Neubaugebiet Georgswerder Visualisierung
  • Wie auf dieser Visualisierung sollen die Mietshäuser des Neubaugebietes einmal aussehen.
  • Foto: IBA

Riesen Ansturm! Vergibt Hamburg hier Einzelhäuser per Los?

Eine Haspa-Studie hat es gerade ermittelt: Für 61 Prozent der Hamburger ist ein eigenes Haus ein Lebenstraum. Am besten nach eigenen Vorstellungen als Neubau. Seit Corona darf es auch gern etwas weiter am Rand der Stadt im Grünen liegen. Trotz der vielen Autobahnen ringsherum trifft das ziemlich genau auf das Neubaugebiet „Georgswerder Kirchenwiese“ zu. Hier vergibt die IBA 21 begehrte Grundstücke für Einzelhäuser. Der Ansturm wird gigantisch sein. Und die IBA ringt um eine gerechte Vergabe. IBA-Chefin Karen Pein erwägt auch ein Losverfahren. Dann entscheidet das Losglück.

Das Wohngebiet mit dem dörflich klingenden Namen „Georgswerder Kirchenwiese“ entsteht angrenzend an ein bestehendes kleines Wohngebiet mit Einzelhäusern, der Hövelsiedlung. Dahinter liegt eine schöne große Schrebergarten-Anlage. Kleine Bachläufe ziehen sich durch Teile des Quartiers und dahinter die malerische Dove Elbe, die von der anderen Seite bereits teilweise mit Villen bebaut ist.

Häuser in Georgswerder
So sehen die Häuser in der bestehenden Hövelsiedlung in Georgswerder aus. Das Neubaugebiet schließt daran an.

Die IBA baut in dem Neubaugebiet insgesamt 190 Wohneinheiten, darunter vor allem Geschossbau. Aber es gibt auch 21 Grundstücke für Einfamilienhäuser, außerdem für zwei Doppelhäuser und 50 Reihenhäuser. Zwei Grundstücke werden an Baugemeinschaften vergeben. Die Vermarktung dafür wird demnächst starten.

Bauplätze für Häuser: Preise in Georgswerder noch offen

Aber wer auf die Einzelhäuser-Grundstücke schielt, der muss noch Geduld haben. Sie werden voraussichtlich als letztes in die Vermarktung gehen. Im Sommer 2022 geht es mit den Mehrfamilien- und Reihenhäusern los, danach kommen die Einzelgrundstücke. Die Grundstückspreise sind ebenfalls noch nicht bekannt.


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Vermarktet wird direkt durch die IBA und zwar möglichst kleinteilig. „Auf die Einzelhäuser können sich und sollen sich dann bevorzugt Familien direkt bewerben“, so IBA-Sprecher Arne von Maydell. Investoren und Baufirmen können sich nicht bewerben. Noch ist nicht ganz geklärt, wie die Grundstücksvergabe ablaufen wird. Bei einer Info-Veranstaltung sagte IBA-Chefin Karen Pein, dass ein gestaffeltes Losverfahren wahrscheinlich ist. Das gab es auch in Neugraben bereits.

Spielplatz Georgswerder
Der Spielplatz am neuen zentralen Platz vor der Grundschule Rahmwerder Straße.

Den Zuschlag nach einem Punktesystem auszuwählen, führe laut Pein meist zu Ungerechtigkeiten. Einfach auszuschreiben und nach Bewerbungs-Eingang zu vergeben, führe zu chaotischen Zuständen im IBA-Vermarktungsbüro. Zudem sei auch das nicht gerecht. Was tun? Darüber wird bei der IBA noch gerungen. „Das Verfahren wird noch entwickelt“, so Sprecher von Maydell.

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In Georgswerder gibt es die Zweigstelle der Elbinselschule und eine Kita. Eine weitere Kindertagesstätte ist im Zuge des Baugebiets geplant. Einkaufsmöglichkeiten gibt es vor Ort seit längerem nicht mehr. Nur einen kleinen Kiosk. Aber es soll noch viel passieren. Der neue zentrale Quartiersplatz wurde schon vor einiger Zeit eingeweiht.

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Ohne den gewaltigen Ansturm auf Wohneigentum und insbesondere die knappen Grundstücke für Häuser wäre Georgswerder sicherlich nicht so attraktiv. Denn das zu Wilhelmsburg gehörende, lange vergessene Quartier auf der Elbinsel hat nicht nur einen idyllischen Teil. Es ist auf der anderen Seite auch sehr durch Verkehr und Lärm geprägt, umzingelt von Autobahnen und an einer Zugstrecke gelegen. Auch die Anfahrt über den Niedergeorgswerderdeich ist derzeit kein schöner Anblick. Aber auch dort sind Verbesserungen und neue Radwege geplant.

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