Fluchtlicht-Ausfall beim WM-Spiel Brasilien gegen Schweiz
Fluchtlicht-Ausfall beim WM-Spiel Brasilien gegen Schweiz
  • In der 44. Minute der Partie zwischen Brasilien und der Schweiz wurde es plötzlich dunkel im Stadion.
  • Foto: imago/Ulmer/Teamfoto

Plötzlich ging das Licht aus! Brasilien jubelt nach Stadion-Panne

Da wurde es kurzzeitig dunkel im Stadion 974 von Doha. Beim WM-Vorrundenspiel zwischen Brasilien und der Schweiz am Montagabend ging in der 44. Minute plötzlich das Flutlicht aus – aber nur rund acht Sekunden später schon wieder an. Brasilien ließ sich von der Mini-Flutlicht-Panne nicht beeindrucken und zog ohne Superstar Neymar dank eines 1:0 (0:0) gegen wacker verteidigende Schweizer ins Achtelfinale von Katar ein.

Begleitet wurde der Licht-Fauxpas erst von einem Raunen und dann von Jubel des Publikums. Auf das Spiel hatte der Vorfall keine besonderen Auswirkungen, denn der Ball lag beim Stand von 0:0 ohnehin gerade im Aus, weil es Eckstoß für Brasilien gab.

WM: Casemiro schießt Brasilien zum Sieg gegen Schweiz

Den umjubelten Siegtreffer für die Seleção erzielte Casemiro (83.) erst kurz vor Schluss. Die K.o.-Phase ist den Brasilianern angesichts von nun sechs Punkten in der Gruppe G nicht mehr zu nehmen. Im abschließenden Vorrundenspiel treffen die Südamerikaner am Freitag noch auf Kamerun. Auch die Schweizer haben weiter gute Chancen und kämpfen im letzten Gruppenspiel gegen Serbien um den Achtelfinaleinzug.


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Es entwickelte sich vor 43.649 Zuschauern zunächst eine ähnliche Partie wie beim Auftaktspiel der Brasilianer gegen Serbien (2:0). Die Seleção dominierte das Geschehen, wurde aber nicht gefährlich. Zudem unterliefen ihr immer wieder leichte Fehler im Aufbau. Was aber auch an diszipliniert verteidigenden Schweizern lag. Dass die Mannschaft von Trainer Murat Yakin vor der Partie einen leichten Auffahrunfall mit ihrem Teambus hatte hinnehmen müssen, war den Spielern jedenfalls nicht anzumerken.

Brasilien auch ohne Neymar spielbestimmend

Aber es dirigierte Brasilien – und das auch ohne Neymar. Nationaltrainer Tite ließ sein Team diesmal etwas defensiver spielen und ersetzte den Angreifer durch Mittelfeldspieler Fred. Dennoch wurde die Seleção immer gefährlicher, je länger das Spiel dauerte. An einer flachen Hereingabe von Lucas Paquetá rutschte Richarlison (19.) knapp vorbei. Acht Minuten später musste Yann Sommer dann das erste Mal eingreifen. Nach einer Flanke von Raphinha war Vinicius Júnior frei am zweiten Pfosten, seinen Versuch wehrte der Torwart von Borussia Mönchengladbach gerade noch zur Ecke ab.

Von der Schweiz kam nicht viel, zumindest nicht nach vorne. Zwar erspielten sich die Eidgenossen im ersten Durchgang ein, zwei aussichtsreiche Situationen. Doch selbst wenn sich ihnen entsprechende Räume boten, drehten sie lieber noch mal ab und spielten den bequemeren Rückpass. Lediglich einen Schuss hatte die Schweiz vor der Pause. Möglicherweise lag das auch daran, dass Yakin auf den leicht am Oberschenkel verletzten Ex-Münchner Xherdan Shaqiri verzichten musste.

Brasilien-Legende Péle glaubte an Sieg gegen die Schweiz

„Ich glaube an den Sieg! Und ihr?“, twitterte Brasiliens Fußball-Ikone Pelé zur Halbzeit. Und er sollte Recht behalten. Wie der Ex-Weltmeister verfolgte auch Neymar die Partie vor dem Fernseher. Um sich weiter an seinem verletzten Sprunggelenk behandeln lassen zu können, war der Stürmer von Paris Saint-Germain im Mannschaftshotel geblieben. Von dort konnte er mit ansehen, wie sich seine Teamkollegen erst mal zu früh freuten. Nach dem Tor von Vinicius Júnior (64.) waren Erleichterung und Jubel groß, wegen einer Abseitsstellung wurde es aber wieder aberkannt.

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Die Brasilianer erhöhten nun den Druck – und das auch von der Bank. Tite brachte fast alles, was er an Offensivkräften zur Verfügung hatte: Gabriel Jesus, Antony und Rodrygo kamen rein, und die Schweiz kam hinten kaum noch raus. Wenige Minuten vor dem Ende gelang den Brasilianern dann auch der umjubelte Siegtreffer. Nach einer feinen Kombination kam Casemiro im Strafraum an den Ball – und hämmerte ihn leicht abgefälscht vom Ex-Dortmunder Manuel Akanji ins Netz. (mp/dpa)

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