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Sahra Wagenknecht im Studio der ARD-Talksendung Anne Will.
  • Eine neue Partei unter Führung von Sahra Wagenknecht (54, Linke) könnte laut einer Umfrage auf ein hohes Wählerpotenzial stoßen.
  • Foto: imago/Jürgen Heinrich

Umfrage sieht hohes Potenzial für Wagenknecht-Partei – auch bei AfD-Anhängern

Sahra Wagenknecht denkt darüber nach, die Linke zu verlassen und eine eigene Partei zu gründen. Sollte sich die 54-Jährige zu diesem Schritt entscheiden, könnte sie sich offenbar vom Fleck weg über eine große Anhängerschaft freuen. Das dürfte besonders am rechten Rand für Ärger sorgen.

Etwa jeder fünfte Wahlberechtigte könnte sich einer Umfrage zufolge grundsätzlich vorstellen, eine neue Partei unter Führung der prominenten Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu wählen. 20 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befragten Personen antworteten auf eine entsprechende Frage mit „Eher Ja“ (14) oder „Ja, auf jeden Fall“ (6). 63 Prozent können sich das (eher) nicht vorstellen. 17 Prozent antworteten mit „weiß nicht“.

Umfrage: Wagenknecht-Partei stößt auf hohes Interesse

Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um eine Prognose handelt. Die Umfrage kann keine Aussage darüber treffen, wie viele Menschen sich tatsächlich dafür entscheiden würden, eine solche bisher nicht existierende Partei zu wählen. Es wird nur das allgemeine Potenzial dargestellt.

Dieses ist der Umfrage zufolge in Ostdeutschland deutlich höher, wo 29 Prozent sich grundsätzlich vorstellen könnten, eine Wagenknecht-Partei zu wählen. Im Westen sind es 19 Prozent. Den meisten Zuspruch könnte sie wohl von Anhängern der Linkspartei erwarten (55 Prozent). Von den AfD-Anhängern könnte sich fast jeder Dritte (29 Prozent) vorstellen, Wagenknecht zu wählen, dahinter folgen die SPD- und FDP-Anhänger (jeweils 21 Prozent). Für die repräsentative Umfrage hatte YouGov zwischen dem 15. und 20. September 2023 2134 Personen befragt.

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Wagenknecht hat sich mit der Linken überworfen und kritisiert die politische Ausrichtung ihrer Partei. Sie spielt mit dem Gedanken, eine eigene Partei zu gründen. Eine Entscheidung darüber will sie nach eigener Aussage bis Ende des Jahres treffen. (dpa/mp)

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