• Die Grünen wollen auch im Hamburger Umland den Bau von Einfamilienhäusern reduzieren. (Symbolbild)
  • Foto: Imago

Die Grünen sind dagegen: Aber hier baut Hamburg noch begehrte Einfamilienhäuser

Wohnen wird immer teurer, Bauland immer knapper und die Umweltauflagen immer höher: Nun steht das Einfamilienhaus in der Kritik. Die Grünen in Hamburg finden es nicht mehr zeitgemäß. Der Bezirk Nord weist keine Bauflächen für diese Bauform mehr aus. Eimsbüttel auch nicht. Wer trotzdem an seinem Traum vom Eigenheim festhält, der kann in diesen Hamburger IBA-Baugebieten noch fündig werden.

Kirchenwiese Georgswerder

So plant die IBA im Auftrag der Stadt Hamburg gerade in Georgswerder ein kleines Neubaugebiet „Kirchenwiese“. Es grenzt an eine bestehende Einfamilienhaus-Siedlung an und liegt sehr schön nahe der Dove Elbe und der Weg in die City ist superkurz. Allerdings entstehen nur 25 Einzel- und Doppelhäuser, der Run wird gigantisch ausfallen. Die Ausschreibung könnte in diesem Jahr noch starten.

Baugebiet Georgswerder Wiesen

So sollen die neuen Wohnanlagen einmal aussehen. Es werden auch Grundstücke für Einfamilienhäuser verkauft.

Foto:

IBA Hamburg

Vogelkamp Neugraben

Vergleichsweise viele Einfamilienhäuser sind noch im Bezirk Neugraben geplant. Dort entstehen ohnehin in drei Baugebieten (Vogelkamp, Heidkamp, Fischbeker Reethen) unheimlich viele Wohnungen. Im Vogelkamp, der bereits seit vielen Jahren abschnittweise realisiert wird, entstehen insgesamt 280 Einfamilien- und Doppelhäuser. Aber dort ist vieles längst verkauft und bebaut. Derzeit gibt es dort keine neuen Angebote, es ist auch noch nicht klar, wann weitere Grundstücke in die Vermarktung gehen.

Im begehrten Heidbrook-Baugebiet ist die Vermarktung bereits abgeschlossen. Da gibt nicht das kleinste Handtuch-Grundstück mehr zu erwerben.

Häuser Neugraben

Häuser im Heidbrook in Neugraben. In vielen anderen Baugebieten gibt es keine Einzelhäuser mehr.

Foto:

IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze

Fischbeker Reethen (Neugraben)

In einem großen grünen Neubaugebiet an der Grenze zu Neu Wulmstorf entsteht das Baugebiet Fischbeker Reethen. Von den 2300 Wohneinheiten sind nur 40 bis 50 Einfamilienhäuser geplant. Das Quartier soll sehr großzügig geschnitten sein und viel Grün behalten. Doch hier startet die Vermarktung frühestens in zwei Jahren.

Denn in dem Gebiet, indem noch gar nichts passiert, muss vieles umgeplant werden. Die Schule, die ursprünglich auf Gewerbeflächen im Neubaugebiet geplant wurde, muss nach Intervention der Wirtschaftsbehörde nun doch im Wohnbereich entstehen. Dadurch könnten 190 Wohnungen und Stadthäuser wegfallen. Alles muss neu geplant werden und sorgt für Verzögerungen.

Visualisierung-Wettbewerbsergebnis-Fischbeker-Reethen

So wie in dieser Visualisierung soll einmal in den Fischbeker Reethen bebaut werden.

Foto:

KCAP/Kunst + Herbert

Neuer 105. Stadtteil Oberbillwerder

Im neuen Stadtteil Oberbillwerder (Bergedorf) entstehen 7000 Wohnungen. Darunter auch immerhin 200 Einfamilienhäuser. Aber das wird noch lange dauern. Erst ab 2022 beginne die ersten Erschließungsarbeiten und ab Mitte der 2020er Jahre werden die ersten Häuser gebaut.

Visualisierung-Wohnstraße-Oberbillwerder

Ein Straßenzug in Hamburgs neuem Stadtteil Oberbillwerder soll einmal so aussehen.

Foto:

IBA Hamburg/ADEPT mit Karres en Brands

Wilhelmsburger Stadthäuser

Auch in Wilhelmsburg werden etliche Neubaugebiete geplant: Rathausviertel, Elbinselquartier, Spreehafenviertel. Doch dort gibt es keine Eigenheime. Es sind nur vereinzelt eingestreute, kleinteilig zusammenhängende Stadthäuser in Planung. Ihr Anteil liegt aber bei unter zwei Prozent. Freistehende Einfamilienhäuser wird es nicht geben.

In all diesen von der IBA geplanten Quartieren gibt es derzeit Grundstücks-Angebote. Als erstes wird Georgswerder baureif sein und das wird nicht mehr lange dauern. Wer sich auf dem Laufenden halten will, sollte sich für den monatlichen IBA Hamburg Newsletter anmelden.

Ein Kompromiss zum freistehenden Einzelhaus sind Doppel- und Reihenhäuser. Sie sind auch in der Umsetzung günstiger. Und die gibt es in allen hier vorgestellten IBA-Baugebieten, außer in Wilhelmsburg.

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