Die Tauben sorgen rund um den Bahnhof Altona eher selten für Verzückung.
  • Die Tauben sorgen rund um den Bahnhof Altona eher selten für Verzückung.
  • Foto: Quandt

Ob das klappt? Mit Schildern gegen die Taubenplage von Altona

„Die weißen Tauben sind müde, sie fliegen lange schon nicht mehr“, so sang einst Hans Hartz. Auch in Altona dürfte es einige Menschen freuen, wären die Tauben endlich müde. Denn die Vögel stellen rund um den Altonaer Bahnhof eine kleine Plage dar. Die SPD-Fraktion im Bezirk will das Problem jetzt mit Schildern in Angriff nehmen.

Der Bahnhof Altona gilt in Hamburg als „Ekel-Bahnhof“ – die MOPO berichtete mehrfach über die desolaten Hygienezustände. „Überall klebt und liegt Taubenkot“, hatte erst im November ein Sprecher der Initiative „Prellbock“ geklagt. In den angrenzenden Straßen ist die Lage nicht besser. Hier bereiten vor allem auch Verstöße gegen das Taubenfütterungsverbot Probleme.

SPD will Taubenplage am Bahnhof Altona lösen

„Rund um den Altonaer Bahnhof sowie in der Großen Bergstraße, der Ottenser Hauptstraße und am Spritzenplatz halten sich viele Stadttauben auf. Diese Vögel ernähren sich unter anderem von Essens-Abfällen und […] Resten der Marktstände“, sagt Karola Hock (SPD), zubenannte Bürgerin im Ausschuss für regionale Stadtteilentwicklung und Wirtschaft.


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Auch würden Passant:innen die Vögel immer wieder füttern – dabei ist das in Hamburg schon seit 2003 verboten. Bis zu 5000 Euro kostet diese Ordnungswidrigkeit.

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„Die Tauben verschmutzen in den genannten Bereichen die Gehwege, Gebäudeteile, Sitzbänke, Fahrradabstellplätze und die Fußgängerzonen erheblich. Insbesondere vom Kot der Tiere geht hierbei ein Hygieneproblem aus“, sagt Hock weiter. Als erste Maßnahme sollen jetzt Schilder eindringlich auf das Verbot aufmerksam machen.

Einige Schilder weisen bereits auf das Fütterungsverbot hin – nach dem Willen der SPD sollen weitere folgen.
Einige Schilder weisen bereits auf das Fütterungsverbot hin – nach dem Willen der SPD sollen weitere folgen.

Klappt es, die Tauben seltener anzulocken, würde auch die Sanierung der Großen Bergstraße deutlicher auffallen. „Diesen Eindruck zu gewährleisten erfordert aktuell die ständige Aufmerksamkeit der Stadtreinigung und verursacht somit erhebliche Kosten“, sagt Patrick Müller-Constantin, Fachsprecher für regionale Stadtteilentwicklung und Wirtschaft der SPD.

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