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HSV-Trainer Tim Walter zeigt nach rechts
  • HSV-Trainer Tim Walter hat sportlich viel Respekt vor dem FC St. Pauli.
  • Foto: WITTERS

Überraschende Worte: Walter lobt St. Pauli und spricht sogar von „Königsklasse“

Keine Sticheleien, keine psychologischen Spielchen, nichts dergleichen kam Tim Walter über die Lippen. Vielmehr sprach aus dem Gesicht des HSV-Trainers am Mittwochnachmittag ein Mix. Es glich einem Abbild aus guter Laune, betonter Lockerheit und Vorfreude – auf die, wie er es nannte, „Königsklasse der Derbys“ am Freitagabend. Gegen einen FC St. Pauli, vor dem Walter in aller Heiterkeit gar verbal den Hut zog.

Wohl noch begeistert von den Eindrücken des Champions-League-Dienstagabends im Volkspark gab Walter besagten Königsklassen-Spruch von sich. Der 48-Jährige schwärmte anschließend aber nicht über das siegreiche Schachtar Donezk oder den mit 1:2 unterlegenden FC Royal Antwerpen – sondern über den Kiezklub. „Wenn man Erster ist und 30 Punkte hat, hat man sehr viel richtig gemacht“, findet Walter und nimmt den Vereinsnamen des Gegners auch danach nicht in den Mund. „Ich respektiere die Arbeit des Stadtrivalen und vor allem von Fabi.“ Fabian Hürzeler.

HSV-Trainer Tim Walter zollt St. Pauli viel Respekt

Mit St. Paulis Trainer hatte sich Walter nicht nur beim letzten Stadtderby gefetzt, die Einschätzung seines Gegenübers, man pflege „natürlich keine Freundschaft“, teilt Walter aber: „Kann ich absolut bestätigen.“ Mehr als eine spitze Bemerkung zu Hürzelers zarten 30 Jahren („Er macht das seinem Alter entsprechend gut“) ließ er sich aber nicht entlocken. Stattdessen: viel Respekt. „Ich finde, dass er einen sehr, sehr guten Job macht“, attestiert Walter. „Alles andere wäre nicht richtig in dem Fall. Von daher: Hut ab.“

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Die Favoritenrolle will der Trainer St. Pauli aber nicht zuschieben – denn die sei im Derby eh egal. „Es spielt Eins gegen Zwei“, kennt Walter die Tabelle. „So ein großartiges Spiel bewegt die Menschen in der Stadt – und uns natürlich auch. Ein Derby ist immer außergewöhnlich.“

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Egal, ob es zu Hause oder am Millerntor stattfinde, will Walter sagen und schiebt die Auswärtsschwäche des HSV beiseite: „Es geht nur darum, in einem Derby alles auf dem Platz zu lassen“, sagt er, nennt Emotionen und Willen als entscheidende Kriterien, aber auch Contenance: „Bei aller Emotion: Wenn ich da als Trainer keinen kühlen Kopf bewahre, wird das schwer. Ich will bei allen Dingen ein heißes Herz haben, aber einen coolen Kopf bewahren.“

In einer Partie, die nicht nur „die Königsklasse der Derbys“ sei – sondern auch, wie Walter sagt: „Ein schönes Spiel, um zu zeigen, wer der HSV dann auch ist.“

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