Wasser, Tee und Saft in drei Gläsern
Wasser, Tee und Saft in drei Gläsern
  • Saftkuren gehören zu den angesagtesten Fasten-Trends. Welche Gefahren das mit sich bringt, sagt unser MOPO-Fitmacher.
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Fasten für die Gesundheit? Bitte lassen Sie den Quatsch

Fasten hält sich hartnäckig als Trend, soll gut und gesund für Körper und Geist sein. Man nimmt ab, wird gesünder, startet neu durch. Ist das wirklich so? Dabei hilft ein genauer Blick auf die Funktionen im Körper.

Eine Sache noch vorweg. Es gibt zwei Arten des Fastens: Intervallfasten und „richtiges“ Fasten, auch Heilfasten genannt. Intervallfasten können wir an dieser Stelle vernachlässigen, denn in der Regel nimmt man trotz eines Fasten-Zeitraums genug Kalorien zu sich. Anders verhält es sich beim „richtigen“ Fasten. Hier nimmt man über Tage und Wochen sehr wenige Kalorien zu sich, oft sind es nur zwischen 0 und 500 pro Tag. Viele Menschen kombinieren den Zeitraum mit Nahrungsergänzungsmitteln, Suppen oder Säften. Fasten ist ein riesiger Markt geworden und es lässt sich viel Geld mit dem Thema verdienen.

Der Körper schaltet beim Fasten in den Energiesparmodus

Es gibt diverse Gründe zu fasten, auch religiöse, politische, psychische oder gastroenterologische. Über die möchte ich ausdrücklich nicht sprechen, kann und möchte darüber nicht urteilen. Aber aus der Sicht eines Trainers ist die Antwort recht einfach: Der Körper braucht eine bestimmte Menge an Energie und Nährstoffen. Wenn wir ihm diese Energie nicht geben, dann geht es ihm nicht gut. Der Körper schaltet in den Alarmmodus, produziert unglaublich viel Stress und reduziert die Funktionen, die Energie verbrauchen. Der Kreislauf wird heruntergefahren, Muskelmasse wird abgebaut, die Energiezufuhr zum Gehirn nimmt ab. Der Mensch wird schwächer, kann lethargisch werden, gar depressiv.  


Arlow Pieniak ist der MOPO-Fitmacher. Patrick Sun
Arlow Pieniak ist der MOPO-Fitmacher.

Der MOPO-Fitmacher

Arlow Pieniak ist Personal Trainer und unterstützt Menschen dabei, nachhaltig ein gesundes, schmerzfreies Leben zu führen – in seinem Studio in Eimsbüttel und als „MOPO-Fitmacher“. Folgen Sie Pieniak auch auf Instagram: @workittraininghamburg

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Ein Training ist so nicht möglich, die Muskeln krampfen, der Kreislauf kollabiert, Verletzungen folgen. Wie also kann Fasten dann gut für mich sein? Zum Abnehmen? Klar, anfangs wiegt man weniger. Wasser wird aus den Zellen gedrückt, im Darm ist kein verdautes Essen, aber wer zum Abnehmen fastet, muss wissen, dass dabei kein Fett verbrannt wird. Der Körper will ja schließlich Kalorien sparen, da ein Mangel vorliegt, und lässt seine Polster in Ruhe.

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Meine Empfehlung lautet: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes Trainingsmaß und verzichten Sie dabei nicht aufs Essen. Das tut Ihrem Körper nicht gut.

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