Im Februar lohnt ein Blick in den Nachthimmel: Drei Planeten und ein Komet kann man entdecken. (Symbolbild).
Im Februar lohnt ein Blick in den Nachthimmel: Drei Planeten und ein Komet kann man entdecken. (Symbolbild).
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Sterne-Spektakel: Warum Sie im Februar unbedingt in den Himmel gucken sollten

Drei helle Planeten schmücken im Februar den Abendhimmel. Noch bevor es richtig dunkel geworden ist, kann man sie schon in der Abenddämmerung erkennen. Dazu kommt noch ein Komet, der mit einem Fernglas zu sehen ist – ein Blick in den Himmel lohnt sich.

Hoch am Westhimmel glänzt Mars, der äußere Nachbarplanet der Erde, in einem gelblich-rötlichen Licht. Zwar nimmt seine Helligkeit weiter ab, aber er bleibt immer noch ein auffälliges Gestirn. In der ersten Februarwoche wandert Mars acht Grad nördlich am orangenen Aldebaran, dem Hauptstern des Stieres, vorbei. Jetzt kann man beide miteinander leicht vergleichen: Welcher von beiden sieht röter aus – Mars oder Aldebaran?

Himmel über Hamburg: Diese drei Planeten sind zu sehen

Im Laufe des Monats geht Mars immer früher unter – Anfang Februar gegen halb fünf Uhr morgens, Ende des Monats etwa eine Stunde früher. In der Nacht vom 27. auf 28. begegnet der zunehmende Halbmond dem roten Planeten.

Weit im Westen strahlt Jupiter im Sternbild Fische. Mitte Februar geht er durch die Nordostecke des Sternbildes Walfisch. Jupiter geht auch immer früher unter, Ende des Monats schon kurz vor 21 Uhr. Knapp über dem Südwesthorizont leuchtet Venus, unser innerer Nachbarplanet. Der Planet der Liebesgöttin baut seine Stellung am Abendhimmel aus. Er geht immer später unter.

Himmel-Spektakel: Aschermittwoch besonders lohnenswert

Ein spektakulärer Himmelsanblick ergibt sich am Aschermittwoch: Am 22. sieht man gegen 19 Uhr am abendlichen Westhimmel die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zwischen Venus und Jupiter. Beide Planeten sind leicht zu unterscheiden: Venus ist weitaus heller als Jupiter. Venus verfolgt den Riesenplaneten und rückt ihm immer näher. Am 2. März überholt sie schließlich Jupiter.

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) über Drebber, in Niedersachsen. Während die meisten Kometen nur mit guten Teleskopen beobachtet werden können, kann in diesem Februar ZTF schon mit einem großen Fernglas gesehen werden. dpa
Der Komet C/2022 E3 (ZTF) über Drebber, in Niedersachsen. Während die meisten Kometen nur mit guten Teleskopen beobachtet werden können, kann in diesem Februar ZTF schon mit einem großen Fernglas gesehen werden.
Der Komet C/2022 E3 (ZTF) über Drebber, in Niedersachsen. Während die meisten Kometen nur mit guten Teleskopen beobachtet werden können, kann in diesem Februar ZTF schon mit einem großen Fernglas gesehen werden.

Der vergleichsweise helle Komet C/2022 E3, der bereits im Januar Schlagzeilen machte, zeigt sich auch im Februar. Er wurde von dem Astronomenteam Zwicky-Transient-Facility Anfang März vorigen Jahres entdeckt und trägt die Kurzbezeichnung ZTF. Während die meisten Kometen nur mit guten Teleskopen beobachtet werden können, kann ZTF schon mit einem großen Fernglas gesehen werden.

Der helle Komet: So bewegt er sich über den Himmel

Zu Monatsbeginn befindet sich Komet ZTF noch nahe dem Polarstern. Er eilt schnurstracks südwärts und passiert am 6. die Kapella, den hellen gelblichen Hauptstern des Fuhrmanns. Vier Tage später zieht ZTF an Mars vorbei und erreicht schon am 15. den orangen Aldebaran im Sternbild Stier. Nach der Monatsmitte wird es schwierig, diesen Kometen noch aufzuspüren. Auf seine Wiederkehr kann man allerdings nicht warten. Sie erfolgt erst 52.400 Jahren.

Am 1. Februar zieht ZTF in nur 42 Millionen Kilometer Entfernung an der Erde vorbei, das ist weniger als ein Drittel der Distanz von der Erde zur Sonne. Die Wintersternbilder sind zur Standardbeobachtungszeit um 22 Uhr bereits nach Westen rückt. Orion nimmt seinen Platz im Südwesten ein. Sein rötlicher Schulterstern Beteigeuze und sein bläulicher Fußstern Rigel sind selbst am aufgehellten Stadthimmel gut zu erkennen, ebenso die drei in einer Reihe stehenden Gürtelsterne. Dem Himmelsjäger Orion folgt der Große Hund. Sein heller, bläulich strahlender Hauptstern Sirius passiert so eben die Mittagslinie.

Er kündigt den Frühling an: Löwe-Sternbild erscheint

Am Osthimmel ist bereits der Löwe erschienen. Er kündigt den kommenden Frühling an. Denn der Löwe ist das Leitsternbild des Frühlingshimmels. Sein Hauptstern heißt Regulus, was kleiner König heißt. Von dieser bläulichen, sehr heißen Sonne ist das Licht 79 Jahre zur Erde unterwegs, ein ganzes Menschenleben lang. In Kilometer ausgedrückt sind dies fast 750 Billionen.

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Hoch über unseren Köpfen stehen die beiden Sternenketten der Zwillinge. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen findet man den Krebs. Dem Namen nach kennt ihn fast jeder, da er zum Tierkreis gehört, also zu jenen Bildern, durch die die Sonne im Laufe eines Jahres wandert. In Horoskopen wird er häufig erwähnt. Aber kaum jemand hat den Krebs am Sternenhimmel gesehen. Ihn auszumachen ist nicht einfach, da er sich nur aus lichtschwachen Sternen zusammensetzt.

Unsere Sonne: Sie ist derzeit ziemlich aktiv

Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen immer höher, während das Himmels-W, die Kassiopeia zum Horizont herabsinkt, ihn aber nicht erreicht, da sie bei uns zu den zirkumpolaren Sternbildern zählt, die bekanntlich nie untergehen. Der Mond befindet sich mit 406.476 Kilometer am 4. vormittags in Erdferne, während ihn am 19. in Erdnähe ebenfalls vormittags 358.267 Kilometer von uns trennen. Da am 5. um 19.29 Uhr Vollmond im Sternbild Löwe eintritt, ereignet sich wegen fast gleichzeitiger Erdferne im Februar der kleinste Vollmond des Jahres. In Neumondposition kommt der Erdtrabant am 20. um 8.06 Uhr. Wegen gleichzeitiger Erdnähe kommt es wieder einmal zu Springfluten.

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Zurzeit zeigt sich unsere Sonne recht aktiv. Zahlreiche Flecken und Fleckengruppen sind zu beobachten. An ihnen lässt sich die Drehung der Sonne verfolgen. Die Sonne rotiert in 25 bis 30 Tagen je nach heliographischer Breite einmal um ihre Achse – am Äquator schneller als an den Polen. Da sich die Erde in dieser Zeitspanne ein gutes Stück weiterbewegt, dauert es etwas länger, bis die gleiche Fleckengruppe wieder am Ostrand der Sonne auftaucht.

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