Durfte zuletzt nur im Training Anweisungen geben: HSV-Kapitän Sebastian Schonlau.
  • Durfte zuletzt nur im Training Anweisungen geben: HSV-Kapitän Sebastian Schonlau.
  • Foto: WITTERS

Noch drei Spiele: Dieses Ziel gibt HSV-Kapitän Schonlau vor

Die Anspannung, die ihm so sehr fehlte, ist zurück. Nachdem Sebastian Schonlau wegen seiner Rotsperre zuletzt zwei Mal zum Zuschauen verdammt war, freut er sich auf den Heim-Auftritt gegen Regensburg. Das Ziel ist klar: Der HSV-Kapitän und sein Team wollen ihren Aufstiegsplatz bis zum Start in die Winterpause manifestieren.

Mittlerweile ist auch die Stimme wieder soweit klar, auch wenn es ein paar Tage brauchte. Beim jüngsten 3:2 in Paderborn war Schonlau als Fan dabei und füllte diese Rolle entsprechend aus. „Ich saß auf der Tribüne und habe versucht, die Jungs anzufeuern“, erzählt der 28-Jährige mit einem Schmunzeln. „Auch wenn die es wahrscheinlich nicht gehört haben, war es für mich ganz gut, ich konnte ein bisschen rumschreien.“

Das darf Schonlau auch am Sonntag wieder, allerdings wird seine Stimme dann einen deutlich kürzeren Weg haben. „Ich habe es vermisst“, sagt er vor seinem Comeback, das mit großen Erwartungen behaftet ist. Denn die Zahlen sprechen Bände. In den 332 Minuten ohne Schonlau als Chef der Abwehr fing sich der HSV in Liga und Pokal zwölf Gegentore, im Schnitt alle 28 Minuten. Mit Schonlau waren es zuvor in 1138 Saison-Minuten ganze sieben Tore – da schepperte es nur alle 163 Minuten. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Schonlau will Defensiv-Krise nicht an seinem Fehlen festmachen

Überbewerten will Schonlau diese Zahlen dennoch nicht. „Ob das an meinem Fehlen lag, weiß ich nicht“, stellt er fest. „Es fehlten ja auch einige andere.“ Und dennoch: Mit Schonlaus Rückkehr soll die Defensive nach dem guten Auftritt in Paderborn weiter an Stabilität gewinnen.


MOPO

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Wäre wichtig, denn der Kapitän hat bis zur Winterpause klare Ziele. Regensburg, Fürth (9.11./auswärts) und Sandhausen (12.11.). Drei Partien, in denen  der HSV klarer Favorit ist. Nach der Rückkehr auf Rang zwei steht für Schonlau fest: „Es ist deutlich schöner auf einem Aufstiegsplatz zu stehen, denn die Tabelle steht im Winter ja erstmal für elf Wochen.“ Seine klare Ansage: „Wir stehen auf dem zweiten Tabellenplatz, mindestens den wollen wir nicht mehr hergeben.“

Schonlaus Forderung: „Nicht ausruhen!“

Zumindest 50.000 Fans wollen gegen Regensburg dabei helfen und hoffen, dass der HSV sein zwischenzeitliches Tief überwunden hat. „Aber wir dürfen uns nicht auf dem Sieg in Paderborn ausruhen“, sagt Schonlau. „Es ist jetzt nicht Friede, Freude, Eierkuchen und alles super. Zu viel rumträumen bringt uns nichts. Wir müssen hinten weiter konsequent verteidigen und natürlich auch vorne konsequent Tore schießen.“

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Ein Erfolgsrezept, an dem der Kapitän nun endlich wieder aktiv mitwerkeln kann.

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