Blick in die Winebank Hamburg. Im Hintergrund sind die Schließfächer zu sehen – hier können Mitglieder ihre Weine lagern.
  • Blick in die Winebank Hamburg. Im Hintergrund sind die Schließfächer zu sehen – hier können Mitglieder ihre Weine lagern.
  • Foto: / Florian Quandt

Wein hinter Gittern: Ein Blick in die Welt der Winebank Hamburg

Zwischen Gorch-Fock-Wall, Dammtorwall und der Jungiusstraße steht die Alte Oberpostdirektion. Von außen lässt sich nicht erahnen, was das palastartige Gebäude in seinem Keller versteckt. Hier lagern hunderte verschiedene Weine aus aller Welt in teilweise privaten Schließfächern. Johannes Leusch ist Gastgeber der „Winebank“. Sonst nur geöffnet für Mitglieder, hat er MOPO einen Blick hinein gewährt.

Seit 2015 ist diese Mischung aus exklusivem Club und Gastro-Angebot in der Nähe des Dammtors zuhause. Das Gebäude, das von 1883 bis 1887 erbaut wurde, könnte genauso alt sein wie manche der Weine, die es in seinem Bauch lagert. Kaum durch den Haupteingang, führt eine Treppe hinunter in Johannes Leuschs‘ Wein-Welt.

Die „Winebank“ selbst ist recht dunkel, die Wände aus Backstein. Es riecht ein bisschen nach Zeder, kaum dass man die große Glastür öffnet. Von den Gasträumen aus sind Schließfächer für Flaschen und Zigarren sichtbar. Gelagert wird hier alles, was für einen – zugegeben recht exklusiven – Abend unter Freuden oder für einen Geschäftstermin benötigt wird.

Das könnte Sie auch interessieren: Expertentipps: Das sind die besten Weine für die Festtage

Die „Bank“ hat insgesamt 22 Tresore mit 240 Weinfächern in unterschiedlichen Größen, hinter deren Gittern Platz für rund 24.000 Flaschen ist. Hier können Privatpersonen Fächer mieten und ihre Weine unter besonderen Bedingungen lagern. Der Weinkeller ist konstant auf 16 Grad gekühlt und hat eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent. „Damit die Korken nicht durchweichen“, erklärt Johannes Leusch.

Wer Mitglied ist, kann theoretisch rund um die Uhr Wein trinken

Die Winebank gibt es übrigens nicht nur am Dammtor – elf Standorte sind es weltweit, einer davon ist beispielsweise in Washington D.C. Wer in diesen exklusiven Zirkel will, muss aber andere kennen, die schon drin sind: Nur Mitglieder können jemanden empfehlen, der dann eventuell aufgenommen wird. Hinein kommt hier unten sowieso nur, wer Mitglied ist oder von einem eingeladen wurde. Ist man aber erstmal drin, steht dem Weinverzehr nichts mehr im Weg. Man kann hier rund um die Uhr trinken, entweder aus dem Sortiment des Clubs oder eben die eigenen Weine.

Johannes keusch steht mit einer Weinflasche im Tresorraum
In die WineBank Hamburg kommt man nur auf Empfehlung – dort kann man Wein kaufen, lagern und genießen. Geschäfstführer ist Johannes Leusch, der die MOPO herumführte. Hier steht er an den Weinschließfächern.

„Wir haben etwa 600 Positionen auf unserer Weinkarte“, erzählt Leusch, der seit 2016 hier Geschäftsführer ist. Es gibt deutsche und internationale Weine aus 20 Ländern in jeder Preiskategorie. Die Weine fangen bei rund 20 Euro an – die teuerste Flasche ist ein französischer Rotwein für knapp 550 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren: Ganz ohne Glitzer und Konfetti: Neustart für Hamburger Traditions-Weinstube

Leusch ist (natürlich) selbst ein großer Weinliebhaber. Als gebürtiger Mainzer kommt er aus einem der besten Weingebiete Deutschlands. Wein sei schon immer eine große Leidenschaft gewesen, sagt er. Vor ein paar Monaten bewies er, dass er nicht nur über ein breites Wissen verfügt, sondern auch flink mit den Händen ist – und stellte einen Weltrekord auf. In zwei Minuten entkorkte er 28 Flaschen. Ob er diese anschließend auch alle getrunken oder sie wieder weggesperrt hat, darüber weiß man nichts.

Winebank Hamburg Geschäfstführer Johannes Leusch, im Gespräch mit MOPO-Reporterin Lisa Krüll in der Lounge. / Florian Quandt
Die Lounge der Weinbank.
Winebank Hamburg Geschäfstführer Johannes Leusch, im Gespräch mit MOPO-Reporterin Lisa Krüll in der Lounge.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp