Tim Walter am Hafen von Los Angeles
  • Los Angeles hat es HSV-Trainer Tim Walter angetan.
  • Foto: WITTERS

Nach USA-Trip: Das wünscht sich HSV-Coach Walter auch in Deutschland

Für neun Tage tauchte der HSV in Kalifornien in eine andere Welt ein. Dazu gehörten auch mehrere Besuche beim Basketball und beim American Football. Letzteres war für Trainer Tim Walter sogar das Highlight der US-Tour – und das nicht nur beim Blick auf den Sport, sondern auch auf die Show. Ein bisschen mehr Spektakel würde er auch gerne in Deutschland beim Fußball sehen.

In den USA stehen bei Sportveranstaltungen in der Regel das Event und die Unterhaltung im Vordergrund. Das erlebte der HSV in Kalifornien ganz speziell beim Football. Erst beim College Football im legendären Rose Bowl Stadium mit 70.000 Zuschauern, dann beim Top-Spiel der NFL im 2,5-Millarden-Dollar-Tempel, dem SoFi Stadium. „College Football war schon beeindruckend und cool, aber die NFL war der Wahnsinn“, sagt Walter, der nicht nur von der sportlichen Leistung auf dem Platz angetan war. Die Stimmung auf den Rängen hat den Trainer positiv überrascht, bei der Show im Stadion wurden alle Register gezogen. Walter: „Da hat man sehr gut den Unterschied zwischen dem Amerikanischen und dem Deutschen gesehen.“

HSV-Trainer Walter von USA-Reise begeistert

Lichteffekte, Musikeinlagen, Unterhaltung für die Zuschauer, das Auflaufen der Heimmannschaft – alles wurde deutlich mehr als in deutschen Fußballstadien in den Vordergrund gestellt. „Für mich ist das einerseits etwas zu viel, aber bei uns ist es auf der anderen Seite auch ein bisschen zu wenig. So ein Mittelding könnte man auch in Deutschland finden“, sagt der 47-Jährige, der sich unter anderem gut vorstellen könnte, wenn auch beim Fußball die Startelf der Heimmannschaft alleine ins Stadion einläuft und dabei dann ordentlich von den Fans gefeiert wird.


MOPO

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„Beim Basketball oder Eishockey macht man das schon, da könnte man sich mal eine Scheibe abschneiden“, so Walter. An eine Umsetzung glaubt er aber nicht wirklich. „Weil es schon immer so wie jetzt gemacht wurde, macht man es in Zukunft auch noch so. Das ist typisch deutsch.“

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Der HSV alleine wird es letztlich nicht können. Bei der generellen Stadionshow sieht das anders aus. Es liegt an den Hamburgern selbst, ob sie bereit für etwas mehr Unterhaltung und Show sind. Walter wäre dabei – auch wenn natürlich der Sport weiter an erster Stelle stehen muss.

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