Natalia Maliszewska bei den Olympischen Spielen in Peking
  • Die Polin Nalia Maliszewska ist enttäuscht über ihre Olympia-Ergebnisse.
  • Foto: imago/Newspix

„Ich war mental erschöpft“: Olympia-Athletin (26) mit deutlichem Hilferuf

Für die Polin Natalia Maliszewska waren die Olympischen Spiele eine Serie aus Pech, Enttäuschungen und Tränen. In ihrer Parade-Disziplin konnte die 26-jährige Shorttrackerin nicht starten, bei den anderen Wettbewerben verpasste sie ebenfalls das Finale. Jetzt hat die Athletin einen deutlichen Hilferuf abgesetzt.

„Ich war mental erschöpft, war in einem Loch. Dazu kam die Erinnerung an meine Mutter“, sagte Maliszewska, deren Mutter im Jahr 2016 verstarb, im TV. „Das war nicht einfach. Ich hoffe, dass ich da rauskomme. Ich werde definitiv Hilfe brauchen. Denn wenn ich meine Tränen nicht mehr kontrollieren kann, fange ich an, mir Sorgen zu machen.“ Zunächst hatte „Bild“ berichtet.

Olympia: Shorttrackerin Maliszewska bricht in Tränen aus

Nach ihrem Sturz im Viertelfinale des 1000-Meter-Laufs war die Shorttrackerin vor Kameras in Tränen ausgebrochen. In der Wertung landete sie in dieser Disziplin auf Platz 17. „Ich schäme mich für alles, was passiert ist. Ich habe so viel Unterstützung gespürt, war stolz mein Land zu vertreten“, sagte die Polin. Auf Instagram setzte sie ihre Hoffnung danach auf die 1500 Meter. Doch auch dort schaffte sie es nicht bis ins Halbfinale – am Ende steht sie in der Gesamtwertung auf Platz 29.

In ihrer Parade-Disziplin, den 500 Metern, konnte sie überhaupt nicht antreten. Nachdem sie noch nicht vollständig genesen nach China reiste, folgten in Peking auf eine negative Corona-Probe erneut zwei positive Tests. Gegenüber „Eurosport“ klagte die 26-Jährige, es sei „einfacher, mit einem positiven Dopingkontrollergebnis zu starten und um eine Medaille zu kämpfen als mit einem positiven Corona-Testergebnis“.

Olympia: Maliszewska weiß nicht, wie es weitergehen soll

Damit spielte Maliszewska wohl auf den Start der Eiskunstläuferin Kamilia Valieva an. Die 15-Jährige durfte trotz einer positiven Dopingprobe unter Vorbehalt bei den Wettbewerben teilnehmen. Der Druck und die internationale Kritik an dieser Entscheidung des Internationalen Sportgerichthofes Cas gingen an dem Teenager aber nicht superlos vorbei: Am Wettkampftag brach sie nach der Kür in Tränen aus – zum Missmut ihrer Trainerin.


MOPO

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Maliszewska weiß indes nicht, ob sie der Gedanke an die nächsten Olympischen 2026 motivieren kann. „Ich fühle mich einfach schwach und es fällt mir schwer, an die nächsten vier Jahre zu denken“, so die Shorttrackerin.

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Auf Instagram bedankte sie sich für die Unterstützung bei ihren Fans. Sie hofft, das Kapitel abschließen und weitermachen zu können. Bleibt zu hoffen, dass sie sich die Hilfe holen kann, die sie braucht. (aba)

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