Jogi Bitter musste den Handball zuletzt zu häufig aus dem eigenen Tor fischen.
  • Jogi Bitter musste den Handball zuletzt zu häufig aus dem eigenen Tor fischen.
  • Foto: WITTERS

HSV-Hamburg-Torwart Bitter sauer: „Wir kriegen zu viele Tore“

Bei Hamburgs Handballern ist nach zwei Niederlagen in Serie vorübergehend Ernüchterung eingetreten. Kein Beinbruch – schon gar nicht angesichts der starken Gegner Erlangen und Spitzenreiter Berlin. Besorgniserregend ist allerdings die Gegentor-Flut. Keeper-Riese Johannes Bitter schlägt Alarm.

„Wir kriegen viel zu viele Tore“, sagte der 40-Jährige auf MOPO-Nachfrage nach der deftigen 29:37-Heimniederlage gegen die Füchse. „Das müssen wir ändern.“

Die 37 Gegentore gegen Berlin, 35 bei der Niederlage in Erlangen (29:35) sowie 37 beim sensationellen 40:37-Sieg über die Rhein-Neckar Löwen, wo der furiose Angriff des HSVH im Duell zweier Highspeed-Handball-Teams die hohe Gegentorzahl wettmachte. So etwas wird eher die Ausnahme sein.


MOPO

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Der Knackpunkt: „Im Moment schaffen wir es nicht, den Gegenstoß und die zweite Welle des Gegners zu stoppen“, so Bitter. Die Folge: Zu oft hat sich die Abwehr der Hamburger noch gar nicht richtig formiert, da zappelt schon der Ball im Netz des eigenen Tores. „Das ist frustrierend.“

Trainer Jansen kündigt Analyse an

Der Grund sind Defizite beim Rückzugsverhalten. „Das war schlecht“, kritisierte Trainer Torsten Jansen nach dem Füchse-Spiel im Hinblick auf die vielen schnellen Gegentore. „Da müssen wir mal analysieren, wie wir das stoppen können.“

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Der HSVH muss eine bessere Balance zwischen seinem bislang oft sehr erfolgreichen Tempo-Spiel im Angriff und defensiver Stabilität finden. „Ich würde mir wünschen, dass wir hinten mal wieder sicher drin stehen“, so Bitter, der auf die Hilfe der Abwehr angewiesen ist. Kreisläufer Niklas Weller weiß: „Wir müssen besser Gegenstoß und zweite Welle stören, um in unsere 6-gegen-6-Abwehr zu kommen, um auch Jogi zu helfen. Gegen den Positionsangriff haben wir schon oft gezeigt, dass wir da stark sind.“

Am Samstag in Wetzlar haben Bitter, Weller & Co. die Chance, es besser zu machen. 

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