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  • Die Gästefans aus Tel Aviv fackelten zu Beginn der Partie mehrere bengalische Feuer ab.
  • Foto: WITTERS

Pyro und St. Pauli-Fans in der Halle! Towers gewinnen Spektakel gegen Tel Aviv

Ein Auswärtsspiel im heimischen Inselpark? Davon hatten die Veolia Towers Hamburg seit ihrer Gründung sicherlich nicht allzu viele. Die Türme zeigten sich aber unbeeindruckt vom spektakulären Support der Gäste: Vor einer Eurocup-Rekordkulisse von 2556 Zuschauer:innen gewannen die Wilhelmsburger nach Verlängerung mit 98:91 (25:16, 36:37, 57:62, 84:84) gegen Hapoel Tel Aviv.

Bereits Minuten vor dem Tip-Off war die Edel-Optics.de-Arena ein Tollhaus. Dafür sorgten aber nicht die Towers-Fans. Nein, die mehr als Tausend aus Israel angereisten Fans heizten die Arena mit Unterstützung aus der St. Pauli-Fanszene mächtig an – beide Klubs verbindet eine Freundschaft. Es waren Szenen, die man sonst nur aus Fußballstadien kennt. Jedenfalls nicht aus deutschen Basketballarenen.

Eurocup: Veolia Towers Hamburg gewinnen mit 98:91 gegen Hapoel Tel Aviv

Als mit Beginn der Partie auch noch bengalische Feuer abgefackelt wurden, war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Die Hausherren ließen sich davon aber nicht beirren, sondern nahmen Tel Aviv mit einem 13:0-Start direkt den Wind aus den Flügeln. „Ich glaube, die Spieler haben sich darauf gefreut“, so Cheftrainer Raoul Korner. In der Folge fanden die Gäste aber ins Spiel – womöglich, weil sich der Pyro-Nebel lichtete und sie deshalb eine bessere Sicht auf den Korb hatten. Kurz vor der Halbzeit ging Tel Aviv folgerichtig das erste Mal in Führung.

Ohne Spielmacher Kendale McCullum (krank) fehlte es den Hanseaten an Struktur – 18 Turnover sprachen Bände. Im dritten Viertel schien den Towers die Partie zu entgleiten, doch mit Leidenschaft kämpften sie sich zurück. So entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch im Schlussviertel. Führungswechsel gab es im Minutentakt. Beim Stand von 84:84 hatten die Towers mit dem letzten Wurf die Chance auf den Sieg. Doch Ziga Samars Versuch fand seinen Weg durch die Reuse nicht – Verlängerung.

In dieser behielten die Hamburger die Nerven. In den letzten sechzig Sekunden zogen die Gastgeber dank wichtiger Dreier und ihrer Nervenstärke von der Freiwurflinie endgültig davon. Ekstase im Inselpark – und dieses Mal ausgelöst von den Towers-Fans.


MOPO

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Ein dramatischer Erfolg, der den Wilhelmsburgern so richtig guttat: Nach sechs Niederlagen in Serie verließen die Türme endlich mal wieder die Platte als Sieger. Korner freute sich vor allem für seine Schützlinge: „Gratulation an meine Spieler. Sie haben einen tollen Charakter in einer schweren Situation gezeigt.“

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