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Handball-Bundestrainer Alfred Gislason schaut ernst
  • Bundestrainer Alfred Gislason tritt mit dem DHB-Team nun gegen die Auswahl seiner Heimat Island an.
  • Foto: IMAGO/Eibner

Heißes Heimat-Duell gegen Island! DHB-Coach Gislason: „Ich singe beide Hymnen“

Besonderes Spiel. Das ist noch eine Untertreibung. Handball-Bundestrainer Alfred Gislason steht eine hochemotionale Partie bevor, die auch für seine Familie in der Halle emotional nicht einfach und für Spannungen sorgen kann. Im wichtigen ersten EM-Hauptrundenspiel trifft der Coach mit der Auswahl seiner zweiten Heimat und in seiner Wahlheimat auf sein Heimatland. Deutschland gegen Island. „Sehr besonders“ für den Isländer Gislason, der aber im Kampf um den Sieg keine Gnade kennt.

Zwei Herzen in einer Brust. Das wird unmittelbar vor der brisanten Partie am Donnerstagabend in Köln (20.30 Uhr) zu sehen sein – und vielleicht auch zu hören. „Ich werde beide Nationalhymnen mitsingen“, kündigt Gislason an. Die besonderen Umstände seien „schön“, aber auch „schwierig“, sagt der 64-Jährige, der von 2006 bis 2008 Trainer der isländischen Nationalmannschaft war.

Alfred Gislason gibt vor Spiel gegen Island Versprechen ab

Für die 60 Minuten und auch die Vorbereitung auf das Spiel gibt Gislason aber ein Versprechen ab. „Ich werde alles dafür tun, dieses Spiel zu gewinnen und meinen Beitrag zu leisten, das kann ich garantieren.“ Und das fällt ihm nicht schwer. „Ich bin zwar Isländer, aber ich arbeite mit dieser Mannschaft und ich liebe diese Mannschaft. Vielleicht bin ich da sehr egoistisch, aber das ist auch unter Freunden und Familie so, dass man immer gewinnen will.“

Die Familie wird zahlreich in der Arena sein. „Mein Vater, meine Brüder, Onkel und alle sitzen dann in der Halle“, berichtet Gislason, der seit mehr als 25 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. „Ich bin sehr gespannt, ob sie im deutschen Trikot oder im isländischen kommen. Auf welcher Seite sie sind, werde ich diesmal sehr persönlich nehmen“, sagt er mit einem leichten Grinsen.

Familie von Gislason gegen Island in der Arena in Köln

Nichts wäre schlimmer als eine Niederlage bei der Heim-EM ausgerechnet gegen sein Heimatland und so betont der Coach: „Es ist ein sehr persönliches Spiel für mich und ich würde es sehr, sehr ungern verlieren.“

Es hilft, dass er die isländische Nationalmannschaft gut kennt, die vor dem Turnier von vielen Experten als Geheimfavorit gehandelt worden war, aber sich bislang überraschend schwertut und wie die deutsche Mannschaft mit null Punkten in die Hauptrunde startet.

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„Wir haben weiter das Ziel ins Halbfinale zu kommen“, stellte Gislason nach der 30:33-Niederlage gegen Rekordweltmeister Frankreich im letzten Vorrundenspiel am Dienstagabend in Berlin klar. „Da dürfen wir kein Spiel mehr verlieren. Jetzt haben wir vier Endspiele.“

DHB-Team in Hauptrunde auch gegen Österreich, Ungarn, Kroatien

Neben Island bekommt es das DHB-Team noch mit den Österreichern (Samstag) zu tun, die überraschend Spanien durch ein 33:33-Remis im Vorrundenfinale aus dem Turnier warfen, mit den bislang sehr starken Ungarn (Montag) und Kroatien (Mittwoch). Alle Spiele werden um 20.30 Uhr angepfiffen – und das erste der vier hat diese sehr spezielle Note.

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Ganz neu ist die Situation für den Bundestrainer übrigens nicht, er hat das schon einmal üben können. Vor einem Jahr hatte die DHB-Auswahl ihre beiden letzten Testspiele vor der WM gegen Island bestritten, in Bremen und Hannover. Ein emotionaler Testlauf sozusagen. Aber auf der großen EM-Bühne vor 20.000 Fans in Köln und Millionen an den TV-Schirmen ist es eine ganz andere Nummer.

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