Kinsombi und Paqarada
  • Alle Augen aufs Derby! David Kinsombi (l.) trifft am Millerntor mit dem HSV auf Leart Paqarada und den FC St. Pauli.
  • Foto: WITTERS

Dom, Fans, Polizei, TV: Das müssen Sie über das Hamburger Derby wissen

165 Tage ist es her, das letzte Hamburger Derby. Seit mindestens 23 Wochen freut sich der FC St. Pauli über den inoffiziellen Titel als Stadtmeister, nachdem der ewige Rivale an besagtem 1. März mit 1:0 besiegt wurde. Am Freitag, viereinhalb Monate später, tritt der HSV zur Revanche an. Gleicher Standort, gleiche Bedeutung – aber dennoch einiges, das dem 106. Duell der Traditionsklubs zusätzliche Brisanz verleiht.

Zuschauer: Wenn um 18.30 Uhr (Liveticker auf MOPO.de) der Anpfiff ertönt, ist Gänsehaut garantiert – vor allem auf den Rängen im Millerntor-Stadion. Erstmals unter Corona-Bedingungen dürfen wieder über 10.000 Fans das Stadtduell zu dem machen, was es ausmacht. Rund 700 der insgesamt 10.700 Tickets wurden an HSV-Fans vergeben.

Polizei erwartet „ruhiges Stadtderby“ am Millerntor

Atmosphäre: „Freitagabend, Flutlicht, die Lichter vom Dom: Wer mit dem Fußballspielen beginnt, träumt von so etwas“, schwärmte HSV-Coach Tim Walter bereits. In der Tat wird der Dom auf dem Heiligengeistfeld für noch mehr Aufregung sorgen, Tausende Menschen werden im Stadionumfeld mitfiebern und etwaige Jubelstürme aus dem Stadion nicht überhören können.

Millerntor Dom
Der FC St. Pauli hat schon des Öfteren vor der Dom-Kulisse gespielt.

Sicherheit: „Wir erwarten grundsätzlich einen ruhigen Verlauf des Stadtderbys“, sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza der MOPO. Man erwarte, dass viele Fans „die bekannten Anlaufstellen rund ums Stadion aufsuchen, um das Spiel dort zu verfolgen“, mit „kleineren Aktionen“ rund ums Spiel sei ebenfalls zu rechnen. Genaue Angaben zur Beamten-Anzahl vor Ort machte die Polizei nicht.

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Krawalle: Seit den Pyro-Ausschreitungen im März 2019 (der HSV gewann 4:0), als beide Fan-Lager ihren Klubs massive Geldstrafen aufbürdeten, blieb es in und um die Arenen vergleichsweise ruhig. Provokationen gibt es immer, zuletzt wurde eine berühmte St. Pauli-Treppe am Fischmarkt in HSV-Farben gestrichen. Größere Fan-Märsche sind laut Polizei diesmal nicht geplant.

Zuschauer, Bilanz, Dom: So läuft HSV gegen St. Pauli

Trainer: Für Walter ist es das erste Stadtderby, die Vorfreude in ihm sei „riesig“. Sein Gegenüber ist da erfahrener – und erfolgreich! In acht Derbys mit Beteiligung als Spieler oder Trainer verlor Timo Schultz noch kein einziges Mal. Was aber nichts an der Anspannung ändert: „Das Kribbeln ist da und das wird auch noch mehr werden“, blickte St. Paulis Coach voraus.

Ausgangslage: Die Bilanz spricht für den Gastgeber, drei der letzten vier Derbys gewann St. Pauli. Der Saisonstart der Rivalen verlief ähnlich, der Druck liegt eher aufseiten des HSV, einen Favoriten gibt es sowieso nicht. „Davon können wir uns nichts kaufen“, sagte Schultz mit Blick auf den letzten Derbysieg seiner Elf. Auch Walter betonte: „Es geht wieder von 0:0 los.“

Zweite Liga: Wo läuft HSV gegen St. Pauli im TV?

Fernsehen: Gezeigt wird das Spiel vom Pay-TV-Sender Sky. Die Übertragung beginnt um 18 Uhr, kurz vor Anpfiff übernimmt Kommentator Klaus Veltman.

Helden: Das Stadtduell im März entschied St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh kurz vor Schluss, beim letzten HSV-Erfolg anno 2019 (4:0) avancierte Doppeltorschütze Pierre-Michel Lasogga zum Matchwinner. Die Suche nach neuen Helden folgt am Freitagabend.

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