Jacob Lassen will einen Ball werfen.
  • Jacob Lassen und Co. bissen sich gegen die Füchse die Zähne aus.
  • Foto: IMAGO / Lobeca

„Dass es so krass wird …“: Handballer kassieren heftige Pleite gegen Berlin

Der Boden der Realität kann verdammt hart sein. Nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug mit Siegesserie inklusive 40:37-Coup gegen die Rhein-Neckar Löwen haben Hamburgs Handballer innerhalb von vier Tagen zwei deftige Niederlagen kassiert. Gegen den Spitzenreiter Füchse Berlin unterlag der HSVH in eigener Halle mit 28:37 (14:19). Chancenlos. 

„Dass es so krass wird…“, meinte Hamburgs konsternierter Trainer Torsten Jansen nach der einseitigen Partie vor 3417 Zuschauenden in der Sporthalle Hamburg. „Wir waren ein bisschen überfordert mit dem Tempo der Füchse.“ Das „bisschen“ ist untertrieben.

Sein Team hatte den Füchsen nichts entgegenzusetzen. „Das war von Anfang bis Ende nicht gut von uns“, sagte Kapitän Niklas Weller. Keeper-Riese Johannes Bitter: „Es war sehr früh im Spiel klar, dass heute nichts zu holen ist.“


MOPO

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Im Angriff biss sich der Rückraum an der aggressiven Berliner Mauer lange die Zähne aus. Der zuletzt so starke Linkshänder Jacob Lassen warf in den ersten 30 Minuten lediglich ein Tor, aus dem linken Rückraum kam gar nichts.

Hamburger Abwehr mit Auflösungserscheinungen

Das glatte Gegenteil einer Mauer war die Hamburger Abwehr, die vor allem gegen den Gegenstoß und die zweite Welle der Füchse überhaupt keinen Zugriff bekam, teilweise riesige Löcher aufwies oder brav Spalier stand. Besonders bitter: Erarbeitete sich der HSVH mal mühsam ein Tor, zappelte Sekunden später der Ball schon wieder im eigenen Netz. 

„So was tut dann schon weh“, bekannte Bitter (zehn Paraden), der oft auf verlorenem Posten gestanden und seinem Frust im Spiel lautstark Luft gemacht hatte. 

Jogi Bitter: Niederlage gegen Füchse Berlin „kein Beinbruch“

Eine Niederlage gegen ein Topteam sei „kein Beinbruch“, so Bitter, dem die Angelegenheit aber zu deutlich war. „Das darf man nicht so hinnehmen.“ Das Endergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können. Schon am Donnerstag hatte es bei der Niederlage in Erlangen (29:35) zu viele Gegentore gegeben. Handlungsbedarf. Weller mahnt: „Wir dürfen jetzt aber auch nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Am Samstag in Wetzlar will der HSVH ein anderes Gesicht zeigen.

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TORE HSVH: Mortensen (8/1), Lassen (6), Andersen (5), Baijens (4), Valiullin (2), Magaard (2), Weller (1).

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