• Marcus Weinberg ist familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 
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Marcus Weinberg gesteht: Diese Fehler machte die CDU bei den Bürgerschaftswahlen

Bei den diesjährigen Bürgerschaftswahlen in Hamburg ist er als Spitzenkandidat angetreten: Marcus Weinberg (CDU) kassierte im Februar eine deutliche Niederlage. In Wie ist die Lage“, dem Podcast der MOPO und der „Gute Leude Fabrik“, hat der CDU-Mann darüber gesprochen, was er heute anders gemacht hätte.   

Der Schmerz sitzt noch immer tief bei Marcus Weinberg. „Das katastrophale Ergebnis wirkt natürlich weiterhin“, gesteht er im Podcast-Gespräch. Für ihn steht fest: Die CDU Hamburg muss sich umstellen und neu ausrichten – und er will seinen Teil dazu beitragen. Eine Wiedergutmachung für das desaströse Wahlergebnis der CDU?

Marcus Weinberg (CDU) gesteht Fehler bei den Bürgerschaftswahlen 

Der ehemalige Spitzenkandidat erkennt, dass er nicht immer alles richtig gemacht hat. „Ich habe damals Verantwortung übernommen und in meiner Wahlkampfführung erkenne ich auch Fehler“, sagt er.

Und die lägen unter anderem darin, dass er und seine Partei sich nicht klar genug positioniert haben: „Den Menschen wurde nicht klar, wofür die CDU steht. Wir hatten viele tolle Ideen: das 365-Euro-Ticket, eine Stadtbahn in Altona, die Untertunnelung der Willy-Brandt-Straße. Das war toll und kreativ, aber es ist nicht herausgearbeitet worden, was die Kernpunkte sind. Das ist uns nicht gelungen, das ist mir nicht gelungen“, gesteht Weinberg.

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Auch sich selbst als Person macht er für die schmerzhafte Niederlage mitverantwortlich. „Ich gelte als sehr liberal. Da ist natürlich klar, dass viele Menschen auch irritiert waren. Wir hatten jahrelang ein konservatives, härteres Profil und jetzt eher einen Kandidaten, der nicht nur St. Pauli-Fan ist, sondern, der etwas liberaler ist. Das führte zu Irritationen: Grüne, SPD – was sind mögliche Koalitionspartner?“

Marcus Weinberg: So sollte es mit der CDU weitergehen

Jetzt sieht er eine Chance, es besser zu machen: Mit klarer Ausrichtung und den richtigen Leuten an der Spitze. „Ich sage weiterhin, dass es der richtige Weg ist, den die CDU einschlägt mit Christoph Ploß und Dennis Thering. Ich sage aber auch weiterhin, wir haben auch Themen wie Stadtentwicklung, Mobilität und eine zusammenwachsende Stadt.“

Das CDU-Programm sei durchaus spannend gewesen. „Daran würde ich festhalten, denn die zusammenwachsende Stadt ist meiner Meinung nach ein Thema, das alle Hamburger bewegt.“ Er selbst könne sich nicht vorstellen, bei den nächsten Wahlen nochmal als Spitzenkandidat anzutreten. (mhö)

Im Podcast „Wie ist die Lage“ erklärt Marcus Weinberg auch, warum er als Politiker keine Nebeneinkünfte hat. Außerdem wirft er einen Blick nach vorne und verrät, wen er für den richtigen Unionspolitiker im Rennen mit Olaf Scholz (SPD) um das Bundeskanzleramt hält. Die gesamte Folge mit Marcus Weinberg gibt es hier zu hören.

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