Berlin Silvester Polizei
Berlin Silvester Polizei
  • In mehreren deutschen Städten wurden in der Silvesternacht Polizeibeamte mit Feuerwerk beschossen.
  • Foto: picture alliance/dpa/TNN | Julius-Christian Schreiner

Silvester-Krawalle in Berlin: Polizei korrigiert Zahlen nach unten

Neue Details zur Krawall-Silvesternacht in Berlin: Wie die Polizei nun mitteilte, waren die meisten der festgenommenen Täter Deutsche und unter 21 Jahre alt. Zuvor war von 145 Festgenommen mit 18 Nationalitäten die Rede, die im Zusammenhang mit den Angriffen gestanden haben sollen. Die Polizei präzisierte nun ihre Zahlen.

Wie der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf die Berliner Polizei berichtet, sind nach den Böller-Angriffen auf Polizisten und Feuerwehrleute insgesamt 38 Personen festgenommen worden – zwei Drittel davon seien deutsche Staatsbürger. Am Montag teilte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses mit, dass inzwischen 22 Verfahren mit etwa zehn Verdächtigen, die im Zusammenhang mit der Silvesternacht stehen, an die Staatsanwaltschaft übergeben wurden. Nach derzeitigem Stand gebe es 49 Verfahren zu den Angriffen auf Polizisten mit 37 Beschuldigten und 53 Verfahren, bei denen Feuerwehrleute angegriffen worden seien.

Silvesternacht in Berlin: Mehrheit der Festgenommenen waren Deutsche

Die Polizei arbeite „wirklich mit Hochdruck“ an der Aufklärung der Geschehnisse, betonte Slowik. Dabei konzentriere sie sich vor allem auf die Auswertung des umfangreichen Videomaterials. Es würden aber auch erste Zeugen vernommen.

Zuerst hatte es geheißen, dass 145 Personen mit 18 verschiedenen Nationalitäten in der Neujahrsnacht festgenommen worden seien. Die Zahl hatte eine Debatte um mangelnde Integration, vor allem in Berliner Hotspots wie Neukölln, und die bessere Ausrüstung von Einsatzkräften ausgelöst. Wie der „Tagesspiegel“ weiter berichtet, sei die Zahl jedoch nur bedingt aussagekräftig, denn sie bezieht sich auf alle Personen, die in gesamt Berlin in der Silvesternacht festgenommen wurden – wegen verschiedenster Delikte. So sind von den insgesamt 145 Festgenommenen 45 Deutsche, 27 Afghanen, 21 Syrer, neun Iraker, jeweils fünf Polen, Türken und Libanesen. Auch Personen aus Frankreich, Italien, Australien, Indien, Iran, Serbien, Jordanien und afrikanischen Ländern wurden festgenommen.

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Wie es weiter heißt, ist es „klar, dass zahlreiche Personen, die Polizei und Feuerwehr attackiert haben, nach übereinstimmenden Schilderungen der Einsatzkräfte und belegt durch Videos einen Migrationshintergrund haben.“ Jedoch gab es auch Vermummte, die die Feuerwehr und Polizei angegriffen haben. Ermittler vermuten hier auch Menschen ohne Migrationshintergrund, auch die Beteiligung der linksradikalen Szene müsse noch geklärt werden.

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Am Dienstag wollen Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ein Maßnahmepaket vorlegen. Spranger will auf Bundesebene eine Verschärfung des Waffenrechts erreichen, ebenso Öffnungsklauseln, damit die Länder Böllerverbote ausweiten können. (alp)

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