Erstürmung des Kapitols
  • Am 6. Januar 2020 erstürmten Trump-Anhänger das Herz der amerikanischen Demokratie: das Kapitol.
  • Foto: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta

Sturm auf Kapitol: Jetzt geht der Ärger erst richtig los

Donald Trump tingelt auch heute noch durch die USA und erzählt sein Märchen vom Wahlbetrug. In Washington hat unterdessen ein Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des Kapitols am 6. Januar 2020 durch seine Anhänger die Arbeit aufgenommen. Das könnte für den ehemaligen US-Präsidenten noch höchst unangenehm werden.

Die mächtige demokratische Mehrheitsführerin Nancy Pelosi hatte den Ausschuss ins Leben gerufen. Schon das war alles andere als einfach. Denn die Republikaner wollten zwei Abgeordnete abstellen, die als Krawall-Politiker und glühende Trump-Fans bekannt sind.

Zwei republikanische Trump-Gegner im Ausschuss

Doch die 81-Jährige lehnte die beiden aus Befangenheit ab. Stattdessen holte sie mit Liz Cheney und Adam Kinzinger zwei Republikaner in das Gremium. die Trump bereits öffentlich für die Erstürmung mit verantwortlich gemacht haben.

Nancy Pelosi
Nancy Pelosi ist die Mehrheitsführerin der Demokraten im Repräsentantenhaus – und ein Hassobjekt der Republikaner.

Die Trump-Anhänger in Washington halten den ganzen Untersuchungsausschuss für unnötig. Fraktionschef Kevin McCarthy empörte sich: „Es gibt nichts aufzuklären.“ Wenn überhaupt müsse man die Beteilung von „Black Lives Matter“ oder der „Antifa“ untersuchen.

Was tat Trump während der Attacke auf Kapitol?

Doch es dürfte anders kommen. Im Zentrum des Ausschusses steht die Frage: Was tat Trump vor, während und nach der Attacke? Wie hat er seine Rede vor dem Aufstand vorbereitet, in der er die Menge zum Kampf aufforderte? Wann wusste er, dass der Pro-Trump-Mob das Kapitol bedrohte?

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Um die Wahrheit herauszufinden, könnte der Ausschuss Trumps Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, Trumps Tochter Ivanka oder deren Ehemann Jared Kushner vorladen und befragen. Trump tobt bereits heute, wie Vertraute erzählen. Für ihn ist die Sache wieder nur die übliche „Hexenjagd“ auf ihn.

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