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Jackson Irvine bejubelt sein Tor zum 2:1 in Paderborn
  • Jackson Irvine bejubelt sein Tor zum 2:1 in Paderborn – zum Sieg reichte es für St. Pauli aber nicht.
  • Foto: WITTERS

„Nicht Larifari“: Hürzeler mahnt gegen Karlsruhe zur Seriosität

Schnörkel, nein danke! Fabian Hürzeler will seine Mannschaft gegen Karlsruhe „effektiv und erfolgreich” sehen – als Lehre aus dem jüngsten 2:2 in Paderborn.

Verlierer lernen besser aus der Geschichte, heißt es. Weil sie sich mit ihren Fehlern auseinandersetzen müssen. Der FC St. Pauli hat in seiner jüngeren Geschichte diesbezüglich ein Problem: Er hat in dieser Saison einfach noch nicht verloren. Das Remis in Paderborn bot Fabian Hürzeler aber genug Anlass, um den Finger in kleinen Wunden des braun-weißen Spiels zu legen.

Zu viele Fehler: Hürzeler benennt die Ursachen klar

„Wir waren zu schläfrig beim Nachschieben, wir waren nicht so konsequent in der Restverteidigung, wir waren im Gegenpressing nicht so aktiv wie in den Spielen zuvor”, fasste der Trainer zusammen: „Wir waren auch im Kopf zu langsam, die richtigen Entscheidungen zu treffen.”

Klingt harsch nach verteidigter Tabellenführung. Doch Hürzeler will unter allen Umständen vermeiden, dass seine Kicker sich am schönen Spiel berauschen und sein System zum Selbstzweck wird. Auch Dominanzfußball wird erst durch Tore schön. Da liegt er ganz auf einer Linie mit Dettmar Cramer. „Die wirkliche Schönheit des Fußballs ist die Effektivität”, war ein Leitsatz der Trainer-Legende: „Einfachheit gewinnt Spiele, die Kompliziertheit verliert sie.”

St. Pauli-Coach Hürzeler fordert mehr Seriosität

Hürzeler haut in dieselbe Kerbe, schließlich hat seine Mannschaft in Paderborn einen Rückstand gedreht, dann aber doch nicht gewonnen. „Wir müssen unsere Spiele seriös zu Ende bringen”, mahnte der Coach. Es gehe darum, „das Spiel nicht larifari zu Ende zu bringen, keine Prozente schleifen zu lassen”. Eine Botschaft, die in der abgelaufenen Trainingswoche angekommen sei: „Ich glaube, daraus haben wir im Spiel gegen Paderborn gelernt.”

Schließlich war in Ostwestfalen ja auch nicht alles schlecht, bei weitem nicht. „Die zweite Halbzeit war eine der besten Halbzeiten, die wir jemals gespielt haben”, würdigte der Trainer die Bemühungen – und ordnete den Gesamtauftritt ein: „Natürlich können wir als St. Pauli nicht erwarten, dass wir jeden Gegner 6:1 schlagen. Jedes Spiel hier bei uns wird harte Arbeit sein.”

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Die wartet auch gegen den Karlsruher SC, der nach längerer Durststrecke mit dem 3:0 gegen Schalke neuen Mut getankt hat. Hürzeler war beeindruckt: „Karlsruhe ist eine Mannschaft. Gegen Schalke waren sie immer füreinander da von der Körpersprache her, sie haben abgeklatscht … und das nach fünf sieglosen Spielen.”

Bei allem Respekt: Hürzeler hätte nichts dagegen, wenn Karlsruhe das Millerntor als Verlierer verlässt. Mit viel Stoff zum Lernen.

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