Feuerwehrkräfte führen die Fahrgäste aus dem Zug.
Feuerwehrkräfte führen die Fahrgäste aus dem Zug.
  • In der Nacht zu Samstag: Feuerwehrkräfte führen die Fahrgäste aus dem Zug.
  • Foto: André Lenthe

Oberleitung beschädigt: Bahn-Sperrung in Richtung Hamburg Hauptbahnhof

Eine Oberleitung auf Höhe der Hamburger Elbbrücken (Veddel) ist am Samstagabend beschädigt worden. Teile der Leitung fielen auf das Dach eines Metronom-Zuges aus Bremen, der Richtung Hamburg unterwegs war. Die Fahrgäste mussten die Waggons verlassen. Die Deutsche Bahn ließ den Verkehr sperren.

Gleich an mehreren Stellen musste die Oberleitung geerdet, der Strom an diesen Stellen also gesichert werden. Die 35 Fahrgäste blieben alle unverletzt und wurden nach etwa zwei Stunden aus dem Zug geführt. Sie konnten ihre Reise schließlich in bereitgestellten Bussen fortsetzen. Ein ICE hinter dem Metronom musste nach Harburg zurückkehren.

Leitung beschädigt: Sperrungen im Hamburger Bahnverkehr

In Harburg stauten sich mehrere Züge, gestrandete Passagiere drängten sich auf den Bahnsteigen. Viele stiegen in die S-Bahn um, einige nahmen Taxis.

Die Arbeiten an der Oberleitung werden laut Metronom voraussichtlich den ganzen Samstag andauern und für erhebliche Behinderungen im Verkehr sorgen: Laut Angaben der Deutschen Bahn sind die Strecken von Hamburg nach Bremen und Hannover wegen der Reparaturarbeiten gesperrt. „Züge des Fernverkehrs beginnen und enden in Harburg“, so das Unternehmen auf Twitter. Später wurde bekannt, dass zumindest ein Gleis wieder befahrbar ist.

Die Ursache für den Schaden ist noch unbekannt. Die Bundespolizei hat Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Ein Notfallmanager der Bahn vermutete am Abend, dass möglicherweise die Kälte der Oberleitung zugesetzt hat.

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Erst am Dienstag war es auf der Strecke zwischen Hamburg und Bremen im Stadtteil Rönneburg zu einem Unfall am Bahnübergang gekommen: Ein ICE kollidierte dort mit einem festgefahrenen Auto. Verletzt wurde niemand. Aber: Es sind dort ebenfalls umfangreiche Reparaturen nötig, die ebenfalls am Samstag beginnen. (dg)

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