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Helgoland-Besucher gehen nach ihrer Ankunft per Schiff über die Hafenstraße Richtung Inselzentrum.
  • Die Nordseeinseln sind ein beliebtes Urlaubsziel auch im Herbst.
  • Foto: dpa

Herbstferien im Norden: Hier finden Kurzentschlossene noch Platz

Niedersachsens Urlaubsregionen, von der Nordsee über die Lüneburger Heide bis zum Harz, stellen sich auf viele Herbstferien-Urlauber ein. Zum Start der Ferien in Niedersachsen, Hamburg und Bremen an diesem Wochenende gibt es aber vielerorts noch freie Unterkünfte, wie aus einer Umfrage bei Tourismusverbänden hervorgeht. Heide und Küste etwa melden eine Auslastung der Unterkünfte von mindestens 70 Prozent – teils höher. Auch im Harz sei die Buchungslage gut.

Mit 70 Prozent Auslastung sind die Tourismusbetriebe in der Lüneburger Heide zufrieden. „Wir sind ganz happy mit dem Herbst“, sagte der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, Ulrich von dem Bruch. Die Regenperiode Ende Juli habe negativ zu Buche geschlagen, das Wetter im September und bisher im Oktober habe aber einiges wieder ausgeglichen. Zu beobachten seien die spontaneren Buchungen. „Im letzten Jahr waren es zwei bis vier Wochen vorher, dieses Jahr zwei bis vier Tage“, berichtete von dem Bruch.

Die Gäste würden tendenziell jünger und gingen auch im Winter wandern. Sauna und Yoga-Kurse seien gefragt. Das E-Bike verdränge mehr und mehr das traditionelle Herbstwandern. Derzeit katalogisiere die Heide GmbH die Ladestationen. Ein neuer Trend entstehe um die schnellen Gravelbikes, Crossräder mit breiten Reifen, so von dem Bruch. Um Zusammenstöße mit Wanderern auf den Wegen zu vermeiden, sind extra Strecken geplant für das Abenteuer in der Natur.

An der Nordseeküste sind noch Plätze frei

An der Nordseeküste gibt es sowohl auf den Inseln als auch auf dem Festland noch freie Unterkünfte, teilte die Tourismus-Agentur Nordsee in Wilhelmshaven mit. Die Auslastung liegt in den Ferien bei 70 bis 90 Prozent. Unmittelbar an der Küste und auf den Inseln seien Unterkünfte stärker gebucht als im Binnenland.

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Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels meldeten noch freie Betten, teilte die Agentur weiter mit. Deshalb könnten Buchungen auch noch kurzfristig erfolgen – diese würden je nach Wetterlage auch erwartet. „Wir empfehlen den Gästen, sich im Vorfeld bei den Tourist-Informationen zu erkundigen oder auch auf den Websites der Orte nach freien Unterkünften zu schauen und diese darüber zu buchen“, teilte eine Sprecherin mit.

Besonders ein Naturschauspiel zieht viele Gäste im Herbst an der Nordsee in den Bann: die Rast von Millionen von Zugvögeln im Wattenmeer. Für Interessierte gibt es deshalb in den kommenden Tagen bei den 15. Zugvogeltagen viele Angebote, die Vögel zu beobachten.

Harz: Gut gebucht, aber ein paar Plätze gibt‘s noch

Der Harz ist für die Herbstferien bereits gut gebucht. „Auch in den Herbstferien ist der Harz ein beliebtes Reiseziel für Familien“, sagte die Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes, Christin Wohlgemuth. Der Harz habe wie andere Regionen das Vor-Corona-Niveau bei Buchungen erreicht. Für Kurzentschlossene gebe es aber immer noch die Möglichkeit, eine Unterkunft zu finden.

Die Sprecherin wies erneut darauf hin, dass das durch Trockenheit und Schädlinge ausgelöste Baumsterben im Harz bisher keine nennenswerten Auswirkungen auf den Tourismus habe. Gäste hätten Interesse an Ursachen und Wiederbewaldung sowie an Pflanzaktionen.

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Urlauber im Nordharz, die mit der Bahn anreisen wollen, müssen sich nach Alternativen umsehen. Zwischen dem 13. und 30. Oktober werden wegen Bauarbeiten mehrere Bahnstrecken in der Region mindestens zeitweise gesperrt, wie der Regionalverband Braunschweig mitteilte. Betroffen sind unter anderem die Halte in Goslar und Bad Harzburg. Ein Schienenersatzverkehr soll eingerichtet werden. Der südliche Harz sei regulär mit allen Bahn- und Buslinien erreichbar.

Nicht nur in Niedersachsen und Bremen, sondern auch in Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz beginnen an diesem Wochenende die Herbstferien – gleichzeitig enden die Herbstferien in Nordrhein-Westfalen. Der ADAC rechnet deshalb mit viel Reiseverkehr auf den Autobahnen. Der Flughafen in Hannover erwartet ein hohes Passagieraufkommen. (dpa)

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