• Ein Bild aus glücklicheren Schalker Tagen: Trainer Mirko Slomka und Torwart Manuel Neuer im Dezember 2006
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„Dramatisch, brutal, traurig“: So denken Slomka und Neuer über den Schalke-Niedergang

Für den Bundesligisten Schalke 04 wird es immer schwieriger aus dieser enorm großen Krise herauszufinden. Auch ehemalige Schalker-Funktionäre wie Trainer Mirko Slomka und Manuel Neuer sehen kein helles Licht am Ende des Tunnels. 

Der langjährige Bundesliga-Trainer Slomka hält die Situation bei seinem früheren Klub Schalke 04 für „sehr dramatisch“ und „brutal schwierig“. In einem Interview des Radiosenders NDR2 kritisierte der 53-Jährige vor allem die jüngsten Personalentscheidungen des Tabellenletzten.

Slomka über Schalke

Mirko Slomka war bis April 2008 Cheftrainer von Schalke 04.

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imago images/Chai v.d. Laage

„Ich persönlich sage: Wenn ich Spieler wie Ibisevic, Bentaleb oder Harit habe, die der Mannschaft helfen können, oder einen Technischen Direktor wie Michael Reschke, den man vor die Tür gesetzt hat, der aber ein ausgewiesener Fachmann ist, muss man einfach zusammenhalten und nicht alles auseinanderdividieren“, sagte Slomka.

Schalke Ex-Trainer Slomka: „Man muss jede Arbeitskraft nutzen“

„Dann muss man jede Arbeitskraft nutzen, um den Turnaround zu schaffen. Das ist bei den Knappen in der letzten Woche ziemlich in die Hose gegangen“, ergänzte der ehemalige Schalke-Trainer. Slomka war von 2004 bis 2006 Co- und bis April 2008 auch Cheftrainer der Königsblauen. In dieser Zeit erreichte der Klub das Halbfinale des UEFA-Pokals und wäre 2007 beinahe deutscher Meister geworden.

Nationaltorhüter Neuer: „Es macht mich traurig“

Nationaltorhüter Manuel Neuer macht sich Sorgen um seinen ehemaligen Verein. „Schalke ist der Klub, bei dem ich groß geworden bin. Ich habe dort 20 Jahre gespielt und bin traurig, diese Entwicklung mitzuerleben“, sagte der 34-Jährige mit Blick auf den Tabellenletzten Schalke 04 und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass es bald wieder aufwärts geht.“

Der Verein spielt für Manuel Neuer noch eine große Rolle

Neuer, der seit 2011 für Bayern München spielt, wurde in Gelsenkirchen geboren und entwickelte sich auf Schalke zum Fußballprofi. „Der Verein“, sagte Neuer, „spielt für mich noch eine große Rolle“ – auch weil ein Familienmitglied noch für den Klub tätig ist: „Mein Bruder Marcel arbeitet dort als Schiedsrichter-Beauftragter.“

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Ob er nach seiner Laufbahn als Spieler ins Ruhrgebiet zurückkehrt, ließ Neuer offen: „Ich weiß noch nicht genau, wo ich nach meiner Karriere bleibe. Aber ich möchte nichts ausschließen.“ Bis 2023 steht er ohnehin noch beim Rekordmeister unter Vertrag. (mp/dpa)

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