Günter Perl
Günter Perl
  • Günter Perl war im Stadtderby der Videoschiedsrichter.
  • Foto: WITTERS

„Entscheidende Szene“: HSV hadert nach Derby-Pleite mit dem Videoschiedsrichter

Die 2:3-Pleite des HSV im Stadtderby beim FC St. Pauli war verdient. Da sind sich alle Beteiligten einig. Und dennoch nagt bei allem Frust vor allem eine Szene am HSV – die mutmaßliche Fehlentscheidung von Schiedsrichter Harm Osmers unmittelbar vor dem 2:1-Führungstor durch Simon Makienok.

St. Paulis Jakov Medic hatte Bakery Jatta in der 53. Minute im Strafraum zu Fall gebracht, die Pfeife des Schiedsrichters aus Hannover aber blieb stumm. Für viele HSV-Fans ein klarer Elfmeter, um den das Team gebracht wurde. Nur Sekunden später fiel das Gegentor auf der anderen Seite. „Klar ist das eine entscheidende Szene, das muss man so sagen. Wir haben ja nicht nur den Schiedsrichter im Keller, sondern auch den Linienrichter“, sagte Trainer Tim Walter und führte aus: „Der hat einen völlig freien Blick. Dann ist es völlig unstrittig, dass das ein Elfer war.“

HSV ärgert sich nach Derby-Pleite gegen St. Pauli über VAR-Entscheidung

Warum Videoschiedsrichter Günter Perl nicht eingriff, scheint fragwürdig. „Ich finde es schwierig, sich das nicht anzugucken“, sagte Walter und unterstrich gleichzeitig: „Aber das soll nicht als Ausrede dienen. Ich suche die Fehler bei uns.“

Videoschiedsrichter Perl und der HSV – das wird keine große Liebe mehr. Schon zum dritten Mal traf der 51-Jährige eine Entscheidung, die den HSV empfindlich traf. 2018, noch zu Erstliga-Zeiten, pfiff Perl als VAR am 33. Spieltag ein Tor von Tatsuya Ito in Frankfurt wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zurück – strittig. Die Hamburger verloren anschließend 0:3 und stiegen eine Woche später ab.

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Zwei Jahre später, als die Rothosen unter Dieter Hecking um den Aufstieg kämpften und es im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück 1:1 stand, wurde Timo Letschert in der Nachspielzeit von einem VfL-Profi im Strafraum gefoult. Der Pfiff aber blieb aus und auch Video-Assistent Perl griff nicht an. Der HSV schäumte – und verspielte den Aufstieg wenige Wochen später.

Jetzt gibt es erneut Elfer-Ärger, diesmal um Jatta. Es passte zu diesem aus HSV-Sicht verkorksten Abend.

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