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CDU-Fraktionschef Dennis Thering übte harsche Kritik am angekündigten Flughafen-Streit.
  • CDU-Fraktionschef Dennis Thering übte harsche Kritik am angekündigten Flughafen-Streit.
  • Foto: dpa | Christian Charisius

„Öl ins Feuer“: Wütende Kritik an Flughafen-Streik – Polizei soll entlasten

Am Hamburger Flughafen herrscht seit Wochen teilweise blankes Chaos. Lange Schlangen am Check-In, überfüllte Wartehallen und sich neben den Gepäckbändern stapelnde Koffer dominieren das Geschehen. Jetzt kommt auch noch ein Streik dazu – und das bringt die Hamburger CDU zum Platzen.

Für diesen Freitag hat die Gewerkschaft Verdi zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Ab Beginn der Frühschicht sollen dann alle Beschäftigten der Real Estate Maintenance, die am Hamburger Flughafen für die technische Infrastruktur zuständig sind, ihre Arbeit niederlegen.

„Vollkommen inakzeptabel“, findet CDU-Fraktionschef Dennis Thering: „Hier soll offenbar Öl in ein ohnehin schon brennendes Haus geschüttet werden. Das hat mit verantwortlichem Handeln nichts zu tun.“

Thering: Flughafen-Streik zu unpassendem Zeitpunkt

Auch die Flughafenleitung und der rot-grüne Senat bekamen reichlich Kritik vom 38-Jährigen serviert: „Es kann nicht sein, dass hier so getan wird, als ließe sich die Situation nicht zumindest etwas verbessern und als trage dafür niemand die Verantwortung.“ Thering forderte, dass sämtliche Kräfte der Bundespolizei, die in Hamburg zur Verfügung stehen, „umgehend“ zum Flughafen abkommandiert werden und die Sicherheitskontrollen entlasten.

Außerdem sei es denkbar, dass nach dem Frankfurter Vorbild auch Mitarbeitende der Verwaltung als Fahrer:innen oder an den Gepäckbändern eingesetzt werden. Dennis Thering schlug sich klar auf die Seite der Urlaubsreisenden: „Das Chaos am Hamburger Flughafen ist katastrophal. Viele habe sich auf den ersten echten Sommerurlaub seit Jahren gefreut und scheitern jetzt bereits an der Gepäckabfertigung oder Sicherheitskontrolle in Hamburg.“

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Der CDU-Politiker fürchtet, dass sich die Situation mit Beginn der Sommerferien in der nächsten Woche nur noch weiter verschlimmert. „Das Prinzip des ‚Wegschauens und Hoffens‘ wird hier nicht ausreichen.“

Die Linksfraktion zeigte sich dagegen mit den Streikenden solidarisch. „Die Inflation führt zu einer kräftigen sozialen Krise. Geht es nach den Arbeitgeberverbänden, dann werden mal wieder die Beschäftigten die Zeche dafür bezahlen. Wir hoffen, dass der Warnstreik erfolgreich ist – denn ein Inflationsausgleich ist nicht nur sozial gerecht, sondern auch volkswirtschaftlich klug“, sagte Haushaltsexperte Norbert Hackbusch.

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