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Tom Mickel feiert nachdem der HSV 2019 mit 4:0 bei St. Pauli gewann
  • Nachdem der HSV 2019 mit 4:0 bei St. Pauli gewann, war Ersatzkeeper Tom Mickel vor Freude kaum noch zu bändigen.
  • Foto: WITTERS

Leiser Abschied oder neuer Vertrag: Wie geht es mit HSV-Kult-Keeper Mickel weiter?

Er brauchte nicht sonderlich viele Spiele, um auf der Beliebtheitsskala der Fans einen der Spitzenplätze einzunehmen. Seit Jahren steht Tom Mickel in der Gunst des HSV-Anhangs sehr weit oben, der Ersatzkeeper lebt den Verein wie kaum ein anderer Profi. Insbesondere seine triumphale Kung-Fu-Geste nach dem 4:0-Derbysieg am Millerntor im März 2019 ist bis heute unvergessen. Aber werden die Anhänger Mickel überhaupt nochmal im HSV-Trikot sehen? Der Vertrag des 35-Jährigen läuft Ende Juni aus, noch immer ist nicht geklärt, wie es dann weitergehen soll.

Mickel und der HSV, eine reine Liebesgeschichte. Insgesamt zwölfeinhalb Jahre steht der gebürtige Sachse in Hamburg schon unter Vertrag. Zunächst von 2009 bis Anfang 2013, nach einem eineinhalbjährigen Gastspiel in Fürth nun wieder seit Sommer 2015. Auch wenn Mickel für die Profis nur zu insgesamt sechs Einsätzen kam, war sein Wert stets unbestritten. In der Kabine war er als Wortführer und Motivator ebenso wichtig wie auf dem Trainingsplatz, wo er den Druck auf seine Konkurrenten hochhielt.

Wie aber geht es nun weiter? Klar ist momentan nur: Ein Vereinswechsel kommt für Mickel nicht mehr in Frage. Beendet der Ex-Junioren-Nationalkeeper (zwölf Einsätze) seine Karriere heimlich, still und leise?

Vertrag von Tom Mickel beim HSV läuft aus

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen und wurde durch die Geschehnisse der vergangenen Tage weiter nach hinten verschoben. Nachdem Stefan Kuntz den Posten des HSV-Sportvorstandes von Jonas Boldt übernommen hat, dürfte es noch ein paar Tage dauern, bis die Personalie Mickel abschließend behandelt wird.

Das Gedankenmodell, dass Mickel im Anschluss an seine Karriere weiter für den HSV arbeiten könnte, gibt es schon länger. Stellt sich nur die Frage, inwiefern der Verein den Keeper auch noch sportlich einbinden möchte. Momentan hat der HSV bereits fünf Torhüter für die neue Saison unter Vertrag: Stammkeeper Matheo Raab (25), Routinier Daniel Heuer Fernandes (31), Nachwuchstalent Hannes Hermann (19) sowie Leo Oppermann (22) und Marko Johansson (25), die nach ihren Leihen nach Bielefeld bzw. Rostock in den Volkspark zurückkehren. Insbesondere Hermanns Beförderung, der gerade einen Profivertrag erhielt, wurde als Fingerzeig für Mickels Ende gedeutet.

Bei drei HSV-Torhütern ist die Ausgangslage unklar

Allerdings: Bei drei dieser fünf Keeper ist die Lage völlig unklar. Heuer Fernandes hat keine Lust, weiterhin auf der Bank zu sitzen und erwägt, den Verein zu verlassen. Johansson wurde in den vergangenen beiden Jahren drei Mal verlieren, dürfte beim HSV auch weiterhin chancenlos sein. Auch Oppermann schaffte in Bielefeld nicht den erhofften Durchbruch und könnte gehen.

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Und Mickel? Noch weiß der Fan-Liebling nicht, wie es weitergeht. Auf eine Verabschiedung nach dem letzten Saisonspiel gegen Nürnberg verzichtete der Verein. Auch im Vorjahr verlängerte der Keeper seinen Vertrag erst Mitte Juni um ein weiteres Jahr. Offen, wie es nun weitergeht. Erhalten bleiben soll Mickel dem HSV in jedem Fall. Fragt sich nur, ob auf oder neben dem Platz …

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