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Andriy Yarmolenko und Oleksandr Zinchenko
  • Die ukrainischen Nationalmannschaftskollegen Andriy Yarmolenko (r.) und Oleksandr Zinchenko (l.) treffen in der Premiere League regelmäßig aufeinander.
  • Foto: Lintao Zhang / Staff

Tränen statt träumen: So reagieren die Ukraine-Stars auf ausgesetztes WM-Quali-Spiel

Andriy Yarmolenko und Co. träumen mit der Ukraine noch von der WM, aber der Krieg in der Heimat überschattet alles – und wirbelt die Qualifikation durcheinander.

Flutlicht, 50.000 Fans auf den Rängen im Hampden Park, Play-off-Halbfinale gegen Schottland, der ganz große WM-Traum unten auf dem Rasen bei Andriy Yarmolenko und Co. – es hätte so schön sein können. Doch stattdessen erleben die Ukrainer und ihre Stars seit vier Wochen einen schrecklichen Albtraum.

WM-Playoffs: Ukraine gegen Schottland ist ausgesetzt

„Es ist so schwer, im Moment an Fußball zu denken. Die russische Armee tötet täglich Menschen in der Ukraine“, sagte Yarmolenko, der ehemalige BVB-Star, zuletzt. Und Oleksandr Zinchenko von Manchester City meinte: „Ich weine nur noch.“

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Das eigentlich für Donnerstag geplante Spiel in Glasgow wurde wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine verschoben, es soll nun zwischen dem 2. bis 14. Juni nachgeholt werden. Aber ob bis dahin keine Bomben mehr explodieren, keine Raketen mehr fliegen und keine Panzer mehr rollen, darf bezweifelt werden.

Shevchenko: Putin sei „ein Mörder“

Schließlich sei Russlands Präsident Wladimir Putin „ein Mörder“, wie Nationalheld Andriy Shevchenko sagte. Und der ukrainische Verband hat klargestellt: Gegen Schottland könne erst gespielt werden, wenn Frieden herrscht. „Sobald die Waffen ruhen, werden wir uns mit diesem Thema beschäftigen“, sagte Vizepräsident Oleh Protasov der FAZ.

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Damit kann auch das Play-off-Finale um das Ticket für Katar gegen den Sieger der Partie Wales gegen Österreich erst im Juni gespielt werden – wenn überhaupt.

Voronin: „Warten und hoffen, dass dieser Albtraum vorbeigeht“

Ein Vorgehen, was passiert, wenn das Spiel Schottland gegen Ukraine erneut nicht ausgetragen werden kann, ist noch nicht festgelegt worden. Von den 23 Spielern des ukrainischen Kaders aus der letzten WM-Quali-Partie standen 15 Profis bei Klubs aus der Heimat unter Vertrag, einige Spieler haben sich dem Militär angeschlossen, die Liga pausiert natürlich.


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Und was bedeutet schon eine WM im Vergleich zu den Problemen, die die Ukrainer im Moment umtreiben, sie um ihr Leben fürchten, um die Zukunft ihres Landes bangen lassen? „Das ist im Vergleich zu allem, was gerade passiert, so klein. Und ob wir am Ende bei der WM in Katar dabei sind oder nicht, das interessiert im Moment niemanden“, sagte der frühere Bundesliga-Profi Andriy Voronin der Süddeutschen Zeitung: „Auch die Jungs nicht. Alle warten und hoffen, dass dieser Albtraum vorbeigeht. Ich auch. Wenn es so weit ist, werden wir darüber reden können.“ (sid/fe)

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