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Oladapo Afolayan im Spiel des FC St. Pauli gegen Paderborn
  • Flügelzange: Oladapo Afolayan (l.) und Elias Saad waren bislang gesetzt auf den Außenbahnen.
  • Foto: WITTERS

Afolayan und Saad nicht mehr gesetzt: Baut Hürzeler jetzt St. Paulis Flügel um?

Großen Wirbel gibt es beim FC St. Pauli derzeit nur auf dem Rasen – dem sportlichen Erfolg und Platz eins in der Tabelle sei dank. Die Frage, wer denn am Wochenende auf den offensiven Außenbahnen wirbelt, ist die wohl spannendste vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Samstag. Bislang waren Elias Saad und Oladapo Afolayan dort gesetzt – dabei ist das eigentlich gar nicht die Lieblingsvariante einer Flügelzange des Trainers.

Zehn Saisonspiele, zehnmal Startelf, drei Tore – das ist die Bilanz von Saad, die sich mehr als sehen lassen kann und seinen Stellenwert innerhalb der Mannschaft unterstreicht. Das gilt auch für Afolayan, der ebenfalls alle zehn Saisonspiele bestritten hat (ein Tor) und neunmal in der Startformation stand.

FC St. Pauli: Elias Saad hat zuletzt hart trainiert

Doch die Konkurrenz schläft nicht, sie macht Druck, mehr denn je in dieser Saison. Die anstehende Englische Woche mit dem Pokalspiel gegen Schalke am Dienstag könnte Veränderungen bringen. Saad hatte zuletzt in Paderborn (2:2) nicht seinen besten Tag gehabt, sich einen Ballverlust geleistet, der den 0:1-Rückstand einleitete, und war zur Halbzeit ausgewechselt worden und sichtlich niedergeschlagen.

„Elias hat definitiv eine Reaktion gezeigt“, berichtet Trainer Fabian Hürzeler, der diese nach dem Spiel auch eingefordert hatte. Saad sei am Tag nach der Partie nicht mit den Startelf-Spielern ausgelaufen, sondern habe trainiert – und am folgenden freien Tag gleich noch mal. „Er hat sofort gezeigt, dass er wieder da ist und sich von so einem Spiel in seiner Entwicklung nicht zurückdrängen lässt.“ Könnte Saad dennoch eine Pause bekommen?

Metcalfe wurde gegen Paderborn für Saad eingewechselt

„Ob wir da was verändern oder nicht, kommt auch auf die nächsten zwei Tage an“, sagt Hürzeler. „Ich sage bewusst, dass Trainingsleistung für uns immens wichtig ist und wir da die Intensität und den Konkurrenzkampf enorm hochhalten. Und wir haben super Optionen auf der Außenbahn.“

Eine davon: Connor Metcalfe, der „eine super Leistung gezeigt hat, als er reingekommen ist“, so der Coach. Der vielseitige Australier war in Paderborn für Saad in die Partie gekommen. Als Linksfuß übernahm er die rechte Seite von Rechtsfuß Afolayan, welcher auf die linke Saad-Seite wechselte.

Fabian Hürzeler begeistert von Etienne Amenyido und Danel Sinani

Es war Hürzelers Idealvorstellung von einer Flügelzange – unabhängig von Namen. „Meine Präferenz ist schon klar, dass ich auf der linken Seite einen Rechtsfuß und auf der rechten Seite einen Linksfuß habe“, sagt der Coach. Weil diese Spieler nach innen ziehen, die gefährliche Zone bespielen, in den Strafraum eindringen, passen oder mit ihrem starken Fuß abschließen können. Die Personalauswahl sei aber auch „gegnerabhängig“.

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Etienne Amenyido, ein Rechtsfuß, und Danel Sinani (Linksfuß) kämpfen wie Metcalfe um mehr Spielanteile. „Eti ist für mich langsam ein Startelf-Kandidat“, sagt Hürzeler. Und der Luxemburger Sinani „zeigt im Training richtig gute Leistungen, auch in den Länderspielen davor“.

Fünf fitte und hochmotivierte Kandidaten für den heißen Kampf um zwei Plätze auf den Flügeln. Der Coach hat die Qual der Wahl – und freut sich. „Für mich als Trainer ist das top, dass wir mit so einer Auswahl in die Englische Woche gehen können und ich habe auch zu den Jungs gesagt, dass wir jeden Spieler brauchen werden und das wird auch der Fall sein.“

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