Manuel Neuer erlebte gegen Japan Himmel und Hölle fast zugleich.
  • Manuel Neuer erlebte gegen Japan Himmel und Hölle fast zugleich.
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Klartext von DFB-Kapitän Neuer: „Das müssen wir ändern“

Für Manuel Neuer lagen bei der deutschen Auftaktpleite Himmel und Hölle nur Minuten auseinander. In der 73. Minute rettete er die deutsche Führung mit einem sensationellen Reflex gegen Hiroki Ito. Ganz nach dem 2014er-Motto: Wenn Deutschland wackelt, ist immer noch Neuer da. 

Doch zehn Minuten später lag die DFB-Elf hinten, und auch Neuer hatte beim 1:2 nicht besonders gut ausgesehen, als er die kurze Ecke für Takuma Asano offen ließ. „Ich wollte, dass er mich anschießt, vielleicht hätte ich aber auch einen Meter rauskommen können“, wägte Neuer im Nachhinein ab: „Es ist eine schwierige Situation, ich muss ja auch unten alles zumachen, damit er mir nicht durch die Beine schießt.“ In der Nachspielzeit versuchte der nach vorn geeilte Keeper noch vergeblich, in eine Flanke zu hechten. Kurz darauf suchte er nach Erklärungen.

Neuer bemängelt DFB-Leistung in Hälfte zwei

„Wir haben das Selbstverständnis aus der ersten Hälfte vermissen lassen“, analysierte Neuer: „Und das ist eine Sache, die mir unverständlich ist.“ Der Torwart musste mitansehen, wie sich seine Vorderleute nach und nach den Schneid abkaufen ließen. „Als Japan früher attackiert hat, haben wir nicht selbstbewusst hinten raus gespielt und es hat sich auch nicht jeder gezeigt. Mit schwachem Passspiel haben wir uns selber unter Druck gesetzt. Vielleicht passieren da auch Sachen im Kopf, ich weiß es nicht.“


MOPO

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Ratlosigkeit beim Routinier. „Es sind sehr viele erfahrene Spieler dabei, aber individuelle Fehler passieren – in der Defensive wie in der Offensive. Mein Gegenüber war gut, keine Frage, aber wir müssen zwingend das 2:0 oder 3:0 zu machen. Und wenn wir die Tore nicht machen, müssen wir eben versuchen, das Spiel 1:0 zu gewinnen, die Kontrolle zu halten.“

Manuel Neuer versteckt FIFA-Binde unterm Trikot

Am Sonntag muss sich Neuer den Spaniern entgegen stellen, die Costa Rica sieben Tore einschenkten. „Wir werden auch gegen die Spanier Räume haben“, machte er sich und seinen Mitspielern Mut: „Wir hatten gegen Japan viele Tormöglichkeiten und haben viel liegen gelassen. Das müssen wir ändern.“

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Einen kleinen Sieg feierte Neuer dennoch. Die aufgezwungene FIFA-Kapitänsbinde versteckte er unter seinem Trikotärmel, worauf der Schiedsrichter ihn bei einer Kontrolle hinwies.  „Die Binde saß total locker“, schilderte Neuer mit einem Lächeln seinen Umgang mit dem geschmähten Stück Stoff: „Ich habe ja jetzt keinen kleinen Bizeps, aber das saß zu locker. Ist wahrscheinlich ein schlechter Hersteller.“

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