Unternehmen sämtlicher E-Scooter-Anbieter sowie Car-, Bike- und Ridesharing-Anbieter stellten wegen des Coronavirus ihre Dienste ein. (Symbolbild) 
  • Unternehmen sämtlicher E-Scooter-Anbieter sowie Car-, Bike- und Ridesharing-Anbieter stellten wegen des Coronavirus ihre Dienste ein. (Symbolbild) 
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Mobilität in der Krise: Welche Anbieter den Betrieb einstellen – und welche nicht

E-Scooter, Ridepooling, Car- und Bikesharing: All diese Dienste haben den Verkehr in den vergangenen Jahren in gewisser Weise revolutioniert und nachhaltiger gestaltet. Und sie haben noch etwas gemeinsam, was jedoch weniger erfreulich ist: Sie stecken jetzt in einer Krise. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sehen sich viele Anbieter gezwungen, den Betrieb für ungewisse Zeit einzustellen oder zumindest einzuschränken. Die MOPO weiß, wer davon alles betroffen ist und welche Dienste in Hamburg weiterhin genutzt werden können.

Moia, Share Now, Lime – sie alle verbindet das Miteinander, das Teilen. Das, was die Sharing-Anbieter eigentlich auszeichnet, muss jetzt aus demselben Grund zurückgefahren werden: Das gemeinsame Nutzen der verschiedenen Dienste birgt eine hohe Gefahr, das Coronavirus weiter zu verbreiten. Aus diesem Grund mussten sich zahlreiche Unternehmen dazu entscheiden, ihrer Verantwortung nachzukommen und den Betrieb einzustellen – diesem Vorgehen schließen sich nach und nach immer mehr Firmen an.

E-Scooter-Anbieter stellen Dienst ein – mit einer Ausnahme

Der E-Scooter-Verleiher „Lime“ gab als einer der ersten bekannt, den Betrieb aufgrund der aktuellen Situation anzupassen. Wie der Anbieter auf seiner Website schreibt, sollen die Dienste inzwischen in allen Ländern außer in Südkorea vorübergehend aufgehoben werden. Auch Bird plant den Verleih von E-Scootern zu pausieren, wie der Tagesspiegel berichtet.

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Zuletzt hatte auch „Voi“ bekannt gegeben, den regulären Betrieb in Hamburg vorübergehend einzustellen. Es wolle jedoch nach Ende des Ausnahmezustands seine Roller-Flotte so schnell wie möglich wieder reaktivieren. In Absprache mit den lokalen Behörden könnten kleine Kontingente als Übergangslösung schon früher in ausgewählte Bereiche der Stadt zurückkehren, um beispielsweise Lieferdienste oder Krankenhauspersonal zu unterstützen.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Der Anbieter „Tier“stellt in Hamburg weiterhin seine Dienste zur Verfügung, wie ein Sprecher der MOPO mitteilte. Die Flotte wurde allerdings vorübergehend reduziert, heißt es auf der Website des Unternehmens. 

Ridepooling in Hamburg weitestgehend verfügbar

Trotz geringerer Nachfrage sind einige der Ridepooling-Angebote in Hamburg noch verfügbar – wenn auch mit Einschränkungen. Free Now wird bis auf weiteres uneingeschränkt verfügbar bleiben. Lediglich Infizierte werden von der Nutzung ausgeschlossen. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem der Service „Match“ in Hamburg ausgesetzt.‌

Auch Uber will seinen Fahrdienst weiterhin mit erhöhten Hygienemaßnahmen aufrechterhalten. In Nordamerika wurde bereits auf das Non-Pooling-System umgestellt, dieses Vorgehen ist auch für Deutschland denkbar. Das bedeutet, dass der Service zwar weiterhin verfügbar wäre, aber nur noch Einzelfahrten angeboten werden würden.

Lediglich die Dienste von Moia werden in Hamburg und Hannover ab April vorübergehend eingestellt. Als Erklärung gab der größte vollelektrische Ridepooling-Service Europas auf ihrer Website an, dass die Nachfrage nach Fahrten drastisch gesunken sei und die Fahrer durch diese Maßnahme geschützt werden sollen.

Hamburg: Car- und Bikesharing mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen

Der Carsharing-Dienst Share Now ist in Hamburg weiterhin verfügbar. „Unsere Fahrzeuge werden von einem speziell dafür beauftragten Dienstleister regelmäßig desinfiziert. Alle eingesetzten Servicekräfte sind für das Thema sensibilisiert und legen einen besonderen Augenmerk auf die gründliche Desinfektion des Lenkrads und des Schalthebels.”, sagte Madeleine Schulze, „Share Now“-Sprecherin, gegenüber ntv. Wer selbst auf Nummer sicher gehen will, kann Handschuhe tragen und den Wagen selbst desinfizieren.

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Auch die Bikesharing-Dienste können vorerst noch genutzt werden. Kunden können die Räder von StadtRad Hamburg weiterhin uneingeschränkt ausleihen, wie eine Sprecherin auf MOPO-Nachfrage mitteilte. Wie das in Zukunft aussieht, bleibe allerdings offen. Der Anbieter NextBike steht in Hamburg-Finkenwerder ebenfalls weiterhin zur Verfügung.

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