Schloss Marienburg
  • Der Vater-Sohn-Streit um das Schloss Marienburg bei Hannover wird jetzt vor Gericht verhandelt.
  • Foto: picture alliance/dpa/Moritz Frankenberg

Welfenprinz verlangt Märchenschloss zurück – Streit mit Sohn jetzt vor Gericht

Persönlich begegnen werden sie sich nicht, wenn der Familienstreit um das Schloss Marienburg verhandelt wird: Ernst August Prinz von Hannover will die Schenkung an seinen Sohn rückgängig machen – wegen „groben Undanks“, die MOPO berichtete. Jetzt wird vor Gericht verhandelt – begegnen werden sich Vater und Sohn aber nicht.

Zerstritten sind sie schon länger, jetzt gehen sie wegen des Märchenschlosses bei Hannover vor Gericht: Im Konflikt zwischen Ernst August Prinz von Hannover und seinem Sohn um das Schloss Marienburg wird am Donnerstag um 14 Uhr am Landgericht Hannover verhandelt – nach vier Monaten Aufschub.

Familienstreit um Welfenschloss bei Hannover geht vor Gericht

Den ursprünglichen Verhandlungstermin im vergangenen November hatte das Gericht aufgehoben. Zuvor hatte der bisherige Prozessbevollmächtigte der beiden Kläger das Mandat kurzfristig niedergelegt. Kläger sind der 68 Jahre alte Welfenprinz und eine Firma aus Salzburg.


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Die Anordnung des persönlichen Erscheinens von Vater und Sohn wurde, anders als beim ursprünglichen Termin, ebenfalls aufgehoben. Die zuständige Kammer halte eine persönliche Vernehmung „für nicht erforderlich“, teilte das Landgericht mit.

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Das Oberhaupt der Welfen, der Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco, verlangt die Rückübereignung der Marienburg, des Hausguts Calenberg in der Gemeinde Pattensen-Schulenburg und des Fürstenhauses Herrenhausen in Hannover. Nach Angaben des Landgerichts stützt Ernst August Prinz von Hannover seinen Anspruch unter anderem auf den Widerruf einer Schenkung infolge „groben Undanks“, ungerechtfertigte Bereicherung und den Wegfall der Geschäftsgrundlage.

Ernst August Erbprinz: Klage des Vaters „substanzlos“

Ernst August Erbprinz von Hannover sagte, die Klage des Vaters sei „substanzlos und die darin enthaltenen Behauptungen sind falsch“. Der Verhandlung sehe er gelassen entgegen.

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2019 war die Familie in die Schlagzeilen geraten, weil Ernst August junior das marode Schloss für einen Euro an die öffentliche Hand verkaufen wollte – gegen den Willen des Vaters. Nach dem Einspruch des 68-Jährigen scheiterte der mit der niedersächsischen Landesregierung ausgehandelte Deal. Schloss und Inventar kamen in eine Stiftung. Der Erbprinz betonte: „Es gibt keinen Grund, sich um die Zukunft von Schloss Marienburg Sorgen zu machen.“ (mp/dpa)

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