HSV-Zugang Noah Katterbach im Training
HSV-Zugang Noah Katterbach im Training
  • Noah Katterbach trainiert derzeit noch mit Gastspielgenehmigung beim HSV.
  • Foto: WITTERS

Erster Winter-Zugang! HSV schnappt sich Bundesliga-Talent – und will bald nachlegen

Die Sonne über Sotogrande war am Samstag noch gar nicht aufgegangen, da stand plötzlich der erste Neue beim HSV auf der Matte. Um kurz vor 8 Uhr erreichte Noah Katterbach das Teamquartier in Andalusien, keine drei Stunden später trainierte er schon mit seinen neuen Kollegen. Ein Blitzstart für den 21 Jahre alten Linksverteidiger, der vorerst über eine Gastspielgenehmigung verfügt und bis Sommer auf Leihbasis vom 1. FC Köln kommen wird.

Katterbach ist der erste Zugang des HSV-Winters und schließt eine der Baustellen in der Defensive. Hinten links war die Personaldecke nach Tim Leibolds Abgang zu Sporting Kansas City sehr dünn, Miro Muheim war dort nahezu konkurrenzlos. Nun reagierte der HSV zügig.

HSV-Boss Boldt: Katterbach ist Linksverteidiger-Lösung

„Aufgrund der entstandenen Vakanz wollten wir eine schnelle, vor allem aber gute Lösung auf der Linksverteidiger-Position finden“, ließ Sportvorstand Jonas Boldt wissen. „Mit Noah Katterbach gewinnen wir nun einen Spieler dazu, der mit seinen Fähigkeiten optimale Voraussetzungen bietet, um unser komplexes Anforderungsprofil zu erfüllen. Seine Spielstärke im Aufbau und die sehr gute Ausbildung werden uns genauso weiterhelfen wie seine beachtliche Erfahrung, die er trotz seines jungen Alters schon mitbringt.“


MOPO

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Die nötige Reife holte sich Katterbach in Köln, bereits im Alter von sieben Jahren wechselte er zum FC. Dort debütierte er auch im Herbst 2019 mit 18 Jahren in der Bundesliga, bestritt insgesamt schon 40 Partien in Deutschlands höchster Klasse. Weil die Konkurrenz durch Ex-Nationalspieler Jonas Hector (32) aber übermächtig war, folgte vor genau einem Jahr die Leihe zum FC Basel. Dort hatte Katterbach in dieser Saison Probleme (nur sechs Liga-Einsätze) – und war genau deshalb für den HSV zu haben.

Den Hamburgern half in Spanien auch die räumliche Nähe zu dem aktuellen U21-Nationalspieler, der sich mit Basel im nur 40 Kilometer von Sotogrande entfernten Marbella aufhielt. Die Gegend an der Mittelmeerküste ist derzeit einer der gewaltigsten Fußball-Hotspots Europas, zahlreiche Berater und Vereine tummeln sich hier. So waren auch die Entscheidungswege bei Katterbach extrem kurz.

So machte HSV-Boss Boldt den Katterbach-Deal perfekt

Boldt nutzte die Gunst der Stunde. Am Freitagabend erfolgte nach kurzen Verhandlungen der Durchbruch in den Gesprächen. Samstag früh stand Katterbach dann auf der Matte. Noch ist der Deal allerdings nicht endgültig, die schriftliche Fixierung fehlt. Zwischen Köln, Basel und dem HSV aber besteht eine klare mündliche Einigung.

„Der HSV hat mich sehr schnell von einem Wechsel überzeugt“, erklärte der 34-fache Junioren-Nationalspieler, der ab der U16 jedes DFB-Juniorenteam durchlief. Ich freue mich, dass ich direkt loslegen und das Team auf und neben dem Platz kennenlernen kann und will dabei meine Stärken für den gemeinsamen Erfolg einbringen.“

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Katterbach ist aber nur der erste Deal, den der HSV in diesem Winter fix macht. Intensiv gesucht wird weiterhin nach einem Innenverteidiger, der den wegen Dopings gesperrten Mario Vuskovic ersetzen soll. Heiß gehandelt wird vor allem in türkischen Medien Francisco Montero von Besiktas Istanbul, der an diesem Samstag 24 Jahre alt wurde. Der Spanier scheint im Rennen um den freien Posten in Hamburg die Nase vorn zu haben. Boldt wird sich dieser Aufgabe ab Sonntag noch etwas intensiver widmen – dann reist der 40-Jährige vorzeitig aus Spanien ab.

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