• Polizisten sichern den Eingang des Laufhauses „Paradise Point of Sex“ an der Reeperbahn.
  • Foto: Marius Röer

Steuer-Razzia auf dem Kiez: Polizei stürmt Laufhaus und Hotel

Um 23 Uhr schlugen die Beamten zu: Die Hamburger Polizei hat am späten Donnerstagabend das „Paradise Point of Sex“ durchsucht – das laut Eigenwerbung „größte und exklusivste Laufhaus“ auf dem Kiez.

Vor knapp drei Monaten hatte es schon einmal eine Razzia in dem Etablissement an der Reeperbahn gegeben. Damals standen die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Einbruch in Blankenese. Diesmal war die Polizei nach MOPO-Informationen zur Unterstützung der Steuerfahndung dabei. „Es geht um einen Gesamthinterziehungsbetrag im zweistelligen Millionenbereich“, sagte die Erste Staatsanwältin Liddy Oechtering am Freitag zur MOPO.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot auf dem Kiez im Einsatz.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot auf dem Kiez im Einsatz.

Insgesamt wurden in der Nacht fünf Durchsuchungsbeschlüsse in vier Objekten in Hamburg und Bad Segeberg vollstreckt. „Diese stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall“, sagte Oechtering weiter. Auch das Hotel St. Joseph in der Großen Freiheit wurde durchsucht sowie die Wohnung des Hotelbesitzers in einem Reihenhauskomplex in Neugraben.

Polizisten durchsuchen Wohnung des Hotelbesitzers

In der Wohnung an der Cuxhavener Straße trafen die Beamten jedoch niemanden an. Der Hotelbesitzer soll sich seit einem halben Jahr im Ausland befinden.

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An der Durchsuchung waren auch drei Staatsanwälte aus der Wirtschaftsabteilung beteiligt. Weitere Auskünfte konnten aufgrund der laufenden Ermittlungen und im Hinblick auf das Steuergeheimnis zunächst nicht erteilt werden. Zuständig ist die Staatsanwaltschaft. (mp)

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