Frankfurt
  • Wir hier an Silvester in Frankfurt knallte es vor dem Teamhotel des FC Barcelona.
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Schlaflose Stars? Eintracht-Fans zünden vor Barca-Hotel Feuerwerk

Volles Stadion, Bestbesetzung und jede Menge Vorfreude: Eintracht Frankfurt fühlt sich bereit für das große Fußball-Fest gegen den FC Barcelona. „Wir freuen uns alle auf einen Topgegner“, sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner vor dem Hinspiel im Viertelfinale der Europa League an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL). Bereits vorher kam es zu einem Störmanöver durch Eintracht-Fans.

Der FC Barcelona geht naturgemäß als Favorit in die Begegnung, sind die Katalanen doch sonst eher Stammgast in der Champions League. Fünf Mal haben die Katalanen diese gewonnen, in dieser Saison war aber bereits nach der Gruppenphase Schluss. Das Aus in der Königsklasse passte zur verkorksten Hinrunde der Spanier doch seit dem Jahreswechsel präsentiert sich das Team von Barca-Legende Xavi Hernandez in glänzender Verfassung und gewann unter anderem im Clásico gegen Real Madrid mit 4:0.


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„Aufgrund ihrer nationalen und internationalen Erfolge gibt es den Mythos. Ganz viele Große des Fußballs haben da gespielt“, sagte Glasner und fügte hinzu: „Sie sind wieder auf dem Weg an die Spitze.“

Aber auch beim Gegner ist man gewarnt, denn auch die jüngste Bilanz der Eintracht kann sich sehen lassen: Frankfurt hat im laufenden Wettbewerb noch kein Spiel verloren und ist seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen. „Wir dürfen das Spiel auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen“, sagte Barcelonas Trainer Xavi Hernandez.

Glasner schwärmt von Barca-Juwel Pedri

Xavi, als Spieler bereits von den Fans im Camp Nou verehrt, trainiert eine Mannschaft, die aus einer interessanten Mischung aus verheißungsvollen Talenten und erfahrenen Haudegen besteht. So stehen mit dem deutschen Nationalkeeper ter Stegen, den drei Spaniern Gerard Pique, Jordi Alba und Sergio Busquets und dem ehemaligen Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang viele Spieler mit Erfahrung im Kader, im Winter kam sogar der 38-Jährige Dani Alves zurück.

Doch auch die junge Generation ist in allen Mannschaftsteilen vertreten. Ronald Araujo (23, Abwehr) oder Gavi (17, Mittelfeld) sind da nur zwei Beispiele. Das größte Versprechen für die Zukunft ist jedoch Pedri, der mit 19 Jahren bereits unersetzbar in Barcelonas Mittelfeld ist und über eine Wahnsinnsklausel in seinem Vertrag verfügt. „Pedri ist sicherlich eines der größten Talente im spanischen Fußball. Er passt perfekt in das Spielsystem von Barcelona und hat immer wieder die richtigen Lösungen parat. Das ist ein Spieler, dem die Zukunft gehört – in Spanien und Europa“, so Glasner.

Bernd Schuster: Frankfurt muss Coolness bewahren

Dass die Frankfurter gegen die Xavi-Elf bestehen können, ist laut Bernd Schuster durchaus möglich. Der ehemalige deutsche Nationalspieler war von 1980 bis 1988 bei den Katalanen aktiv und sieht Frankfurt nicht als klaren Außenseiter an. „Frankfurt muss nicht mehr voller Ehrfurcht vor Superstars wie Messi, Suarez oder Neymar sein“, sagte der 62-Jährige der „Sport Bild“.

Er sehe bei Barca noch keine Stabilität. „Wenn sie mal nicht gut ins Pressing kommen und der Gegner schnell spielt, läuft dieser oft mit Wucht auf drei völlig allein gelassene Abwehrspieler zu“, erklärte Schuster. „Auch Standards sind ein Mittel – defensiv ist das seit Jahren Barcelonas Achillesferse.“ Darüber hinaus gehe es für die EIntracht vor allem darum, „die Coolness“ zu bewahren.

Ob das für die Eintracht-Profis angesichts eines der größten Spiele der Vereinsgeschichte möglich ist, wird man erst sehen müssen. Die Vorbereitung auf den Kracher verlief zumindest für den Gegner nicht ohne Zwischenfälle. Vor Barcelonas Teamhotel im Stadtteil Westend kam es in der Nacht zum Donnerstag zu einem Feuerwerk und einigen gezündeten Böllern. Dies berichtete der Hessische Rundfunk unter Berufung auf einen Hotelsprecher.

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Ein Feuerwerk dürfte man am Donnerstagabend auch von den Rängen erwarten, denn die Arena ist mit 48.500 Zuschauern ausverkauft. „Wir gehen davon aus, dass sich die Fans etwas überlegt haben“, sagte Kapitän Sebastian Rode. Für Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann ist die Rückkehr zur Vollauslastung nach der schwierigen Corona-Zeit „ein Geschenk des Himmels“. (dpa/pfe)

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