Nicht nur HSV-Profi Ludovit Reis war nach dem 1:1 gegen Schalke unzufrieden.
  • Nicht nur HSV-Profi Ludovit Reis war nach dem 1:1 gegen Schalke unzufrieden.
  • Foto: WITTERS

HSV-Trainer Walter: Philosophie wichtiger als Ergebnisse und Tabelle

Mit 30 Punkten aus 18 Spielen geht es für den HSV auf Platz drei der Tabelle in die Winterpause. Nach oben und auch nach unten ist weiterhin alles möglich. Der Weg der Entwicklung bleibt holprig. Das hat das schmeichelhafte 1:1 (1:0) gegen Schalke am Samstagabend zum Jahresabschluss gezeigt.

Am Ende war es wahrscheinlich vor allem auch eine Kraftfrage. Nach zuletzt größtenteils sehr ordentlichen Auftritten und immerhin drei Heimsiegen in Folge präsentierte sich die Mannschaft von Tim Walter gegen Schalke extrem fehlerhaft und passiv. Die Gäste aus Gelsenkirchen liefen mehr, sie schossen mehr, sie dominierten die Partie und verdienten sich am Ende den Ausgleich. Vom HSV war es eine der schwächsten Leistungen in dieser Saison. Die Pause ist nun bitter nötig. Denn für einen erfolgreichen Walter-Fußball braucht es viel Energie, Kraft, Mut und Bereitschaft. Von allem hat im Spiel gegen Schalke einiges gefehlt.


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„Wir haben eine intensive Vorrunde gespielt. Ich mache den Jungs keinen Vorwurf“, erklärte Walter, der von dem im Sommer eingeschlagenen Weg weiterhin komplett überzeugt ist. Sein Zwischenfazit lautet: „Ich glaube, dass wir uns über die Zeit sehr gut entwickelt haben und auch eine Mentalität haben, die man braucht, um voranzukommen und Spiele zu gewinnen.“

HSV-Trainer Walter setzt weiter auf Mut

Die Entwicklung stimmt grundsätzlich, da ist man sich im Volkspark einig. Im neuen Jahr soll es auf dem gleichen Weg weitergehen. Das HSV-Spiel soll mutig und auch mit einem gewissen Maß an Risiko behaftet bleiben. Daran ändern auch kritische Nachfragen nach dem Schalke-Spiel nichts. Walter: „Wir gehen genauso weiter, uns zeichnet es aus, dass wir mutig sind. Dass man da mal etwas zulässt, gehört dazu. Den Mutigen gehört die Welt. Da gehöre ich dazu. Und der Verein auch.“

HSV hat schon sechsmal eine Führung verspielt

Klar ist allerdings auch, wenn wie gegen Schalke einfach viel zu viel zugelassen wird, dann sieht es  für die Zuschauer nicht gut aus, dann verunsichert das im Zweifel die eigenen Spieler und es führt in der Regel auch nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Auffällig ist: Es fehlt immer mal wieder die nötige Stabilität im Spiel. Gegen Schalke reichte bereits zum sechsten Mal in dieser Saison dem HSV eine Führung nicht zum Sieg – Ligahöchstwert.

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Für den HSV-Trainer ist es ein nerviges Thema. „Es geht nicht um die Tabellenstände und um die Ergebnisse, sondern um die Art und Weise. Es geht darum, sich von den Ergebnissen freizumachen und endlich Mal eine Philosophie zu implementieren. Und da sind wir auf einem guten Weg. Das ist das, was zählt“, sagt Walter, der allerdings auch wissen dürfte, dass er am Ende auch an Ergebnissen gemessen wird.

Das Ziel bleibt beim HSV der Aufstieg. Unrealistisch ist das nicht. Das hat die erste Saisonhälfte gezeigt – obwohl es teilweise ganz schön holprig war.

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