Eine Lehrerin spricht am Tisch mit einem Schüler
Eine Lehrerin spricht am Tisch mit einem Schüler
  • Lehrer:innen in Niedersachsen sollen Schüler:innen bald auch andere Bewertungen als klassische Noten geben können. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod

Notenrevolution im Norden: Was dieses Bundesland ändern will

Die Noten von eins bis sechs gehören für viele zur Schule wie der Stundenplan oder die große Pause. Doch für Niedersachsens zuständige Ministerin ist das System nicht optimal. Sie will den Schulen andere Formen der Bewertung erleichtern.

Niedersachsens Schulen soll es erleichtert werden, auf die Benotung der Schülerinnen und Schüler zu verzichten. „Viele Schulen machen die Erfahrung, dass den Schülerinnen und Schülern die Ziffernnote nicht hilft, weil sie nichts darüber sagt, was noch gelernt werden muss“, sagte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne).

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Einige Schulen nutzten daher Berichtszeugnisse, um gezielter auf die Entwicklung hinzuweisen. „Es gibt auch Schulen, die mit Prozentzahlen arbeiten. Das ist bisher aber alles eng reglementiert. Wir wollen den Schulen dabei mehr Freiräume geben, wenn sie es wünschen.“

Alternative Rückmeldung soll auch Eltern Hilfe erleichtern

Eine andere Form der Rückmeldung als mit den bekannten Noten von eins bis sechs könne es auch den Eltern erleichtern, ihren Kindern zu helfen, sagte die Ministerin. Es gehe aber ums Ermöglichen, „nicht ums Verordnen oder Abschaffen“, betonte Hamburg: „Über die Umsetzung werden wir mit der Schulpraxis sprechen. Klar ist, dass in den Prüfungsjahrgängen die Noten gebraucht werden.“

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Im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen heißt es, die Regierung wolle es den Schulen „ermöglichen, auf eine numerische Notengebung zu verzichten“. Außerdem wolle sich Niedersachsen in der Kultusministerkonferenz der Länder für solche Freiräume einsetzen. (dpa)

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