der die Variante erstmals in Deutschland auftrat, 62.974 Infektionen Omikron zugeordnet. Dies entspricht 76 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Bremer Inzidenz erstmals höher als 1000

19.38 Uhr: Die Hansestadt Bremen hat bei den Inzidenzzahlen für Corona-Neuinfektionen erstmals die Grenze von 1000 übersprungen. Wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Freitag mitteilte, liegt der Wert aktuell bei 1052 Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. „Das ist eine hohe Inzidenz, die macht uns auch Sorgen“, sagte Bovenschulte nach den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Pandemie. Das relativ hohe Niveau liege auch an dem inzwischen starken Anteil der Omikron-Variante bei den Neuinfektionen.

Es gebe aber auch die mutmachende Botschaft, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Krankheitsverläufe nach einer Omikron-Infektion weniger schwer ausfielen. Angesichts der hohen Zahlen sei Bremen bereits deutlich über die Bund-Länder- Beschlüsse hinausgegangen, sagte er auch mit Blick auf die in Bremen von Montag an geltende neu eingeführte Warnstufe vier.

Damit wird eine 2G-plus-Regelung für die Gastronomie und zusätzlich auch für Kultureinrichtungen eingeführt. Damit haben nur vollständig Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich noch negativ getestet sein müssen. Ausnahmen von der Testpflicht gelten dabei für alle, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben und in den ersten drei Monaten nach der zweiten Impfung.

Flüchtlingsunterkunft bei Hamburg: Corona-Zahlen steigen weiter

19.01 Uhr: Zuvor waren es noch 14, jetzt sind es schon 17 Fälle: In der Landesunterkunft Neumünster ist die Zahl der Corona-Infektionen gestiegen, wie das zuständige Landesamt am Freitag mitteilte. Bei drei Infizierten sei die Omikron-Variante bestätigt worden, sagte ein Sprecher. Deshalb sollen neu ankommende Schutzsuchende vorläufig in der Landesunterkunft Rendsburg untergebracht werden.

In der Landesunterkunft Neumünster sind derzeit zwei Wohngebäude und mehrere Wohncontainer ausschließlich für die Unterbringung von Infizierten, Kontaktpersonen und Menschen in der Ankunftsquarantäne vorgesehen. Betroffen sind insgesamt 109 afghanische Ortskräfte, die mindestens bis zum 17. Januar das isolierte Containerfeld nicht verlassen dürfen.

Auch in den anderen Landesunterkünften stehen Gebäude und Containerbereiche für die Quarantäne und Isolation zur Verfügung. Die Zahl der Infektionsfälle sei dort aktuell jedoch niedriger, sagte ein Sprecher des Landesamtes. In Boostedt im Kreis Segeberg gab es am Freitag fünf Erkrankte, in Rendsburg sieben und in Bad Segeberg zwei.

Tschentscher äußert sich zum Bund-Länder-Gipfel – Kritik an Kubicki

17.59 Uhr: Die Beschlüsse der Regierungschefs von Bund und Ländern haben keine Auswirkungen auf die vom Hamburger Senat bereits beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln. Er sehe die Linie des rot-grünen Senats in der Pandemiebekämpfung bestätigt, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach Beratungen mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD). „An bestimmten Stellen sind wir aber darüber hinausgegangen.“

Tschentscher sagte außerdem, dass die Runde bekräftigt habe, eine Impfpflicht einführen zu wollen. In Richtung des FDP-Politikers Wolfgang Kubicki äußerte Tschentscher Kritik: „Es gibt eine große Empörung darüber, dass ein Vizepräsident des Deutschen Bundestages diese Impfpflicht qualifiziert hat als eine ‚Rache der Geimpften‘. Das ist eine abwegige Sichtweise aus der Sicht aller, die über diese Frage nachdenken.“ Eine Impfpflicht sei eine weitreichende Entscheidung, aber aus Sicht der Ministerpräsidentenkonferenz erforderlich.

Am 24. Januar wolle die Runde erneut beraten, sagte Tschentscher. Hier können Sie das komplette Statement des Bürgermeisters nachhören:

Inzidenz in Meck-Pomm steigt auf 389,4

17.37 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern erneut gestiegen. Nach 1053 gemeldeten Infektionsnachweisen betrug der Wert 389,4, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Am Donnerstag war die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 367,3 angegeben worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 261,9 gelegen. Am letzten Tag des alten Jahres waren 640 Infektionsnachweise registriert worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

Den Angaben zufolge befanden sich am Freitag 331 Covid-Patienten in Kliniken – 5 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sank um einen. Damit waren 90 der 100 im Land für solche Fälle vorgesehenen Betten belegt. Es wurden 7 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit die Gesamtzahl im Land auf 1515 stieg.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – stieg weiter auf 9,8. Damit wurde der für weitere Corona-Schutzmaßnahmen maßgebliche Schwellenwert von 9,0 den zweiten Tag in Folge überschritten. Landesweit treten Verschärfungen in Kraft, wenn die Ampel drei Tage auf Rot steht.

Corona-Sonderausschuss: Das lief an Schulen schlecht

16.04 Uhr: Der Schulbetrieb in Niedersachsen war schlecht auf den Unterricht unter Pandemiebedingungen vorbereitet – sagt der Corona-Sonderausschuss des Landtags, dessen Einrichtung im Herbst 2020 beschlossen wurde, um die Maßnahmen zu analysieren. In einem Berichtsentwurf des Ausschusses heißt es, viele Schulen seien „vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, mit den vorzufindenden baulichen Gegebenheiten den gewünschten Infektionsschutz zu gewährleisten“. Mit Blick auf den Distanzunterricht hätten sich zudem „digitale Einschränkungen (…) nicht nur am Wohnort der Schülerinnen und Schüler, sondern auch in den Schulen“ gezeigt. Die „Braunschweiger Zeitung“ berichtete zuerst.

Dem Sonderausschuss, dem alle vier Landtagsfraktionen angehören, zufolge konnten auch Mindestabstände in den Schulbussen oft nicht eingehalten werden. Unterschiedliche Corona-Regeln in den Schulen und in der Freizeit hätten zudem zu einer geringeren Überzeugungskraft der Maßnahmen geführt.

Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Christian Grascha, kritisierte die Landesregierung für eine nach seiner Einschätzung zu geringen Beteiligung des Landtags. „Auch nach fast zwei Jahren Pandemie werden massive Freiheitseinschränkungen immer noch allein durch die Verordnung einer Ministerin vorgenommen“, sagte er.

Städte mit den höchsten Inzidenzen liegen alle im Norden

15.18 Uhr: Die fünf Städte mit den bundesweit höchsten Corona-Inzidenzen liegen momentan alle in Norddeutschland: Bremen führt das Ranking mit 850,6 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen an, wie aus dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

Auf Platz zwei folgt der Landkreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) mit einer Inzidenz von 806,0. Die Städte Lübeck (717,2; Schleswig-Holstein) und Delmenhorst (664,5; Niedersachsen) sowie der Landkreis Rendsburg-Eckernförde (639,8; Schleswig-Holstein) vervollständigen das Hotspot-Quintett der Bundesrepublik. Erst danach folgen mit Berlin-Neukölln (637,7) und Berlin-Mitte (636,7) zwei Gebiete, die nicht zu Norddeutschland gehören.

Der Norden ist bisher offenbar stärker von der Omikron-Variante betroffen, was an der Nähe zu Dänemark und der Niederlande liegen könnte. Dort ist die Mutation ebenfalls stark verbreitet. Die hohe Bevölkerungsdichte in den Städten gilt ebenfalls als eine mögliche Ursache für die enorme Verbreitung.

Inzidenz in Hamburg steigt auf mehr als 550

11.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg steigt weiter kräftig an. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Freitag mit 556,5 (Stand: ca. 12 Uhr) an. Am Donnerstag betrug der Wert 533,1, vor einer Woche noch 383,4. Zugleich erhöhte sich die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um sieben auf 2022.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das Robert Koch-Institut am Freitag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 444,1 an, für ganz Deutschland einen Wert von 303,4. Das RKI wies jedoch darauf hin, dass sich aufgrund einer geringeren Test- und Meldeaktivität während der Feiertage noch immer ein unvollständiges Zahlenbild ergeben könnte.

Laut Gesundheitsbehörde kamen am Freitag in Hamburg 2011 bestätigte neue Ansteckungen hinzu. Das sind zwar 253 weniger als am Vortag, aber 456 mehr als am Freitag vor einer Woche. Insgesamt haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 152.050 Menschen infiziert; 125.100 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Freitagvormittag (Stand 11.15 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 77 Covid-19-Patienten behandelt, drei mehr als am Vortag; 38 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden, einer mehr als am Donnerstag. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt (Stand Donnerstag) mit 316 an; von ihnen lagen 71 auf Intensivstationen – das sind 28 beziehungsweise drei mehr als am Vortag gemeldet.

Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche, stieg am Freitag in Hamburg von 3,08 auf 3,40. Bundesweit sank sie laut RKI von 3,26 am Vortag auf 3,15. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

79,6 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind dem RKI zufolge inzwischen mindestens einmal geimpft; den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77,4 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 36,3 Prozent der Hansestädter. Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich weiter auf dem dritten Platz hinter Bremen und dem Saarland, bei den „Booster“-Impfungen zur Auffrischung zusammen mit Thüringen jedoch nur auf dem drittletzten Platz vor Brandenburg und Sachsen.

Weniger Intensivpatienten werden nach Niedersachsen verlegt

10.02 Uhr: Trotz bundesweit steigender Corona-Fallzahlen sind zuletzt kaum noch Intensivpatienten aus anderen Ländern nach Niedersachsen verlegt worden. „Es gab in den letzten Tagen sehr wenige Verlegungen“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover am Freitag. Insgesamt habe es seit Mitte November 74 Verlegungen in das sogenannte Kleeblatt Nord gegeben, davon 40 nach Niedersachsen. 67 dieser Verlegungen hätten aber schon bis Mitte Dezember stattgefunden. Zum Kleeblatt Nord gehören auch Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

Das Kleeblatt-System war während der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt worden und besteht aus den fünf Regionen Nord, Ost, West, Südwest und Süd. Es soll Überforderungen einzelner Krankenhäuser verhindern, indem Intensivpatienten innerhalb einer Region oder, wenn das nicht mehr möglich ist, bundesweit verlegt werden.

Immer mehr Corona-Fälle bei Hamburger Polizei und Feuerwehr

9.10 Uhr: Die Corona-Fälle bei der Hamburger Polizei und der Feuerwehr nehmen nach Angaben der Innenbehörde zu. Inzwischen gebe es bei der Polizei rund 180 Fälle, was bei einer Gesamtpersonalstärke von rund 11.300 Frauen und Männern rund 1,5 Prozent ausmache, sagte ein Behördensprecher. „Bei der Feuerwehr sind derzeit circa 1 Prozent der rund 5600 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr von Corona betroffen.“

Angesichts rasant steigenden Corona-Zahlen und der Omikron-Verbreitung  steigt auch der Druck auf die kritische Infrastruktur. „Hamburg nimmt die Einschätzung des Corona-Expertenrats sehr ernst und stellt sich bereits seit Längerem auf mögliche schnell steigende Infektionszahlen ein, indem wir die bestehenden Notfallpläne überprüfen und anpassen, um auf steigende Infektionszahlen reagieren zu können“, betonte der Behördensprecher.

Feuerwehr und Polizei täten alles, damit alle Bereiche der kritischen Infrastruktur auch bei hohen Infektionszahlen arbeits- und einsatzfähig seien, betonte er. Konkret seien zum Beispiel in vielen Bereichen feste Teams gebildet worden, die sich nicht untereinander begegnen und sich damit nicht gegenseitig infizieren könnten. „Auch wurden Schichtpläne entsprechend umgestellt“, sagte der Sprecher.

Nur ein Drittel der infizierten Schüler steckte sich in Schulen an

7.30 Uhr: Nur rund ein Drittel der in Hamburg mit Corona infizierten Schülerinnen und Schüler hat sich einer Studie zufolge auch in der Schule angesteckt. Das hat eine Auswertung von 7165 zwischen August 2020 und Oktober 2021 von den Schulen an die Schulbehörde gemeldeten Infektionsfälle durch das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung ergeben, wie das Robert Koch-Institut in seinem am Donnerstag veröffentlichen Epidemiologischen Bulletin berichtete. „Größere schulische Ausbruchsgeschehen wurden nur selten beobachtet. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Infektionen im Schulkontext vermutlich in geringerem Umfang vorkommen als außerhalb des Schulsettings”, heißt es darin.

Zwar zeigten die Ergebnisse, dass im Beobachtungszeitraum Übertragungen in Schulen stattfanden, diese in der Regel jedoch keine Ausgangspunkte für umfangreiche schulische Ausbrüche gewesen seien. Schülerinnen und Schüler in höheren Jahrgangsstufen seien häufiger von einer Infektion betroffen gewesen als in niedrigeren Jahrgangsstufen. Insgesamt wurden im Beobachtungszeitraum 656 Ausbrüche an 276 Schulen beobachtet. Bei der überwiegenden Zahl der Ausbrüche seien neben dem ersten Infizierten, dem sogenannten Indexfall, lediglich ein oder zwei weitere Infektionen von der Schule an die Schulbehörde gemeldet worden.

Das waren die News vom 6. Januar

Nach Veranstaltung der Handelskammer: Ein weiterer Corona-Fall

22.12 Uhr: Neben der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) soll auch eine weitere Person mit dem Coronavirus infiziert worden sein, die eine Silvester-Veranstaltung der Handelskammer besucht hatte. Dies bestätigte die Kammer gegenüber dem „Abendblatt“. Demnach sei die Kammer über den positiven PCR-Test der Person schon zwei Tage nach der Zusammenkunft informiert worden.

Zu der Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns (VEEK) trafen sich am 31. Dezember rund 130 Prominente aus Politik und Wirtschaft – auch die danach an Corona erkrankte Fegebank. „Meine Familie und ich haben uns mit Corona infiziert und sind zu Hause in Isolation”, hatte die Politikerin am Mittwoch auf Instagram geschrieben. Sie ist bislang zweimal geimpft.

Das Treffen war trotz der sich rasch verbreitenden und hochansteckenden Omikron-Variante in Präsenz ausgerichtet worden – allerdings unter 2G-Plus-Bedingungen. Jeder Bezug zwischen der Infektionsursache und der Teilnahme an der Veranstaltung sei „spekulativ“, saget Kammersprecherin Kendra Schmidt dem „Abendblatt“.

Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 458,0 – 3470 Neuinfektionen

20.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Donnerstag auf 458,0 geklettert – nach 405,4 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden weitere 3470 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also erneut mehr als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Auch die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, stieg: von 3,13 am Mittwoch auf nun 3,30. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen war Schleswig-Holstein das Bundesland mit der fünfthöchsten Inzidenz – nach Bremen, Brandenburg, Berlin und Hamburg.

Der starke Anstieg könnte weiterhin durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden. Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, sank binnen eines Tages um 4 auf 217. Auf Intensivstationen wurden 50 Covid-19-Schwerkranke betreut (-2), 35 von ihnen werden beatmet (+2). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 1896.

Im Vergleich der Städte und Kreise steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen ganz vorn: Der Wert kletterte dort auf 806,0 (Vortag: 671,7). Nach den Zahlen des RKI vom frühen Donnerstagmorgen war Dithmarschen – mit Blick auf die Zahlen vom Mittwoch – der Kreis mit der zweithöchsten Inzidenz in Deutschland – nach Bremen. Die zweithöchste Inzidenz in Schleswig-Holstein hatte laut Landesmeldestelle am Donnerstag Lübeck (717,2), gefolgt von Rendsburg-Eckernförde (639,8). Den niedrigsten Wert gibt es weiter in Schleswig-Flensburg (207,8).

In Tanzlokalen in Lübeck und den Kreisen Segeberg, Dithmarschen, Nordfriesland und in der Stadt Kiel hatten sich bei Weihnachtspartys zahlreiche Gäste mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Tausende Menschen befinden sich deshalb zurzeit in Quarantäne.

Schleswig-Holstein will Corona-Regeln erneut verschärfen

20.35 Uhr: Vor dem Hintergrund gestiegener Infektionszahlen will die Landesregierung die Corona-Regeln in Schleswig-Holstein erneut verschärfen. Geplant ist ab der kommenden Woche eine Beschränkung der Teilnehmerzahl etwa im Theater, im Kino oder bei Konzerten auf 500 Personen. Das gilt für Sitzveranstaltungen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Die Maskenpflicht im Land wird ausgeweitet: Sie gilt künftig auch für Beschäftigte im Einzelhandel unabhängig von physischen Barrieren wie Trennwänden an den Kassen. Beim organisierten Sport und im Fitnessstudio gilt für alle ab 18 Jahren künftig 2G plus, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem Test – Ausnahme sind Menschen mit Auffrischungsimpfung (Booster).

„Wir sehen im Moment einen Anstieg der Infektionen – auch nach Diskothekenbesuchen sind Fälle aufgetreten“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Höhe der Neuinfektionen habe mittlerweile aber eine andere Bedeutung. Die hohe Impfquote reduziere die Zahl schwerer Verläufe. Wenn der Landtag in seiner Sondersitzung am Montag wie geplant eine epidemische Lage für den Norden feststellt, sollen alle Diskotheken und ähnliche Einrichtungen geschlossen werden. Außerdem will die Regierung eine Sperrstunde von 23 bis 5 Uhr einführen.

1700 Menschen demonstrieren in Kiel gegen Corona-Politik

20.15 Uhr: In Kiel sind am Donnerstagabend abermals Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmenden mit 1700 an, nachdem sie zu Beginn zunächst nur von 800 gesprochen hatte. Ein dpa-Reporter berichtete, viele hätten sich Lichterketten um Kopf und Hals gelegt. Andere hielten beleuchtete „Peace“-Symbole oder Sterne in die Luft. Eine Polizeisprecherin sagte, es werde kontrolliert, ob die Teilnehmenden Masken tragen. Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind, müssten dies nachweisen und abgetrennt von den übrigen Teilnehmern demonstrieren.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes ist bei Versammlungen unter freiem Himmel mit mehr als 100 Personen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung Pflicht. Die Stadt Kiel hatte daher bereits am Vortag alle Teilnehmenden aufgefordert, dieser Vorgabe nachzukommen. „Wer Rechte einfordert, muss sich auch an Recht halten“, hatte Ordnungsdezernent Christian Zierau betont.

Hamburger Impfarzt Dirk Heinrich erhält Morddrohung

19.44 Uhr: Dr. Dirk Heinrich, der Arzt und ehemaliger Leiter des Hamburger Impfzentrums in den Messehallen ist offenbar mit dem Tod bedroht worden. Wie der Mediziner auf Twitter mitteilte, er habe den Vorfall bereits bei der Polizei Berlin zur Anzeige gebracht. Dazu schrieb er: „Konsequente Verfolgung solcher Straftaten muss sein. Bitte zeigen Sie alle so etwas immer an. Impfen rettet Leben. Impfen schützt. Wir impfen weiter.“

Heinrich ist HNO-Arzt und Bundesvorsitzender der niedergelassenen Ärzte in Deutschland. Er ist außerdem der Vorsitzende der Vertreterversammlung in der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

Sieben-Tage-Inzidenz zieht weiter an – MV-Warnampel wieder Rot

19.10 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag erneut mehr Corona-Neuinfektionen registriert worden als genau eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter in die Höhe. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, gab es landesweit 367,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In der Vorwoche hatte der Wert bei 254 gelegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

Das Lagus meldete 1191 neue bestätigte Corona-Fälle innerhalb eines Tages und damit 336 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. Den Angaben zufolge befanden sich 326 Covid-Patienten in Kliniken – 13 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen blieb seit Mittwoch gleich. Damit waren 91 der 100 im Land für solche Fälle vorgesehenen Betten belegt. Es wurden 8 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit die Gesamtzahl im Land auf 1508 stieg.

Die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – stieg auf 9,2. Damit wurde der für weitere Corona-Schutzmaßnahmen maßgebliche Schwellenwert von 9,0 überschritten. Die Corona-Warnampel für das gesamte Land wechselt damit von Orange auf Rot. Landesweit treten Verschärfungen in Kraft, wenn die Ampel für mehrere Tage auf Rot steht. Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte zeigte die Ampel am Donnerstag für Nordwestmecklenburg Gelb, für Ludwigslust-Parchim und Schwerin noch Orange.

72,3 Prozent der Menschen im Nordosten sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mindestens einmal geimpft. Über eine Grundimmunisierung nach zwei Impfungen verfügen 70,1 Prozent. 37,4 Prozent der Bevölkerung haben demnach auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Mit diesen Werten liegt der Nordosten unter dem Bundesdurchschnitt.

Hamburger Staatsrat: Wird eine gewisse Zeit Geisterspiel geben

17.30 Uhr: Im Hinblick auf die nächste Bund-Länder-Runde am Freitag sagte Hamburgs Staatsrat Christoph Holstein es gebe „vorsichtige Anzeichen“, dass von Seiten des DFL Hinweise in Richtung Geisterspiele gegeben würden. „Ich vermute, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass wir für eine gewisse Zeit wieder Geisterspiele erleben müssen.“, so Holstein am Donnerstag im Sportausschuss. Hamburg hat bereits festgelegt, dass Profispiele in der Stadt ab Montag nur noch als Geisterspiele stattfinden dürfen. Im Amateurbereich sind im Freien noch bis zu 1000 Zuschauer:innen erlaubt, in Innenräumen bis zu 200.

Hamburger Gesundheitsbehörde präzisiert Corona-Regeln

15.44 Uhr: Hamburgs Gesundheitsbehörde hat die vom kommenden Montag an in der Hansestadt geltenden 2G-Plus-Zugangsregelungen präzisiert. Dabei geht es vor allem um die Folgen der einzelnen Impfkombinationen auf die Testpflicht, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Von kommender Woche an ist angesichts rasant steigender Corona-Zahlen der Zutritt für zahlreiche Bereiche, darunter Veranstaltungen und Gastronomie, Menschen mit einem vollständigen Grundschutz sowie Genesenen nur gestattet, wenn sie zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen. Von der Testpflicht ausgenommen sind Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Ungeimpfte haben generell keinen Zutritt mehr.

Als genesen gelten Menschen, wenn deren positiver Corona-Befund mindestens 28 Tage her ist. Der Genesenen-Status ist dann den Angaben zufolge höchstens für sechs Monate gültig. Eine generell sofort von der Testpflicht befreiende Auffrischungsimpfung könne drei Monate nach Ende der Infektion erfolgen. Ein Nachweis der Boosterung erfolge über ein digitales Zertifikat, das nach der Impfung unter anderem Apotheken ausstellen.

Wer sich nach einer vollständigen Impfserie – in der Regel zwei Impfungen – infiziert und genesen ist, verfügt den Angaben zufolge über ein der Auffrischungsimpfung vergleichbares, erhöhtes Schutzniveau. Er oder sie sei damit Geboosterten gleichgestellt – allerdings ohne eine tatsächliche Auffrischungsimpfung höchstens für die Dauer von sechs Monaten. Wer sich mit dem nur einmal zu verabreichenden Vakzin von Johnson & Johnson hat impfen lassen, benötigt den Angaben zufolge möglichst nach vier Wochen nur eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff, um von der Testpflicht befreit zu sein.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind von der Testpflicht befreit. Ab dem Alter von 16 Jahren müsse jedoch eine vollständige Impfung oder Genesung nachgewiesen werden. Ein zusätzlicher Test sei aber nicht nötig, da alle Jugendlichen in den Schulen regelhaft zweimal pro Woche getestet würden. Auffrischungsimpfungen für Jugendliche sollten mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden, da es dafür noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gebe.

Schwesig über Lage auf Intensivstationen: „Wir können die Kräfte nicht überreizen“

15.18 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage ihre Forderung nach bundesweit einheitlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekräftigt. Die Entwicklung im Norden zeige, wohin unterschiedliche Vorgaben führten, sagte sie am Donnerstag nach einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin. So habe Mecklenburg-Vorpommern für Gaststättenbesuche die 2G-plus-Regelung eingeführt und frühzeitig Diskotheken und Clubs geschlossen. „Wir sehen jetzt, wie wichtig dieser Schutz ist. Wir sehen gerade in unserem Nachbarland Schleswig-Holstein, dass es eben doch gefährlich ist, wenn Diskotheken auf bleiben.“ Diese hätten sich dort als Infektionsorte erwiesen.

Besucher – auch aus dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern – hätten sich mit Corona angesteckt oder müssten als Kontaktpersonen in Quarantäne, erinnerte die Regierungschefin. Mit einheitlichen Regelungen lasse sich die Mobilität einschränken und damit auch die Gefahr der Virusübertragung reduzieren.

Zudem sprach sich Schwesig angesichts der sprunghaft ansteigenden Infektionen mit der Corona-Variante Omikron dafür aus, Reha-Maßnahmen für die kommenden Wochen einzuschränken, um in Reha-Kliniken notfalls Corona-Patienten unterbringen und behandeln zu können. In Mecklenburg-Vorpommern stehen dafür bereits mehrere solcher Einrichtungen zur Verfügung. Auch wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass die neue Variante zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe, so werde mit der zunehmenden Zahl von Infizierten auch die Zahl der Klinikeinweisungen steigen, prophezeite Schwesig.

Zudem bestehe die Gefahr, dass sich auch das Krankenhauspersonal häufiger infiziere. Darauf müssten sich die Einrichtungen mit Notfallplänen einstellen. Vor allem auf den Intensivstationen seien die Mitarbeiter seit nun schon zwei Jahren extrem gefordert, stellte die SPD-Politikerin fest. „Wir können die Kräfte nicht überreizen.“

Viele Sternsinger verzichten wegen Corona-Pandemie auf Hausbesuche

14.36 Uhr: Im Erzbistum Hamburg werden viele Sternsinger-Gruppen wegen der Corona-Pandemie auf klassische Hausbesuche verzichten. In früheren Jahren zogen laut Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) rund 3000 Kinder und Jugendliche in den ersten Januartagen verkleidet als die Heiligen Drei Könige durch Mecklenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie suchen den Angaben zufolge nach Alternativen und bieten stattdessen zentrale Sternsinger-Gottesdienste oder „Haltestellen“ an, bei denen sich Gläubige den Segen abholen können.

Allen Widrigkeiten zum Trotz konnten die Sternsinger im Erzbistum Hamburg im vergangenen Jahr fast 359.000 Euro an Spenden sammeln, wie der BDKJ weiter mitteilte. 2020 seien es noch gut 570.000 Euro gewesen.

„Gerade in Zeiten der Pandemie ist es wichtig, dass die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder in der Welt auf kreative Weise neue Wege findet, den Segen zu den Menschen zu bringen, um die dringend benötigten Spendengelder zu sammeln“, sagte Patrick Kirsch vom BDKJ, einem der zwei Träger der Aktion Dreikönigssingen.

Wieder neuer Rekordwert an Neuinfektionen in Hamburg

12 Uhr: Hamburg verzeichnete am Donnerstag laut Gesundheitsbehörde erneut einen Rekordwert von neuen Infektionen mit dem Coronavirus: 2264. Das sind 299 mehr als gestern und 642 mehr als vergangene Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg wieder deutlich auf ein neues Hoch von 533,1 (Mittwoch: 499,4). Die Inzidenz in der vergangenen Woche lag bei 360,4.

11 weitere Personen sind laut RKI im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, die Gesamtzahl der Corona-Toten in Hamburg liegt damit bei 2015.

Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Mittwoch 288 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt. Auf den Intensivstationen kam sieben neuen Patienten hinzu, insgesamt werden nun 68 Menschen im Zusammenhang mit Corona intensivmedizinisch versorgt.

Starker Anstieg der Inzidenz in Niedersachsen

10.23 Uhr: Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus wächst in Niedersachsen spürbar. Die Inzidenz erreichte am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung 214,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – nach einem Wert von 195,3 am Vortag. Laut Robert-Koch-Institut wurden 5051 neue Covid-19-Fälle gezählt, 11 weitere Todesfälle kamen hinzu.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen sank erneut leicht von 4,6 auf 4,5. Dieser Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten blieb im Land wie am Vortag bei 7,4 Prozent.

Kürzlich hatte das Land bekannt gegeben, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Niedersachsen mittlerweile dominant ist. In der vergangenen Woche sei sie bei rund 70 Prozent der untersuchten Tests nachgewiesen worden.

Hamburg öffnet zwei neue Impfzentren

8.21 Uhr: In Hamburg werden im Januar zwei neue Impfzentren für Boosterimpfungen eröffnet. In den Stadtteilen Harburg und Neugraben gibt es ab Mitte des Monats das neue städtische Angebot.

Das Impfzentrum in Harburg wird im EKZ Harburg Arcaden eingerichtet und öffnet ab dem 10. Januar. Dort wird dann immer montags, dienstags, mittwochs, freitags von jeweils 12 Uhr bis 18 Uhr geimpft. Am Sonntag kann man sich auch impfen lassen – hier muss vorher ein Termin vereinbart werden.

Das Impfzentrum in Neugraben findet sich ab dem 15. Januar im Bildungs- und Gemeinschaftzentrum Süderelbe (Am Johannisland 2-4). Hier wird jedoch nur samstags von 15 Uhr bis 21 Uhr geimpft. Donnerstags gibt es aber auch Impfungen, dann ist jedoch eine Terminvereinbarung vonnöten.

Das waren die News am 5. Januar:

Inzidenz in Schleswig-Holstein über 400 – rund 3000 Neuinfektionen

21.50 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Mittwoch über den Wert 400 geklettert. Binnen 24 Stunden wurden weitere 2976 Corona-Neuinfektionen gemeldet, also etwas mehr als am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 405,4, (Vortag: 352,8). Der Wert steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Laut der Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen war Schleswig-Holstein das Bundesland mit der fünfthöchsten Inzidenz – nach Bremen, Thüringen, Brandenburg und Hamburg. Lange hatte Schleswig-Holstein den niedrigsten Wert. Mit der im Land inzwischen dominierenden Omikron-Variante hat sich das geändert. Der starke Anstieg könnte weiterhin durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind – etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken gekommen sind, liegt bei 3,13 und damit ebenfalls deutlich über dem Vortag (2,71). Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, stieg binnen eines Tages um 19 auf 221. Auf Intensivstationen wurden 52 Covid-19-Schwerkranke betreut (+2), 33 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 1894.

Im Vergleich der Städte und Kreise steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen ganz vorn: Der Wert kletterte dort auf 671,7 (Vortag: 656,7). Nach den Zahlen des RKI vom frühen Mittwochmorgen war Dithmarschen – mit Blick auf die Zahlen vom Dienstag – der Kreis mit der höchsten Inzidenz in Deutschland. Die zweithöchste Inzidenz in Schleswig-Holstein hatte laut Landesmeldestelle am Mittwoch Kiel (583,9), gefolgt von Rendsburg-Eckernförde (578,7). Den niedrigsten Wert gibt es in Schleswig-Flensburg (195,4).

In Tanzlokalen in Lübeck und den Kreisen Segeberg, Dithmarschen, Nordfriesland und in der Stadt Kiel hatten sich bei Weihnachtspartys zahlreiche Gäste mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Tausende Menschen befinden sich deshalb zurzeit in Quarantäne.

Belastung der Krankenhäuser im Norden wächst – Klinik besonders betroffen

20.22 Uhr: Infolge der stark steigenden Corona-Zahlen nimmt die Belastung der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein spürbar zu. Zum einen wächst, wenn auch moderat, die Zahl der Corona-Patienten, zum anderen fällt Personal aufgrund von Infektionen und Quarantäne aus. „Die Situation ist noch relativ stabil”, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Patrick Reimund, mit Blick auf die Patientenzahlen. „Der Trend geht aber nach oben.” Die Kliniken rechneten auch damit, dass Mitarbeiter zunehmend infiziert oder von Quarantänevorgaben betroffen sein werden. Im Moment kommt dies laut Reimund jedoch erst punktuell zum Tragen.

Stärker betroffen ist das Westküstenklinikum mit seinen Standorten Heide und Brunsbüttel. Dort sind nach einer Mitteilung vom Mittwoch aktuell 160 der rund 3000 Mitarbeitenden wegen Kontakten zu Infizierten in Quarantäne. Hinzu kommen 40 selbst Infizierte; sie hatten sich außerhalb der Kliniken angesteckt. Dithmarschen hat mit 656,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen derzeit die höchste Inzidenz aller Landkreise in Deutschland.

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sind nach dessen Angaben derzeit rund 60 von mehr als 15.000 Mitarbeitern in Quarantäne. Die Situation am UKSH sei stabil, sagte Sprecher Oliver Grieve. Das Klinikum sei auch gut vorbereitet auf eine mögliche Verschärfung der Lage. Derzeit würden in Kiel und Lübeck 32 Covid-19-Patienten stationär behandelt.

Krisenstab berät vor Omikron-Welle über kritische Infrastruktur

18.43 Uhr: Der Corona-Krisenstab der Landesregierung hat bei seiner zweiten Sitzung über die möglichen Folgen der Omikron-Ausbreitung für die kritische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern gesprochen. „Klar ist: Auch bei uns im Land ist Omikron auf dem Vormarsch. Hier zitiere ich den Rostocker Infektiologen Prof. Emil Reisinger, der uns berichtete, dass 62 Prozent der Laborproben an der Rostocker Universitätsmedizin von heute positiv auf Omikron getestet wurden“, sagte Innenminister Christian Pegel (SPD) nach der Sitzung am Mittwoch in Schwerin.

Positiv wertete das Innenministerium die Aussagen des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). „Laut einer Umfrage unter dessen Mitgliedsunternehmen halten die Energie-, Wasser- und weiteren Netzversorger bei uns im Land die Situation aktuell für unproblematisch“, hieß es. Die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme sei nicht in Gefahr. Sollten jedoch viele Mitarbeiter durch Infektionen oder Quarantäne ausfallen, könnte es den Angaben zufolge bei einem unvorhergesehenen Ereignis wie einem Unwetter länger dauern, bis die Schäden repariert sind.

Minister Pegel sieht die Betreiber insgesamt gut vorbereitet. Mit einem einheitlichen Erfassungssystem will er jedoch dafür sorgen, dass der Krisenstab etwaige Engpässe leichter erkennen und darauf reagieren kann.

Inzidenz zieht im Nordosten weiter an – nun 352,2

17.10 Uhr: Der kräftige Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern setzt sich zur Wochenmitte fort. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Mittwoch (Stand: 16.13 Uhr) steckten sich zuletzt 352,2 Menschen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche nachweislich mit dem Coronavirus an – ein Plus von 35 gegenüber dem Vortag und 97,8 mehr als vor einer Woche. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

Das Lagus meldete 1481 neue Corona-Fälle binnen eines Tages und damit über 547 mehr als vor einer Woche. Den Angaben zufolge befanden sich 339 Covid-Patienten in den Kliniken – 3 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten nahm demnach um 2 zu, so dass 91 der 100 für diese Fälle vorgesehenen Intensivbetten im Land belegt waren.

Die Hospitalisierungsinzidenz – also die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – betrug am Mittwoch 8,4, sie lag damit um 1,4 niedriger als am Dienstag. Der für weitere Corona-Schutzmaßnahmen maßgebliche nächste Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land auf Orange. Bei der risikogewichteten Einstufung der Landkreise und kreisfreien Städte sind allerdings noch alle Landkreise außer Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Schwerin im roten Bereich.

Es wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet, womit deren Gesamtzahl auf 1500 stieg. 72,3 Prozent der Menschen im Nordosten sind nach Angaben des RKI mindestens einmal geimpft. Als vollständig geimpft gelten 69,9 Prozent. 36,5 Prozent haben in Mecklenburg-Vorpommern bisher eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Falsche Impfausweise ausgestellt? Ermittlungen gegen Hamburger Ärztin

16.15 Uhr: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Ärztin, die falsche Corona-Impfausweise ausgestellt haben soll. Ihre Praxis im Stadtteil Poppenbüttel hätten Beamte im vergangenen Monat durchsucht, zahlreiche Unterlagen seien sichergestellt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet. Die Ermittlungen dauern laut Staatsanwaltschaft an. Weitere Angaben seien nicht möglich. Die Praxis ist seit Mitte Dezember geschlossen.

Knapp 15 Millionen Corona-Impfungen in Niedersachsen verabreicht

13.21 Uhr: Seit Beginn der Corona-Impfkampagne vor gut einem Jahr sind in Niedersachsen knapp 15 Millionen Impfungen gegen das Virus verabreicht worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor. Demnach haben rund 5,8 Millionen Niedersachsen die Grundimmunisierung erhalten, das sind 73 Prozent der Bevölkerung.

Etwa 3,5 Millionen haben sich demnach die Auffrischungsimpfung geben lassen, was einer Booster-Quote von 44 Prozent entspricht. Rund 42.500 Impfungen entfallen auf Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bezeichnete das Impftempo im Land am Mittwoch als weiterhin hoch.

Hamburg meldet neue Rekordwerte bei Corona-Inzidenz und Neuinfektionen

12.02 Uhr: Hamburg meldet heute so viele Corona-Neuinfektionen wie nie zuvor: 1965 neue Fälle wurden registriert. Der letzte Rekordwert lag am 30. Dezember bei 1622 neuen Fällen. Zum Vergleich:  Gestern waren es 1468 neue Corona-Fälle, am vergangenen Mittwoch 1279.

Auch die Inzidenz erreicht einen neuen Rekordwert: Sie liegt jetzt bei 499,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen. Zum Vergleich: Gestern lag die Inzidenz bei 463,3, am vergangenen Mittwoch bei 333,3.

Sieben weitere Menschen sind laut RKI-Angaben im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Hamburg liegt jetzt bei 2004. (Stand: 4. Januar)

293 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden mit Stand 4. Januar in Hamburgs Krankenhäusern behandelt. 67 davon liegen auf einer Intensivstation.

Bislang gab es 1.472.220 Erstimpfungen in Hamburg. 1.429.104 Hamburger:innen sind doppelt geimpft. (Stand: 4. Januar )

Inzidenz in Niedersachsen steigt auf 195,3

10.58 Uhr: Der Anstieg der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Niedersachsen ungebrochen. Die Inzidenz lag am Mittwoch nach Angaben der Landesregierung bei 195,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 183,0. Seit gestern wurden 3909 neue Fälle gemeldet.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen, der von diesem Meldeverzug unbeeinflusst ist, sank unterdessen leicht von 4,8 auf 4,6. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten ging deutlich von 8,1 auf 7,4 Prozent zurück.

Am Dienstag hatte das Land bekannt gegeben, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Niedersachsen mittlerweile dominant ist. In der vergangenen Woche sei sie bei rund 70 Prozent der untersuchten Tests nachgewiesen worden.

Mehr als 2000 Corona-Tote in Hamburg

10.07 Uhr: Die Zahl der Menschen, die in Hamburg seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, hat die 2000er-Marke überschritten. Das Robert Koch-Institut gab am Mittwoch die Zahl für Hamburg mit 2004 Toten an, 7 mehr als noch am Dienstag. Bundesweit sind den Angaben zufolge bisher 112 925 mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Bei der Erfassung der Gestorbenenzahlen ist es allerdings unerheblich, ob die Infektion auch todesursächlich war.

Trotz steigender Corona-Zahlen: Schule geht wieder in Präsenz los

7.21 Uhr: Hamburgs Schüler:innen starten heute nach zwei Wochen Weihnachtsferien trotz rasant steigender Corona-Zahlen wieder in voller Präsenz in den Schulalltag. Die steigenden Inzidenzzahlen in Hamburg seien zwar Anlass zur Sorge, doch es bestehe politischer Konsens in Deutschland, dass Schulschließungen nur das allerletzte Mittel sein dürfen, wenn alle anderen Maßnahmen vollständig ausgeschöpft seien, erklärte die Schulbehörde. Zu den Maßnahmen zählen etwa ein kompletter Lockdown, Ausgangssperren oder Einkaufsverbote.

Für die gut 200.000 Schülerinnen und Schüler sowie die Schulbeschäftigten gelten den Angaben zufolge strenge Corona-Regeln. So wird die Testfrequenz bei den Kindern und Jugendlichen in den ersten beiden Schulwochen nach Ferienende erhöht – auf drei Tests pro Woche. Vom 17. Januar sind es dann wieder zwei Tests wöchentlich. Nachdem in der Vergangenheit viele falsch positive Corona-Tests zu Ärger bei Schülern, Eltern und Lehrern geführt haben, würden nun neue Schnelltests der Firma Siemens ausgeliefert, so die Behörde.

Darüber hinaus dürfen Beschäftigte Schulen nur betreten, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Darüber hinaus gelte weiterhin in allen Schulgebäuden eine Maskenpflicht. Klassenräume müssen alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet werden. Zudem stehen in rund 90 Prozent aller mehr als 11.000 Unterrichts- und Fachräume mehr als 21.000 mobile Luftfilter.

Diese Altersgruppe infiziert sich in Hamburg am häufigsten mit Corona

6.42 Uhr: Insgesamt 8337 Corona-Infektionen haben die Hamburger Gesundheitsämter in der Woche ab dem 27. Dezember erfasst. Mit 2026 gehen die meisten Fälle auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen zurück. Es folgen die 30- bis 39-Jährigen (1647), die 40- bis 49-Jährigen (1224), die 50- bis 59-Jährigen (962), die 6- bis 14-Jährigen (837), die 15- bis 19-Jährigen (590), die 60- bis 69-Jährigen (408) und die über 70-Jährigen (281). Auf dem letzten Platz liegen die 0- bis 5-Jährigen mit 269 Neuinfektionen.

Auch bezogen auf die Sieben-Tage-Inzidenz liegt die Gruppe der über 20-Jährigen in Hamburg mit 838,6 vorne. Es folgen die 15- bis 19-Jährigen (752,5), die 6- bis 14-Jährigen (552,2), die 30- bis 39-Jährigen (545,1), die 40- bis 49-Jährigen (492,1), die 50- bis 59-Jährigen (358,1), die 0- bis 5-Jährigen (270,8), die 60- bis 69-Jährigen (214,4) und abschließend die über 70-Jährigen (103,5).

Die Fallzahlen je Altersgruppe hat die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag veröffentlicht. Die Inzidenzen hat die MOPO mit Bevölkerungsdaten vom Statistikamt Nord (Stichtag: 31. Dezember 2020) berechnet.