x
x
x
Kiloweise Chemikalien stellten die Zollfahnder am Donnerstag in Groß Borstel sicher.
  • Kiloweise Chemikalien stellten die Zollfahnder am Donnerstag in Groß Borstel sicher.
  • Foto: Blaulicht-News

Noch eine Drogenküche: Zoll findet bei Razzia kiloweise Chemikalien

Zollfahnder haben am Donnerstag in einem Reihenhaus in Groß Borstel einen Mann festgenommen und rund einen Kilo verschiedenster Chemikalien sichergestellt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie zur Herstellung von Drogen dienten.

Der Zoll hatte nach MOPO-Informationen einen anonymen Tipp bekommen. Die Beamten des Zollfahndungsamtes übernahmen daraufhin die Ermittlungen, observierten die zwei sich im Reihenhaus ständig aufhaltenden Männer.

Zoll lässt Chemikalien nun im Labor untersuchen

Der Verdacht bestätigte sich: Bei dem Einsatz am Donnerstag trafen die Zöllner auf ein professionell eingerichtetes Drogenlabor, in dem mit den dort sichergestellten chemischen Stoffen verschiedene synthetische Drogen hätten produziert werden können.

Offiziell sagte ein Zoll-Sprecher, dass erst labortechnische Untersuchungen stattfinden müssten, um genau sagen zu können, was dort hergestellt wurde. Wie die MOPO aber aus Ermittler-Kreisen erfuhr, handelte es sich dabei wohl vorrangig um Ecstasy-Pillen.

Das könnte Sie auch interessieren: Er wäre bald entlassen worden – warum Häftling Sven B. trotzdem verschwand

Am Freitag rückten dann erneut Ermittler nach Groß Borstel aus: Die Beamten filzten das Reihenhaus ein zweites Mal, auf der Suche nach weiteren Beweisen. „Die Ermittlungen gegen den Festgenommenen dauern weiter an.“ Der zweite Mann, der sich öfters in dem Haus aufgehalten haben soll, war nicht vorläufig festgenommen worden; gegen ihn habe sich bisher kein dringender Tatverdacht erhärten lassen, so der Sprecher weiter.

Ähnlicher Einsatz im Juni in Bergedorf

Erst Anfang Juni war eine Drogenküche in Hamburg ausgehoben worden: In einem Einfamilienhaus in Bergedorf waren Chemikalien im Keller explodiert. Die Ermittlungen richten sich gegen mehrere junge Leute, darunter eine 26-Jährige, die im Internet als Katzenliebhaberin auftritt – in Wirklichkeit aber Kopf einer Drogenbande sein könnte. (dg/josi)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp