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HSVH-Trainer Torsten Jansen fasst sich an den Kopf
  • Für Trainer Torsten Jansen und den HSV Hamburg ist der Lizenzentzug ein Schock.
  • Foto: WITTERS

Handball-Schock: Bundesliga entzieht dem HSV Hamburg die Lizenz!

Der Super-GAU, er ist eingetreten. Die Handball-Bundesliga (HBL) entzieht dem HSV Hamburg die Lizenz für die kommende Saison. Für die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen ist diese Nachricht, die den Zwangsabstieg für den Klub bedeutet, ein Schock.

Am Donnerstagabend hatten 2877 Fans den HSV Hamburg noch einmal in der Sporthalle Hamburg gefeiert. Der 32:30-Erfolg gegen den Bergischen HC war der siebte Heimsieg in einer Saison, in der das Team, das auf einem starken achten Platz rangiert, sportlich gerettet ist. Gut 20 Stunden nach dem Jubel folgte von der HBL der Hammer, der bei vielen Anhängern die Tränen in die Augen schießen lassen dürfte.

„Ich gehe davon aus, dass wir das gebracht haben, was gefordert war, und wir zu Recht die Lizenz bekommen haben“, klang Jansen am Donnerstagabend noch optimistisch. „Da sieht es relativ gut aus.“ Geschäftsführer Sebastian Frecke erklärte sogar: „Alle Unterlagen wurden fristgerecht eingereicht. Wir denken zu wissen, wie es ausgeht.“

Sie haben sich geirrt. Vor dem Spiel hatte die Unruhe rund um den HSVH noch mal zugenommen, weil sich der Bergische HC in die Debatte eingeschaltet hatte. Der Tabellenvorletzte, dem der Hamburger Zwangsabstieg zum Klassenerhalt voraussichtlich zum Klassenerhalt verhelfen würde, hatte sich an die HBL gewandt – mit der Ankündigung, den Rechtsweg beschreiten zu wollen, wenn die Liga dem HSV Hamburg die Lizenz erteile.

Es gebe „schwer wiegende Anhaltspunkte“ für die Annahme, dass die Hamburger keine Lizenz bekommen dürfen, schrieb der BHC. Die Klage gegen die HBL erfolge „mit ausdrücklicher Unterstützung weiterer Klubs“, hieß es.

HSV Hamburg legt Beschwerde gegen Lizenzentzug ein

Gegen den Beschluss der Lizenzierungskommission hat der HSV Hamburg frist- und formgemäß Beschwerde eingelegt. Die Beschwerde liegt dem Liga-Präsidium zur weiteren Entscheidung vor. Sollte das Präsidium die Beschwerde ablehnen, bliebe dem HSV Hamburg noch die Möglichkeit, das verbandsinterne Schiedsgericht anzurufen.

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„Wir sind uns sicher, dass wir die Bedingung erfüllt haben”, betonte Geschäftsführer Frecke auf der Vereins-Homepage und erklärte: „Wir mussten dafür in den vergangenen Tagen einige Verträge anpassen und damit Zahlungen nach vorne ziehen, damit das von der HBL berechnete Szenario einer Liquiditätslücke so nicht eintreten kann. Das haben wir getan und alle Verträge fristgerecht bei der Liga eingereicht. Leider haben wir entgegen unserer festen Erwartung trotzdem eine negative Rückmeldung von der Lizenzierungskommission erhalten. Wir werden nun den Rechtsweg nutzen und haben fristgerecht gegen die Erteilung der Bedingung Beschwerde eingelegt.”

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